                Ha:ufig gestellte Fragen zu FreeBSD 9.X und 10.X

  The FreeBSD German Documentation Project

   Version: 49759

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   FreeBSD ist ein eingetragenes Warenzeichen der FreeBSD Foundation.

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   Viele Produktbezeichnungen von Herstellern und Verka:ufern sind
   Warenzeichen. Soweit dem FreeBSD Project das Warenzeichen bekannt ist,
   werden die in diesem Dokument vorkommenden Bezeichnungen mit dem Symbol
   "(TM)" oder dem Symbol "(R)" gekennzeichnet.

   Zusammenfassung

   Dies ist die FAQ fu:r die FreeBSD-Versionen 9.X und 10.X. Es wurden grosse
   Anstrengungen unternommen, diese FAQ so informativ wie mo:glich zu
   gestalten. Wenn Sie Vorschla:ge haben, wie dieses Dokument verbessert
   werden kann, senden Sie eine Mail an die Mailingliste 'FreeBSD
   Documentation Project.

   Die neueste Version dieses Dokuments ist immer auf der FreeBSD Webseite
   verfu:gbar. Diese FAQ kann ebenfalls u:ber HTTP als grosse HTML-Datei,
   oder in verschiedenen anderen Formaten vom FreeBSD FTP Server
   heruntergeladen werden.

   [ einzelne Abschnitte / komplettes Dokument ]

     ----------------------------------------------------------------------

   Inhaltsverzeichnis

   1. U:bersicht

   2. Dokumentation und Unterstu:tzung

   3. Installation

   4. Hardware-Kompatibilita:t

                4.1. Allgemeines

                4.2. Architekturen und Prozessoren

                4.3. Festplatten, Bandlaufwerke, sowie CD- und DVD-Laufwerke

                4.4. Tastaturen und Ma:use

                4.5. Sonstige Hardware

   5. Fehlerbehebung

   6. Anwendungen

   7. Kernelkonfiguration

   8. Festplatten, Dateisysteme und Boot Loader

   9. ZFS

   10. Systemadministration

   11. Das X Window System und virtuelle Konsolen

   12. Netzwerke

   13. Sicherheit

   14. PPP

   15. Serielle Verbindungen

   16. Verschiedene Fragen

   17. Nicht ganz ernstgemeinte Fragen

   18. Weiterfu:hrende Themen

   19. Danksagung

   Bibliographie

                             Kapitel 1. U:bersicht

   1.1. Was ist FreeBSD

   1.2. Welches Ziel hat das FreeBSD Project?

   1.3. Beinhaltet die FreeBSD-Lizenz irgendwelche Einschra:nkungen?

   1.4. Kann FreeBSD mein bisher verwendetes Betriebssystem ersetzen?

   1.5. Warum heisst es FreeBSD?

   1.6. Wie unterschieden sich FreeBSD, NetBSD, OpenBSD und andere
   Open-Source BSD-Systeme?

   1.7. Welches ist die aktuelle FreeBSD-Version?

   1.8. Was ist FreeBSD-CURRENT?

   1.9. Was ist das Konzept von FreeBSD-STABLE?

   1.10. Wann werden FreeBSD-Releases erstellt?

   1.11. Wer ist fu:r FreeBSD verantwortlich?

   1.12. Wie kann ich FreeBSD beziehen?

   1.13. Wie greife ich auf die Datenbank mit Problemberichten zu?

   1.1.  Was ist FreeBSD                                                      
         FreeBSD ist ein modernes Betriebssystem fu:r Server, Desktops und    
         eingebettete Systeme, das auf zahlreichen Plattformen la:uft.        
                                                                              
         Es basiert auf dem "4.4BSD-Lite"-Release der U.C. Berkeley, mit      
         einigen Erweiterungen aus "4.4BSD-Lite2". Es basiert ausserdem       
         indirekt auf der von William Jolitz unter dem Namen "386BSD"         
         herausgebrachten Portierung des "Net/2"-Releases fu:r i386(TM) der   
         U.C. Berkeley. Allerdings ist nur sehr wenig vom urspru:nglichen     
         386BSD Code u:brig geblieben.                                        
                                                                              
         Unternehmen, Internet Service Provider, Forscher, Computerfachleute, 
         Studenten und Privatnutzer auf der ganzen Welt benutzen FreeBSD fu:r 
         die Arbeit, die Ausbildung oder in der Freizeit.                     
                                                                              
         Ausfu:hrlichere Informationen zu FreeBSD, finden Sie im FreeBSD      
         Handbuch.                                                            
   1.2.  Welches Ziel hat das FreeBSD Project?                                
         Das Ziel des FreeBSD Projects ist es, ein stabiles und schnelles     
         Betriebssystem zur Verfu:gung zu stellen, das Sie fu:r jeden Zweck   
         verwenden ko:nnen, ohne dabei irgendwelche Bedingungen in Kauf       
         nehmen zu mu:ssen.                                                   
   1.3.  Beinhaltet die FreeBSD-Lizenz irgendwelche Einschra:nkungen?         
         Ja. Diese Einschra:nkungen regeln aber nicht, wie Sie mit dem        
         Quellcode umgehen, sondern betreffen nur den Umgang mit dem FreeBSD  
         Project an sich. Die Lizenz ist unter                                
         http://www.FreeBSD.org/copyright/freebsd-license.html verfu:bar und  
         la:sst sich wie folgt zusammenfassen:                                
                                                                              
           * Behaupten Sie nicht, Sie ha:tten es geschrieben.                 
                                                                              
           * Verklagen Sie uns nicht, wenn etwas nicht funktioniert.          
                                                                              
           * Sie du:rfen die Lizenz nicht entfernen oder vera:ndern.          
                                                                              
         Viele von uns haben erheblich zur Erstellung des Codes (und zum      
         Projekt) beigetragen und ha:tten jetzt oder in Zukunft sicherlich    
         nichts gegen einen geringen finanziellen Ausgleich einzuwenden, aber 
         wir beabsichtigen definitiv nicht, darauf zu bestehen. Wir sind der  
         Meinung, dass unsere "Mission" zuerst und insbesondere darin         
         besteht, allen und jedem Kommenden Code fu:r welchen Zweck auch      
         immer zur Verfu:gung zu stellen, damit der Code mo:glichst weit      
         eingesetzt wird und den gro:sstmo:glichen Nutzen liefert. Das ist,   
         so glauben wir, eines der fundamentalsten Ziele von freier Software  
         und eines, das wir enthusiastisch unterstu:tzen.                     
                                                                              
         Der Code in unserem Quellbaum, der der GNU General Public License    
         (GPL) oder der GNU Library General Public License (LGPL) unterliegt, 
         ist mit zusa:tzlichen Bedingungen verknu:pft, jedoch handelt es sich 
         dabei lediglich um erzwungene Bereitstellung statt des sonst         
         u:blichen Gegenteils. Auf Grund der zusa:tzlichen Komplexita:t, die  
         durch den kommerziellen Einsatz von GPL Software entstehen kann,     
         bemu:hen wir uns jedoch, solche Software, wo mo:glich, durch solche, 
         die der etwas lockereren FreeBSD Lizenz unterliegt, zu ersetzen.     
   1.4.  Kann FreeBSD mein bisher verwendetes Betriebssystem ersetzen?        
         In den meisten Fa:llen lautet die Antwort: Ja! Allerdings ist diese  
         Frage nicht ganz so einfach, wie sie scheint.                        
                                                                              
         Die meisten Anwender benutzen kein Betriebssystem, sondern           
         Anwendungen. Die Anwendungen sind es, die das Betriebssystem         
         benutzen. FreeBSD wurde entworfen, Anwendungen eine stabile und      
         funktionsreiche Umgebung zu bieten. Es unterstu:tzt viele            
         unterschiedliche Web-Browser, Bu:roanwendungen, E-Mail-Programme,    
         Grafik-Programme, Entwicklungsumgebungen, Netzwerk-Server, und       
         vieles mehr. Die meisten dieser Anwendungen sind in der              
         Ports-Sammlung verfu:gbar.                                           
                                                                              
         Wenn Sie eine Anwendung benutzen mu:ssen, die es nur fu:r ein        
         bestimmtes Betriebssystem gibt, dann kommen Sie an diesem            
         Betriebssystem nicht vorbei. Allerdings stehen die Chancen nicht     
         schlecht, dass es eine vergleichbare Anwendung fu:r FreeBSD gibt.    
                                                                              
         Wenn Sie von einem anderen UNIX(R) System zu FreeBSD wechseln,       
         du:rfte Ihnen vieles bekannt vorkommen. Wenn Ihr Hintergrund ein     
         Betriebssystem wie Windows(R) oder MacOS(R)ist, sind Sie vielleicht  
         an TrueOS interessiert, eine auf FreeBSD basierende                  
         Desktop-Distribution. Wenn Sie vorher noch nicht mit UNIX(R)         
         gearbeitet haben, werden Sie zusa:tzliche Zeit investieren mu:ssen,  
         um den UNIX(R) Stil zu verstehen. Diese FAQ und das FreeBSD Handbuch 
         sind die besten Startpunkte.                                         
   1.5.  Warum heisst es FreeBSD?                                             
           * Es darf kostenlos genutzt werden - sogar von kommerziellen       
             Nutzern.                                                         
                                                                              
           * Der komplette Quellcode fu:r das Betriebssystem ist frei         
             verfu:gbar und die Benutzung, Verbreitung und Einbindung in      
             andere (kommerzielle und nicht-kommerzielle) Arbeiten sind mit   
             den geringstmo:glichen Einschra:nkungen versehen worden.         
                                                                              
           * Jedem ist es freigestellt, Code fu:r Verbesserungen oder die     
             Behebung von Fehlern einzusenden und ihn zum Quellbaum           
             hinzufu:gen zu lassen (dies ist natu:rlich Gegenstand von ein    
             oder zwei offensichtlichen Klauseln).                            
                                                                              
         Es wird darauf hingewiesen, dass das englische Wort "free" hier in   
         den Bedeutungen "umsonst" und "Sie ko:nnen tun, was immer Sie        
         mo:chten" genutzt wird. Abgesehen von ein oder zwei Dingen, die Sie  
         mit dem FreeBSD-Code nicht tun ko:nnen (z.B. vorgeben, ihn           
         geschrieben zu haben), ko:nnen Sie damit tatsa:chlich tun, was auch  
         immer Sie mo:chten.                                                  
   1.6.  Wie unterschieden sich FreeBSD, NetBSD, OpenBSD und andere           
         Open-Source BSD-Systeme?                                             
         James Howards Artikel, genannt The BSD Family Tree,, beschreibt sehr 
         gut die Geschichte und die Unterschiede der BSD-Varianten.           
                                                                              
         Die meisten der BSDs teilen auch heute noch Patches und Code.        
         Ausserdem haben alle BSDs eine gemeinsame Herkunft.                  
                                                                              
         Die Ziele von FreeBSD sind in F: 1.2 beschrieben. Die Ziele der      
         anderen bekannten BSDs ko:nnen wie folgt zusammengefasst werden:     
                                                                              
           * OpenBSD strebt eine hohe Sicherheit des Betriebssystems an. Das  
             OpenBSD-Team hat auch ssh(1) und pf(4) entwickelt, welche        
             ebenfalls nach FreeBSD portiert wurden.                          
                                                                              
           * NetBSD soll leicht auf andere Plattformen portierbar sein.       
                                                                              
           * DragonFlyBSD ist eine Abspaltung von FreeBSD 4.8 und hat seither 
             viele interessante Funktionen entwickelt, einschliesslich des    
             HAMMER-Dateisystems und Unterstu:tzung fu:r User-Mode            
             "vkernels".                                                      
   1.7.  Welches ist die aktuelle FreeBSD-Version?                            
         Momentan gibt es zwei Entwicklungszweige, die fu:r die Erstellung    
         von Releases verwendet werden. Die 10.X-RELEASEs werden auf dem      
         10-STABLE-Zweig erstellt, die 9.X-RELEASEs auf dem 9-STABLE-Zweig.   
                                                                              
         Bis zur Vero:ffentlichung von FreeBSD 9.0 galt die 9.X-Serie als     
         -STABLE. Seit FreeBSD 11.X gibt es fu:r den Zweig 9.X nur mehr eine  
         "erweiterte Unterstu:tzung" in der Form von Korrekturen von          
         gro:sseren Problemen, wie neu entdeckten Sicherheitsheitslu:cken.    
                                                                              
         Version 10.3 ist das aktuelle Release des 10-STABLE-Zweigs und ist   
         im April 2016 erschienen. Version 9.3 ist das aktuelle Release aus   
         dem 9-STABLE-Zweig und ist im Juli 2014 erschienen.                  
                                                                              
         Releases werden nur alle paar Monate erstellt. Viele Leute halten    
         ihre Systeme aktueller (lesen Sie die Fragen zu FreeBSD-CURRENT und  
         FreeBSD-STABLE), aber das erfordert ein erho:htes Engagement, da der 
         Quellcode sich sta:ndig vera:ndern.                                  
                                                                              
         Weitere Informationen u:ber FreeBSD-Releases finden Sie auf der      
         Release Engineering Seite und in release(7).                         
   1.8.  Was ist FreeBSD-CURRENT?                                             
         FreeBSD-CURRENT ist die Entwicklungsversion des Betriebssystems, aus 
         der zu gegebener Zeit der FreeBSD-STABLE-Zweig entstehen wird. Als   
         solche ist sie lediglich fu:r Entwickler, die am System mitarbeiten  
         und fu:r unentwegte Bastler von Interesse. Details zum Betrieb von   
         -CURRENT finden Sie im entsprechenden Abschnitt des Handbuchs.       
                                                                              
         Falls Sie mit FreeBSD nicht vertraut sind, sollten Sie               
         FreeBSD-CURRENT nicht verwenden. Dieser Zweig entwickelt sich        
         manchmal sehr schnell weiter und kann gelegentlich nicht             
         installierbar sein. Von Personen, die FreeBSD-CURRENT verwenden,     
         wird erwartet, dass Sie dazu in der Lage sind, Probleme zu erkennen, 
         zu analysieren und diese an das Projekt zuru:ckzumelden.             
                                                                              
         Jeden Monat wird der aktuelle Entwicklungsstand in den Zweigen       
         -CURRENT und -STABLE in einer Snapshot Release festgehalten. Die     
         Ziele dieser Snapshot Releases sind:                                 
                                                                              
           * Die aktuelle Version der Installationssoftware zu testen.        
                                                                              
           * Personen, die -CURRENT oder -STABLE benutzen mo:chten, aber      
             nicht u:ber die no:tige Zeit oder Bandbreite verfu:gen, um       
             tagesaktuell zu bleiben, soll eine bequeme Mo:glichkeit geboten  
             werden, es auf ihr System zu bringen.                            
                                                                              
           * Die Erhaltung von Referenzpunkten des fraglichen Codes, fu:r den 
             Fall, dass wir spa:ter einmal ernsthaften Schaden anrichten      
             sollten - obwohl Subversion verhindern sollte, dass solche       
             Situationen entstehen.                                           
                                                                              
           * Sicherzustellen, dass alle neuen Merkmale und Fehlerbehebungen   
             zu mo:glichst vielen potentiellen Testern gelangen.              
                                                                              
         Von keinem -CURRENT Snapshot kann "Produktionsqualita:t" fu:r        
         beliebige Zwecke erwartet werden. Wenn Sie eine stabile und          
         ausgetestete Version beno:tigen, sollten Sie ein vollsta:ndiges      
         Release verwenden.                                                   
                                                                              
         Snapshot-Releases sind auf der Snapshots-Seite verfu:gbar.           
                                                                              
         Offizielle Snapshots werden in regelma:ssigen Absta:nden fu:r jeden  
         aktiven Zweig erstellt.                                              
   1.9.  Was ist das Konzept von FreeBSD-STABLE?                              
         Zur der Zeit, als FreeBSD 2.0.5 herausgegeben wurde, wurde           
         entschieden, die Entwicklung von FreeBSD zweizuteilen. Ein Zweig     
         wurde -STABLE, der andere -CURRENT genannt. FreeBSD-STABLE ist der   
         Entwicklungszweig aus dem die Hauptversionen erstellt werden. In     
         diesem Zweig gehen nur A:nderungen ein, wenn sie zuvor sorgfa:ltig   
         in FreeBSD-CURRENT getestet wurden. Gelegentlich ko:nnen die Quellen 
         fu:r FreeBSD-STABLE mo:glicherweise nicht fu:r den allgemeinen       
         Gebrauch geeignet sein, da es Fehler enthalten ko:nnen, die noch     
         nicht in FreeBSD-CURRENT gefunden wurden. Benutzer, die nicht u:ber  
         genu:gend Ressourcen verfu:gen um zu testen, sollten stattdessen die 
         aktuelle Version von FreeBSD verwenden. FreeBSD-CURRENT ist eine     
         ununterbrochene Linie seitdem die Version 2.0 herausgegeben worden   
         ist. Sie fu:hrt zu 11.0-RELEASE (und daru:ber hinaus). Weitere       
         Informationen zu diesen Zweigen finden Sie unter "FreeBSD Release    
         Engineering: Creating the Release Branch", der Status der Zweige und 
         der Zeitplan zur anstehenden Vero:ffentlichung kann auf der Seite    
         Release Engineering Information gefunden werden.                     
                                                                              
         11.0-STABLE ist der Zweig, auf den sich die Entwicklung von -STABLE  
         zur Zeit konzentriert. Das neueste Release aus dem 11.0-STABLE-Zweig 
         ist 11.0-RELEASE und ist im Oktober 2016 erschienen.                 
                                                                              
         Aus dem 11-CURRENT-Zweig ist der aktiv entwickelte CURRENT-Zweig,    
         aus dem die na:chste FreeBSD-Generation entsteht. Weitere            
         Informationen u:ber diesen Zweig finden Sie unter Was ist            
         FreeBSD-CURRENT?.                                                    
   1.10. Wann werden FreeBSD-Releases erstellt?                               
         In der Regel gibt das Release Engineering Team <re@FreeBSD.org> alle 
         18 Monate eine neue Hauptversion und etwa alle 8 Monate eine         
         Unterversion frei. Das Erscheinungsdatum einer Version wird          
         fru:hzeitig bekanntgegeben, damit die am System arbeitenden Personen 
         wissen, bis wann ihre Projekte abgeschlossen und getestet werden     
         mu:ssen. Vor jedem Release gibt es eine Testperiode um               
         sicherzustellen, dass die neu hinzugefu:gten Features nicht die      
         Stabilita:t des Releases beeintra:chtigen. Viele Benutzer halten     
         dies fu:r einen grossen Vorteil von FreeBSD, obwohl es manchmal      
         frustrierend sein kann, so lange auf die Verfu:gbarkeit der          
         aktuellsten Funktionen zu warten.                                    
                                                                              
         Weitere Informationen u:ber die Entwicklung von Releases, sowie eine 
         U:bersicht u:ber kommende Releases, erhalten Sie auf den Release     
         Engineering Seiten der FreeBSD Webseite.                             
                                                                              
         Fu:r diejenigen, die ein wenig mehr Spannung mo:chten, werden        
         ta:glich Snapshots herausgegeben, wie oben beschrieben.              
   1.11. Wer ist fu:r FreeBSD verantwortlich?                                 
         Schlu:sseldiskussionen, die das FreeBSD Project betreffen, wie z.B.  
         u:ber die generelle Ausrichtung des Projekts und daru:ber, wem es    
         erlaubt sein soll, Code zum Quellbaum hinzuzufu:gen, werden          
         innerhalb eines Core Teams von 9 Personen gefu:hrt. Es gibt ein      
         weitaus gro:sseres Team von u:ber 350 Committern, die dazu           
         autorisiert sind, A:nderungen am FreeBSD Quellbaum durchzufu:hren.   
                                                                              
         Jedoch werden die meisten nicht-trivialen A:nderungen zuvor in den   
         Mailinglisten diskutiert und es bestehen keinerlei Einschra:nkungen  
         daru:ber, wer sich an diesen Diskussionen beteiligen darf.           
   1.12. Wie kann ich FreeBSD beziehen?                                       
         Jede bedeutende Ausgabe von FreeBSD ist per Anonymous-FTP vom        
         FreeBSD FTP Server erha:ltlich:                                      
                                                                              
           * Das aktuelle 10-STABLE-Release, 10.3-RELEASE, finden Sie im      
             Verzeichnis 10.3-RELEASE.                                        
                                                                              
           * Snapshot-Releases werden monatlich aus dem -CURRENT-Zweig sowie  
             aus dem -STABLE-Zweig erzeugt. Sie sollten aber nur von          
             Entwicklern und sehr erfahrenen Testern verwendet werden.        
                                                                              
           * Das aktuelle 10-STABLE-Release, 10.3-RELEASE, finden Sie im      
             Verzeichnis 10.3-RELEASE.                                        
                                                                              
         Wo und wie Sie FreeBSD auf CD, DVD, und anderen Medien beziehen      
         ko:nnen, erfahren Sie im Handbuch.                                   
   1.13. Wie greife ich auf die Datenbank mit Problemberichten zu?            
         Die Datenbank mit Problemberichten (PR, problem report) und          
         A:nderungsanfragen von Benutzern kann u:ber die webbasierte          
         PR-Abfrage-Schnittstelle abgefragt werden.                           
                                                                              
         U:ber die webbasierte PR-Schnittstelle ko:nnen Sie Problemberichte   
         u:ber einen Webbrowser einreichen.                                   
                                                                              
         Bevor Sie einen Fehler melden, sollten Sie zuerst Writing FreeBSD    
         Problem Reports lesen, damit Sie wissen, wie Sie eine gute           
         Fehlermeldung verfassen.                                             

                  Kapitel 2. Dokumentation und Unterstu:tzung

   2.1. Gibt es gute Bu:cher u:ber FreeBSD?

   2.2. Ist die Dokumentation auch in anderen Formaten verfu:gbar? Zum
   Beispiel als einfacher Text (ASCII) oder als PostScript(R)?

   2.3. Woher bekomme ich Informationen zu den FreeBSD Mailinglisten? Welche
   Newsgruppen existieren zu FreeBSD?

   2.4. Gibt es FreeBSD IRC (Internet Relay Chat) Kana:le?

   2.5. Gibt es irgendwelche webbasierten Foren, in denen FreeBSD diskutiert
   wird?

   2.6. Gibt es Firmen, die Training und Support fu:r FreeBSD anbieten?

2.1. Gibt es gute Bu:cher u:ber FreeBSD?                                                                
     Im Zuge des FreeBSD Projekts sind diverse gute Dokumente entstanden, die unter der folgenden URL   
     abgerufen werden ko:nnen: http://www.FreeBSD.org/de/docs.html. Zusa:tzlich entha:lt die            
     Bibliographie am Ende dieser FAQ und diejenige im Handbuch Verweise auf weitere empfohlene         
     Bu:cher.                                                                                           
2.2. Ist die Dokumentation auch in anderen Formaten verfu:gbar? Zum Beispiel als einfacher Text (ASCII) 
     oder als PostScript(R)?                                                                            
     Ja. Werfen Sie einen Blick auf das Verzeichnis /pub/FreeBSD/doc/ auf dem FreeBSD FTP-Server. Dort  
     finden Sie Dokumentation in vielen verschiedenen Formaten.                                         
                                                                                                        
     Die Dokumentation wurde nach verschiedenen Kriterien sortiert. Die Kriterien sind:                 
                                                                                                        
       * Der Name des Dokumentes, z.B. faq oder handbook.                                               
                                                                                                        
       * Die Sprache und der Zeichensatz, die in dem Dokument verwendet werden. Diese entsprechen den   
         Anpassungen, die Sie auf einem FreeBSD-System unter /usr/share/locale finden. Zurzeit werden   
         die folgenden Sprachen und Zeichensa:tze benutzt:                                              
                                                                                                        
                      Name                                         Bedeutung                            
         en_US.ISO8859-1                 Englisch (Vereinigte Staaten)                                  
         bn_BD.ISO10646-1                Bengalisch oder Bangla (Bangladesh)                            
         da_DK.ISO8859-1                 Da:nisch (Da:nemark)                                           
         de_DE.ISO8859-1                 Deutsch (Deutschland)                                          
         el_GR.ISO8859-7                 Griechisch (Griechenland)                                      
         es_ES.ISO8859-1                 Spanisch (Spanien)                                             
         fr_FR.ISO8859-1                 Franzo:sisch (Frankreich)                                      
         hu_HU.ISO8859-2                 Ungarisch (Ungarn)                                             
         it_IT.ISO8859-15                Italienisch (Italien)                                          
         ja_JP.eucJP                     Japanisch (Japan, EUC-kodiert)                                 
         mn_MN.UTF-8                     Mongolisch (Mongolei, UTF-8-kodiert)                           
         nl_NL.ISO8859-1                 Niederla:ndisch (Holland)                                      
         no_NO.ISO8859-1                 Norwegisch (Norwegen)                                          
         pl_PL.ISO8859-2                 Polnisch (Polen)                                               
         pt_BR.ISO8859-1                 Brasilianisches Portugiesisch (Brasilien)                      
         ru_RU.KOI8-R                    Russisch (Russland, KOI8-R-kodiert)                            
         sr_YU.ISO8859-2                 Serbisch (Serbien)                                             
         tr_TR.ISO8859-9                 Tu:rkisch (Tu:rkei)                                            
         zh_CN.UTF-8                     Vereinfachtes Chinesisch (China, UTF-8-kodiert)                
         zh_TW.UTF-8                     Chinesisch (Taiwan, UTF-8-kodiert)                             
                                                                                                        
       Anmerkung:                                                                                       
                                                                                                        
         Einige Dokumente sind nicht in allen Sprachen verfu:gbar.                                      
                                                                                                        
       * Das Format des Dokumentes. Die Dokumentation wird in verschiedenen Formaten erzeugt, von denen 
         jedes seine eigenen Vor- und Nachteile hat. Einige Formate lassen sich gut an einem Bildschirm 
         lesen, wa:hrend andere Formate dafu:r gedacht sind, ein ansprechendes Druckbild zu erzeugen.   
         Das die Dokumentation in verschiedenen Formaten verfu:gbar ist, stellt sicher, dass unsere     
         Leser die fu:r sie relevanten Teile unabha:ngig vom Ausgabemedium (Bildschirm oder Papier)     
         lesen ko:nnen. Derzeit werden die folgenden Formate unterstu:tzt:                              
                                                                                                        
                Format                                        Bedeutung                                 
         html-split            Viele kleine HTML-Dateien, die sich gegenseitig referenzieren.           
         html                  Eine grosse HTML-Datei, die das komplette Dokument entha:lt.             
         pdf                   Adobe's Portable Document Format                                         
         ps                    PostScript(R)                                                            
         rtf                   Microsoft(R)'s Rich Text Format                                          
         txt                   Normaler Text                                                            
                                                                                                        
       Anmerkung:                                                                                       
                                                                                                        
         Die Seitennummern werden nicht automatisch aktualisiert, wenn Sie das Rich Text Format in Word 
         laden. Wenn Sie das Dokument geladen haben, mu:ssen Sie Ctrl+A, Ctrl+End, F9 eingeben, um die  
         Seitennummern aktualisieren zu lassen.                                                         
                                                                                                        
       * Das zur Komprimierung verwendete Programm.                                                     
                                                                                                        
           1. Wenn die Dokumentation im Format html-split vorliegt, werden die Dateien mit tar(1)       
              zusammengefasst. Die so entstandene .tar Datei wird dann mit einer der unten genannten    
              Methoden komprimiert.                                                                     
                                                                                                        
           2. Bei allen anderen Formaten existiert nur eine Datei mit dem Namen, z.B. article.pdf,      
              book.html, und so weiter.                                                                 
                                                                                                        
              Diese Dateien werden entweder mit zip oder bz2 komprimiert. Mit tar(1) ko:nnen die        
              Dateien wieder entpackt werden.                                                           
                                                                                                        
              Die mit bzip2 gepackte Version des Handbuchs im PostScript(R)-Format hat den Namen        
              book.ps.bz2 und ist im Verzeichnis handbook/ zu finden.                                   
                                                                                                        
     Nachdem Sie das Format und das Kompressionsverfahren ausgewa:hlt haben, mu:ssen Sie die            
     komprimierten Dateien herunterladen, entpacken und an die richtigen Stellen kopieren.              
                                                                                                        
     Zum Beispiel finden Sie die mit bzip2(1) gepackte split-html Version der englischen FAQ in         
     doc/en_US.ISO8859-1/books/faq/book.html-split.tar.bz2. Um diese Datei herunterzuladen und          
     auszupacken, sind die folgenden Schritte notwendig:                                                
                                                                                                        
     # fetch ftp://ftp.de.FreeBSD.org/pub/FreeBSD/doc/en_US.ISO8859-1/books/faq/book.html-split.tar.bz2 
     # tar xvf book.html-split.tar.bz2                                                                  
                                                                                                        
     Wenn die Datei komprimiert ist, wird tar automatisch das entsprechende Format erkennen und die     
     Datei korrekt dekomprimieren. Danach haben Sie eine Sammlung vieler kleiner .html Dateien. Die     
     wichtigste Datei hat Namen index.html und entha:lt das Inhaltsverzeichnis, eine Einleitung und     
     Verweise auf die anderen Teile des Dokumentes.                                                     
2.3. Woher bekomme ich Informationen zu den FreeBSD Mailinglisten? Welche Newsgruppen existieren zu     
     FreeBSD?                                                                                           
     Lesen Sie den Handbucheintrag u:ber Mailinglisten und den Handbucheintrag zu Newsgruppen.          
2.4. Gibt es FreeBSD IRC (Internet Relay Chat) Kana:le?                                                 
     Ja, die meisten grossen IRC Netze bieten einen FreeBSD Chat-Channel:                               
                                                                                                        
       * Der Channel #FreeBSDhelp im EFNet bietet Hilfe fu:r FreeBSD Benutzer.                          
                                                                                                        
       * Der Channel #FreeBSD auf Freenode bietet allgemeine Hilfe zu FreeBSD-Themen. Es sind immer     
         viele Benutzer online. Zwar werden auch nicht-FreeBSD-spezifische Themen diskutiert, den       
         Hauptteil der Diskussionen dreht sich aber um die Lo:sung der Probleme von FreeBSD-Anwendern.  
         Die Teilnehmer dieses Channels helfen Ihnen auch bei Fragen zu elementaren Dingen und zeigen   
         Ihnen auch, wo Sie die entsprechenden Erkla:rungen im FreeBSD-Handbuch oder anderen Ressourcen 
         finden ko:nnen. Obwohl die Teilnehmer des Channels u:ber die ganze Welt verstreut sind, werden 
         die Diskussionen auf Englisch gefu:hrt. Wollen Sie die Diskussion in Ihrer Sprache fu:hren,    
         sollten Sie Ihre Frage trotzdem auf Englisch stellen und danach gegebenenfalls einen neuen     
         Channel in der Form ##freebsd-Ihre_Sprache ero:ffnen.                                          
                                                                                                        
       * Der Channel #FreeBSD im DALNET ist in den USA unter irc.dal.net und in Europa unter            
         irc.eu.dal.net verfu:gbar.                                                                     
                                                                                                        
       * Der Channel #FreeBSD im UNDERNET ist in den USA unter us.undernet.org und in Europa unter      
         eu.undernet.org verfu:gbar. Es handelt sich hierbei um einen Hilfe-Channel, man wird Sie daher 
         auf Dokumente verweisen, die Sie selbst lesen mu:ssen.                                         
                                                                                                        
       * Der Channel #FreeBSD im RUSNET ist ein russischsprachiger Channel, der sich der Unterstu:tzung 
         von FreeBSD-Anwendern verschrieben hat. Er ist auch ein guter Startpunkt fu:r nichttechnische  
         Diskussionen.                                                                                  
                                                                                                        
       * Der Channel #bsdchat auf Freenode (Sprache: traditionelles Chinesisch, UTF-8-kodiert) hat sich 
         der Unterstu:tzung von FreeBSD-Anwendern verschrieben. Er ist auch ein guter Startpunkt fu:r   
         nichttechnische Diskussionen.                                                                  
                                                                                                        
     Das FreeBSD Wiki entha:lt eine Liste mit IRC Kana:len.                                             
                                                                                                        
     Alle diese Kana:le unterscheiden sich voneinander und sind nicht miteinander verbunden. Ebenso     
     unterscheiden sich die jeweiligen Chat-Stile, weshalb es sein kann, dass Sie zuna:chst alle        
     Kana:le ausprobieren mu:ssen, um den zu Ihrem Chat-Stil passenden zu finden.                       
2.5. Gibt es irgendwelche webbasierten Foren, in denen FreeBSD diskutiert wird?                         
     Die offiziellen FreeBSD Foren befinden sich unter https://forums.FreeBSD.org/.                     
2.6. Gibt es Firmen, die Training und Support fu:r FreeBSD anbieten?                                    
     iXsystems, Inc., die Muttergesellschaft der FreeBSD Mall, bietet kommerziellen Support fu:r        
     FreeBSD und TrueOS sowie FreeBSD-spezifische Softwareentwicklung und Hilfe bei Optimierung Ihrer   
     vorhandenen Installationen.                                                                        
                                                                                                        
     Die BSD Certification Group, Inc. bietet Zertifizierungen zur Systemadministration fu:r DragonFly  
     BSD, FreeBSD, NetBSD und OpenBSD. Besuchen Sie deren Webseite fu:r weitere Informationen.          
                                                                                                        
     Wenn Ihre Firma oder Organisation ebenfalls Training und Support anbietet und hier genannt werden  
     mo:chte, wenden Sie sich bitte an das FreeBSD Project.                                             

                            Kapitel 3. Installation

   Nik Clayton

   3.1. Welche Plattform soll ich herunterladen? Ich habe eine 64-Bit-fa:hige
   Intel(R) CPU, aber ich sehe nur amd64.

   3.2. Welche Datei muss ich herunterladen, um FreeBSD zu bekommen?

   3.3. Was mache ich, wenn das Image nicht bootet?

   3.4. Wo befinden sich die Anweisungen zur Installation von FreeBSD?

   3.5. Was sind die Mindestanforderungen zum Betrieb von FreeBSD?

   3.6. Wie kann ich ein angepasstes Installationsmedium erstellen?

   3.7. Kann Windows(R) neben FreeBSD existieren?

   3.8. Ein anderes Betriebssystem hat meinen Bootmanager zersto:rt! Wie
   stelle ich ihn wieder her?

   3.9. Ich habe zur Installation von CD gebootet, aber das
   Installationsprogramm sagt mir, dass es kein CD-ROM gefunden hat. Wo ist
   es hin?

   3.10. Muss ich den vollsta:ndigen Quellcode installieren?

   3.11. Muss ich einen Kernel erstellen?

   3.12. Soll ich DES, Blowfish oder MD5 zur Verschlu:sselung der Passwo:rter
   benutzen?

   3.13. Wo liegen die Grenzen fu:r FFS-Dateisysteme?

   3.14. Wieso erhalte ich die Fehlermeldung readin.failed, nachdem ich einen
   neuen Kernel erstellt und gebootet habe?

   3.15. Gibt es ein Programm, mit dem ich nach der Installation weitere
   Konfigurationen ausfu:hren kann?

   3.1.  Welche Plattform soll ich herunterladen? Ich habe eine               
         64-Bit-fa:hige Intel(R) CPU, aber ich sehe nur amd64.                
         Unter FreeBSD wird der Begriff amd64 fu:r 64-Bit-kompatibel          
         x86-Architekturen verwendet (auch als "x86-64" oder "x64" bekannt).  
         Die meisten modernen Rechner sollten amd64 verwenden. A:ltere        
         Hardware sollte i386 verwenden. Wenn Sie FreeBSD auf einer           
         nicht-x86-kompatible Architektur installieren, wa:hlen Sie die       
         Plattform, die am besten mit der verwendeten Hardware                
         u:bereinstimmt.                                                      
   3.2.  Welche Datei muss ich herunterladen, um FreeBSD zu bekommen?         
         Auf der Seite Download FreeBSD ko:nnen Sie das [iso] fu:r die        
         entsprechende Hardware wa:hlen.                                      
                                                                              
         Sie ko:nnen eine der folgenden Dateien wa:hlen:                      
                                                                              
            Datei                          Beschreibung                       
         disc1.iso    Entha:lt die FreeBSD Installation und einen minimalen   
                      Satz an Paketen.                                        
         dvd1.iso     A:hnlich wie disc1.iso, aber mit zusa:tzlichen Paketen. 
         memstick.img Entha:lt ein bootfa:higes Image, das Sie auf einem      
                      USB-Stick speichern ko:nnen.                            
         bootonly.iso Ein minimales Image, das fu:r die Installation von      
                      FreeBSD Netzwerkzugriff beno:tigt.                      
                                                                              
         pc98-Benutzer beno:tigen drei Floppy-Images: floppies/boot.flp,      
         floppies/kern1.flp, floppies/kern2.flp, und floppies/mfsroot1.flp.   
         Diese Images mu:ssen mit Hilfe von Werkzeugen wie dd(1) auf          
         Disketten kopiert werden.                                            
                                                                              
         Eine vollsta:ndige Anleitung fu:r dieses Vorgehen und weitere        
         Informationen zur Installation finden Sie im Handbucheintrag zur     
         Installation von FreeBSD.                                            
   3.3.  Was mache ich, wenn das Image nicht bootet?                          
         Stellen Sie sicher, dass Sie das Image im binary-Modus               
         herunterladen, wenn Sie FTP verwenden.                               
                                                                              
         Einige FTP-Clients benutzen als Voreinstellung den ascii-Modus und   
         versuchen, alle Zeilenendezeichen an das Zielsystem anzupassen.      
         Dadurch wird das Boot-Image fast immer unbrauchbar. U:berpru:fen Sie 
         daher die SHA-256 Pru:fsumme des heruntergeladenen Boot-Images: wenn 
         diese nicht genau mit der Pru:fsumme auf dem Server u:bereinstimmt,  
         sollten Sie das Image verwerfen und den Download erneut versuchen.   
                                                                              
         Wenn Sie einen FTP-Client fu:r die Kommandozeile benutzen, geben Sie 
         am FTP-Prompt binary ein, nachdem Sie sich mit dem Server verbunden  
         haben und bevor Sie das Image herunterladen.                         
   3.4.  Wo befinden sich die Anweisungen zur Installation von FreeBSD?       
         Installationsanleitungen finden Sie im Handbucheintrag zur           
         Installation von FreeBSD.                                            
   3.5.  Was sind die Mindestanforderungen zum Betrieb von FreeBSD?           
         Der Betrieb von FreeBSD erfordert mindestens einen 486er Prozessor,  
         64 MB RAM sowie mindestens 1.1 GB an Festplattenspeicher.            
   3.6.  Wie kann ich ein angepasstes Installationsmedium erstellen?          
         Individuelle FreeBSD Installationsmedien ko:nnen u:ber den Bau eines 
         Releases erzeugt werden. Folgen Sie den Anweisungen im Artikel       
         Release Engineering.                                                 
   3.7.  Kann Windows(R) neben FreeBSD existieren?                            
         Ja, vorausgesetzt Sie installieren zuerst Windows(R). Der            
         Bootmanager von FreeBSD kann dann entweder Windows(R) oder FreeBSD   
         booten. Falls Sie Windows(R) nach FreeBSD installieren, wird es,     
         ohne zu fragen, den Bootmanager u:berschreiben. Lesen Sie den        
         na:chsten Abschnitt, falls das passieren sollte.                     
   3.8.  Ein anderes Betriebssystem hat meinen Bootmanager zersto:rt! Wie     
         stelle ich ihn wieder her?                                           
         Das ha:ngt vom Bootmanager ab. Der FreeBSD Bootmanager kann mit      
         boot0cfg(8) neu installiert werden. Benutzen Sie bspw. folgendes     
         Kommando, um den auf der Platte ada0 wiederherzustellen:             
                                                                              
         # boot0cfg -B ada0                                                   
                                                                              
         Der MBR Bootloader kann mit gpart(8) installiert werden:             
                                                                              
         # gpart bootcode -b /boot/mbr ada0                                   
                                                                              
         Fu:r anspruchsvollere Situationen, u. a. mit GPT partitionierte      
         Platten, lesen Sie gpart(8).                                         
   3.9.  Ich habe zur Installation von CD gebootet, aber das                  
         Installationsprogramm sagt mir, dass es kein CD-ROM gefunden hat. Wo 
         ist es hin?                                                          
         Dieses Problem wird u:blicherweise durch ein falsch konfiguriertes   
         CD-ROM verursacht. Bei vielen PCs ist das CD-ROM der Slave am        
         zweiten IDE-Controller, ein Master ist nicht vorhanden. Laut         
         ATAPI-Spezifikation ist diese Konfiguration ungu:ltig, aber          
         Windows(R) verletzt die Spezifikation und das BIOS ignoriert sie,    
         wenn es von einem CD-ROM booten soll. Daher konnten Sie zwar vom     
         CD-ROM booten, wa:hrend FreeBSD es nicht fu:r die Installation       
         benutzen kann.                                                       
                                                                              
         Um dieses Problem zu lo:sen, mu:ssen Sie entweder das CD-ROM als     
         Master an den IDE-Controller anschliessen oder dafu:r sorgen, dass   
         an dem vom CD-ROM genutzten IDE-Controller das CD-ROM als Slave und  
         ein anderes Gera:t als Master angeschlossen ist.                     
   3.10. Muss ich den vollsta:ndigen Quellcode installieren?                  
         Im allgemeinen nicht. Es gibt keine Komponenten im Betriebssystem,   
         welche das Vorhandensein des Quellcodes erfordern. Einge Ports, wie  
         sysutils/lsof, werden aber nicht bauen solange der Quellcode nicht   
         installiert ist. Insbesondere dann, wenn der Port ein Kernel-Modul   
         erzeugt oder direkt mit den Strukturen des Kernels arbeitet, mu:ssen 
         die Quellen installiert werden.                                      
   3.11. Muss ich einen Kernel erstellen?                                     
         Normalerweise nicht. Der GENERIC-Kernel entha:lt bereits die         
         Treiber, die ein gewo:hnlicher Rechner beno:tigt. freebsd-update(8), 
         das Werkzeug zur bina:ren Aktualisierung von FreeBSD, ist jedoch     
         nicht in der Lage angepasste Kernel zu aktualisieren. Dies ist ein   
         weiterer Grund, wenn mo:glich, den GENERIC-Kernel einzusetzen. Fu:r  
         Rechner mit wenig RAM, bspw. eingebettete Systeme, kann es sich      
         lohnen einen kleinen, angepassten Kernel zu erstellen, der nur die   
         erforderlichen Treiber entha:lt.                                     
   3.12. Soll ich DES, Blowfish oder MD5 zur Verschlu:sselung der Passwo:rter 
         benutzen?                                                            
         FreeBSD 9 und neuere Versionen verwenden voreingestellt SHA512. Fu:r 
         die Abwa:rtskompatibilita:t mit a:lteren Betriebssystemen werden     
         auch noch die weniger sicheren DES Passwo:rter unterstu:tzt. FreeBSD 
         unterstu:tzt auch noch die Passwort-Formate Blowfish und MD5.        
         Welches Format fu:r neue Benutzer verwendet wird, wird mit           
         passwd_format in /etc/login.conf gesteuert. Mo:gliche Werte sind     
         des, blf (falls verfu:gbar), oder md5. Weitere Informationen finden  
         Sie in der Manualpage login.conf(5).                                 
   3.13. Wo liegen die Grenzen fu:r FFS-Dateisysteme?                         
         Fu:r FFS Dateisysteme ist die Gro:sse des Dateisystems durch den     
         Arbeitsspeicher abha:ngig, der beno:tigt wird um das Dateisystem mit 
         fsck(8) zu pru:fen. fsck(8) beno:tigt pro Fragment ein Bit, was bei  
         einer Fragmentgro:sse von 4 KB bis 32 MB Arbeitsspeicher pro         
         Terrabyte Plattenspeicher entspricht. Das bedeutet, dass auf         
         Architekturen, die Userland-Prozesse auf 2 GB beschra:nken (zum      
         Beispiel bei i386(TM)), fsck(8) ein Dateisystem von ~ 60 TB pru:fen  
         kann.                                                                
                                                                              
         Wenn es kein fsck(8) Limit ga:be, wu:rde die maximale Gro:sse eines  
         Dateisystems 2 ^ 64 (Blo:cke) * 32 KB => 16 Exa * 32 KB => 512       
         ZettaBytes betragen.                                                 
                                                                              
         Die maximale Gro:sser einer einzelnen FFS-Datei wu:rde mit einer     
         Standard-Blockgro:sse von 32 KB in etwa 2 Petabyte betragen. Jeder   
         32 KB-Block kann auf bis zu 4096 Blo:cke verweisen. Mit dreifacher   
         Indirektion ist die Berechnung 32 KB * 12 + 32 KB * 4096 + 32 KB *   
         4096 ^ 2 + 32 KB * 4096 ^ 3. Eine Erho:hung der Blockgro:sse auf 64  
         KB wird die maximale Dateigro:sse um den Faktor 16 erho:hen.         
   3.14. Wieso erhalte ich die Fehlermeldung readin.failed, nachdem ich einen 
         neuen Kernel erstellt und gebootet habe?                             
         Das System und der Kernel sind nicht synchron. Dies wird nicht       
         unterstu:tzt. Stellen Sie sicher, dass Sie make buildworld und make  
         buildkernel zum Aktualisieren des Kernels benutzen.                  
                                                                              
         Starten Sie das System und wa:hlen Sie den Kernel wa:hrend der       
         zweiten Bootphase aus. Dru:cken Sie dazu eine beliebige Taste, wenn  
         das Zeichen | erscheint und bevor der Loader gestartet wird.         
   3.15. Gibt es ein Programm, mit dem ich nach der Installation weitere      
         Konfigurationen ausfu:hren kann?                                     
         Ja. bsdconfig bietet eine einfache Oberfla:che zur Konfiguration von 
         FreeBSD.                                                             

                      Kapitel 4. Hardware-Kompatibilita:t

   Inhaltsverzeichnis

   4.1. Allgemeines

   4.2. Architekturen und Prozessoren

   4.3. Festplatten, Bandlaufwerke, sowie CD- und DVD-Laufwerke

   4.4. Tastaturen und Ma:use

   4.5. Sonstige Hardware

4.1. Allgemeines

   4.1.1. Ich will mir neue Hardware fu:r mein FreeBSD-System zulegen.
   Welches Modell/Hersteller/Typ ist das Beste?

   4.1.2. Was sind die Grenzen fu:r Arbeitsspeicher? Unterstu:tzt FreeBSD
   mehr als 4 GB RAM? Mehr als 16 GB? Mehr als 48 GB?

   4.1.3. Warum zeigt FreeBSD weniger als 4 GB Speicher an, wenn es auf einer
   i386(TM) Maschine installiert wird?

   4.1.1. Ich will mir neue Hardware fu:r mein FreeBSD-System zulegen.        
          Welches Modell/Hersteller/Typ ist das Beste?                        
          Diese Frage wird sta:ndig auf den FreeBSD-Mailinglisten diskutiert. 
          Da sich die Hardware sta:ndig a:ndert, ist das allerdings keine     
          U:berraschung. Lesen Sie die Hardware-Informationen fu:r FreeBSD    
          11.0 oder 10.3 und durchsuchen Sie die Mailinglisten-Archive, bevor 
          Sie nach der neuesten/besten Hardware fragen. Oft gab es kurz zuvor 
          eine Diskussion u:ber genau die Hardware, die Sie sich zulegen      
          wollen.                                                             
                                                                              
          Befor Sie sich einen Laptop zulegen, sollten Sie einen Blick in das 
          Archiv der Mailingliste FreeBSD laptop computer werfen. Ansonsten   
          empfiehlt sich ein Blick in das Archiv von FreeBSD general          
          questions oder auch einer spezialisierte Mailingliste fu:r diese    
          Art von Hardware.                                                   
   4.1.2. Was sind die Grenzen fu:r Arbeitsspeicher? Unterstu:tzt FreeBSD     
          mehr als 4 GB RAM? Mehr als 16 GB? Mehr als 48 GB?                  
          Generell unterstu:tzt FreeBSD als Betriebssystem so viel physischen 
          Speicher (RAM), wie die Plattform auf der es la:uft. Beachten Sie,  
          dass verschiedene Plattformen unterschiedliche Speichergrenzen      
          besitzen. So wird z.B. i386(TM) ohne PAE ho:chstens 4 GB Speicher   
          (normalerweise weniger als das wegen des PCI-Adressraums), dagegen  
          wird i386(TM) mit PAE ho:chstens 64 GB Speicher bereitstellen. Seit 
          FreeBSD 10 ko:nnen AMD64 Plattformen bis zu 4 TB physischen         
          Speicher ansprechen.                                                
   4.1.3. Warum zeigt FreeBSD weniger als 4 GB Speicher an, wenn es auf einer 
          i386(TM) Maschine installiert wird?                                 
          Der Gesamtadressraum betra:gt auf i386(TM) Maschinen 32-Bit, was    
          bedeutet, dass maximal 4 GB Speicher adressiert (verwaltet) werden  
          kann. Weiterhin sind viele Adressen in diesem Bereich von der       
          Hardware fu:r bestimmte Aufgaben reserviert, um z.B. PCI-Gera:te zu 
          benutzen und zu steuern, auf Videospeicher zuzugreifen und so       
          weiter. Aus diesem Grund ist die Gesamtmenge an Speicher, die vom   
          Betriebssystem fu:r den Kernel und Anwendungen verwendet werden     
          kann, auf wesentlich weniger als 4 GB begrenzt. Normalerweise sind  
          3.2 GB bis 3.7 GB das Maximum an verfu:gbarem Speicher in dieser    
          Konfiguration.                                                      
                                                                              
          Um auf mehr als 3.2 GB bis 3.7 GB des installierten Speichers (was  
          bis zu 4 GB, aber aber auch mehr als 4 GB bedeuten kann)            
          zuzugreifen, muss eine spezielle Manipulation, genannt PAE, benutzt 
          werden. PAE steht fu:r Physical Address Extension und ist eine      
          Mo:glichkeit fu:r 32-Bit x86-CPUs mehr als 4 GB Speicher zu         
          addressieren. Es organisiert den Speicher, der andererseits wegen   
          Adressreservierungen fu:r Hardwaregera:te oberhalb der 4 GB Grenze  
          liegt, um und benutzt diesen als zusa:tzlichen physischen Speicher  
          (lesen Sie dazu pae(4)). Der Einsatz von PAE ist mit ein paar       
          Nachteilen verbunden: diese Speicherzugriffsmethode ist ein         
          bisschen langsamer als die normale Methode (ohne PAE) und ladbare   
          Module (siehe kld(4)) werden nicht unterstu:tzt. Das bedeutet, dass 
          alle Treiber in den Kernel eingebaut sein mu:ssen.                  
                                                                              
          Die am ha:ufigsten verwendete Vorgehensweise, PAE zu aktivieren ist 
          die, einen neuen Kernel mit der speziell dafu:r vorgesehenen        
          Kernelkonfigurationsdatei, PAE genannt, zu bauen, die bereits so    
          eingestellt ist, dass ein funktionierender Kernel erstellt wird.    
          Beachten Sie, dass manche Eintra:ge in dieser                       
          Kernelkonfigurationsdatei zu konservativ eingestellt sind und dass  
          manche Treiber, die nicht fu:r den Einsatz mit PAE vorgesehen sind, 
          trotzdem funktionieren. Als Faustregel kann man sagen, dass wenn    
          der Treiber auf 64-Bit Architekturen (like AMD64) la:uft, er auch   
          mit PAE lauffa:hig ist. Wenn Sie einen angepassten Kernel           
          erstellen, ko:nnen Sie PAE aktivieren, indem Sie die folgende Zeile 
          in die Konfiguration hinzufu:gen:                                   
                                                                              
          options       PAE                                                   
                                                                              
          PAE wird heutzutage nicht sehr ha:ufig verwendet, da die Mehrzahl   
          an neuer x86-Hardware auch den Betrieb im 64-Bit Modus erlaubt,     
          auch als AMD64 oder Intel(R) 64 bekannt. Es hat viel mehr           
          Adressraum und beno:tigt solche Manipulationen nicht. FreeBSD       
          unterstu:tzt AMD64 und es wird empfohlen, diese FreeBSD Version     
          anstatt der i386(TM) Version einzusetzen, wenn 4 GB oder mehr       
          Speicher gebraucht werden.                                          

4.2. Architekturen und Prozessoren

   4.2.1. Unterstu:tzt FreeBSD neben x86 auch andere Architekturen?

   4.2.2. Unterstu:tzt FreeBSD Symmetric-Multiproccessing (SMP)?

   4.2.3. Was ist Mikrocode ? Wie kann ich Intel(R) CPU Microcode Updates
   installieren?

   4.2.1. Unterstu:tzt FreeBSD neben x86 auch andere Architekturen?           
          Ja. FreeBSD teilt die Unterstu:tzung in sogenannte Tiers auf.       
          Tier-1 Architekturen, wie i386 oder amd64 werden vollsta:ndig       
          unterstu:tzt. Tier-2 und Tier-3 werden auf der "Best-Effort Basis"  
          unterstu:tzt. Eine vollsta:ndige Erkla:rung dieser Aufteilung       
          finden Sie im Committer's Guide.                                    
                                                                              
          Eine vollsta:ndige Liste der unterstu:tzten Architekturen finden    
          Sie auf der Seite Unterstu:tzte Plattformen.                        
   4.2.2. Unterstu:tzt FreeBSD Symmetric-Multiproccessing (SMP)?              
          FreeBSD unterstu:tzt Symmetric-Multiproccessing(SMP) auf allen      
          nicht-Embedded-Plattformen (z.B. i386, amd64, etc.). SMP wird auch  
          in ARM- und MIPS-Kernel unterstu:tzt, obwohl einige CPUs dies       
          vielleicht nicht unterstu:tzen. FreeBSDs SMP-Implementierung        
          verwendet pra:zises Locking und die Leistung skaliert nahezu linear 
          mit der Anzahl der CPUs.                                            
                                                                              
          smp(4) entha:lt weitere Informationen.                              
   4.2.3. Was ist Mikrocode ? Wie kann ich Intel(R) CPU Microcode Updates     
          installieren?                                                       
          Mikrocode ist eine Methode um Anweisungen auf Hardware-Ebene        
          programmatisch zu implementieren. Dies ermo:glicht es, CPU-Fehler   
          ohne Austausch des Chips zu beheben.                                
                                                                              
          Installieren Sie sysutils/devcpu-data und fu:gen Sie:               
                                                                              
          microcode_update_enable="YES"                                       
                                                                              
          in /etc/rc.conf ein.                                                

4.3. Festplatten, Bandlaufwerke, sowie CD- und DVD-Laufwerke

   4.3.1. Welche Arten von Festplatten werden von FreeBSD unterstu:tzt?

   4.3.2. Welche SCSI- oder SAS-Controller werden unterstu:tzt?

   4.3.3. Welche Arten von Bandlaufwerken werden unterstu:tzt?

   4.3.4. Unterstu:tzt FreeBSD Bandwechsler?

   4.3.5. Welche CD-ROM-Laufwerke werden von FreeBSD unterstu:tzt?

   4.3.1. Welche Arten von Festplatten werden von FreeBSD unterstu:tzt?       
          FreeBSD unterstu:tzt EIDE-, SATA-, SCSI- und SAS-Laufwerke (mit     
          kompatiblen Controllern - siehe folgenden Abschnitt), sowie alle    
          Laufwerke, die die original "Western Digital"-Schnittstelle (MFM,   
          RLL, ESDI und natu:rlich IDE) benutzen. Ein paar ESDI-Controller    
          benutzen proprieta:re Schnittstellen und laufen eventuell nicht:    
          halten Sie sich an WD1002/3/6/7-Schnittstellen und Clones.          
   4.3.2. Welche SCSI- oder SAS-Controller werden unterstu:tzt?               
          Sie finden eine vollsta:ndige und aktuelle Liste in den             
          Hardware-Informationen zu FreeBSD 11.0 oder 9.3.                    
   4.3.3. Welche Arten von Bandlaufwerken werden unterstu:tzt?                
          FreeBSD unterstu:tzt alle ga:ngigen SCSI-Bandlaufwerke              
   4.3.4. Unterstu:tzt FreeBSD Bandwechsler?                                  
          FreeBSD unterstu:tzt SCSI-Bandwechsler u:ber das Gera:t ch(4) und   
          das Kommando chio(1). Details zum Betrieb des Wechslers finden Sie  
          in chio(1).                                                         
                                                                              
          Falls Sie nicht AMANDA oder ein anderes Produkt benutzen, das den   
          Wechsler bereits kennt, bedenken Sie, dass die Programme nur        
          wissen, wie sie ein Band von einem Punkt zu einem anderen bewegen   
          mu:ssen. Sie selbst mu:ssen sich also merken, in welchem Einschub   
          sich ein Band befindet und zu welchem Einschub das Band, das sich   
          gerade im Laufwerk befindet, zuru:ck muss.                          
   4.3.5. Welche CD-ROM-Laufwerke werden von FreeBSD unterstu:tzt?            
          Jedes an einem unterstu:tzten Controller angeschlossene             
          SCSI-Laufwerk wird unterstu:tzt. Zudem werden die meisten ATAPI     
          kompatiblen IDE CD-ROMs unterstu:tzt.                               
                                                                              
          FreeBSD unterstu:tzt jedes ATAPI kompatible IDE CD-R- oder          
          CD-RW-Laufwerk. Weitere Details finden Sie in der Manualpage        
          burncd(8).                                                          
                                                                              
          FreeBSD unterstu:tzt zudem jedes SCSI CD-R- oder CD-RW-Laufwerk.    
          Installieren Sie den Port oder das Paket sysutils/cdrtools und      
          benutzen Sie dann cdrecord.                                         

4.4. Tastaturen und Ma:use

   4.4.1. Kann die Maus ausserhalb des X Window Systems benutzt werden?

   4.4.2. Wie funktioniert das Kopieren und Einfu:gen von Text mit der Maus
   auf einer Textkonsole?

   4.4.3. Meine Maus hat ein neumodisches Rad und mehr Kno:pfe. Kann ich sie
   in FreeBSD benutzen?

   4.4.4. Wie kann ich die Delete-Taste in der sh und csh einsetzen?

   4.4.1. Kann die Maus ausserhalb des X Window Systems benutzt werden?       
          Falls Sie den Konsolentreiber syscons(4) benutzen, ko:nnen Sie den  
          Mauszeiger auf Textkonsolen zum Kopieren und Einfu:gen von Text     
          verwenden. Starten Sie den Mausdaemon moused(8) und schalten Sie    
          den Mauszeiger auf der virtuellen Konsole ein:                      
                                                                              
          # moused -p /dev/xxxx -t yyyy                                       
          # vidcontrol -m on                                                  
                                                                              
          xxxx ist der Gera:tename der Maus und yyyy ist das Protokoll. Der   
          Mausdaemon erkennt die Protokolle der meisten Ma:use (mit Ausnahme  
          alter serieller Ma:use) automatisch, wenn Sie auto fu:r das         
          Protokoll angeben. Falls das Protokoll nicht automatisch erkannt    
          wird, finden Sie die unterstu:tzten Protokolle in der moused(8)     
          Manualpage.                                                         
                                                                              
          Wenn Sie eine PS/2-Maus besitzen und diese beim Systemstart         
          aktivieren wollen, fu:gen Sie moused_enable="YES" in /etc/rc.conf   
          ein. Falls Sie den Mausdaemon auf allen virtuellen Bildschirmen     
          anstatt nur auf der Konsole benutzen wollen, tragen Sie ausserdem   
          allscreens_flags="-m on" in /etc/rc.conf ein.                       
                                                                              
          Wa:hrend der Mausdaemon la:uft, muss der Zugriff auf die Maus       
          zwischen dem Mausdaemon und anderen Programmen, wie X Windows,      
          koordiniert werden. Die FAQ Warum funktioniert meine meine Maus     
          unter X nicht? entha:lt weitere Details.                            
   4.4.2. Wie funktioniert das Kopieren und Einfu:gen von Text mit der Maus   
          auf einer Textkonsole?                                              
          Sobald der Mausdaemon ausgefu:hrt, wie in der vorherigen Frage      
          beschrieben, ausgefu:hrt wird, ko:nnen Sie die linke Maustaste      
          benutzen um Text zu kopieren. Dru:cken Sie dann die mittlere        
          Maustaste, um den Text an der Cursorposition einzufu:gen. Mit der   
          rechten Maustaste kann der markierte Bereich "erweitert" werden.    
                                                                              
          Wenn Sie keine 3-Tasten-Maus besitzen, ko:nnen Sie die mittlere     
          Maustaste mit einer Tastenkombination emulieren oder die Funktion   
          der mittleren Taste auf eine andere Taste legen. Einzelheiten dazu  
          entha:lt die Manualpage moused(8).                                  
   4.4.3. Meine Maus hat ein neumodisches Rad und mehr Kno:pfe. Kann ich sie  
          in FreeBSD benutzen?                                                
          Unglu:cklicherweise lautet die Antwort: "Vielleicht". Solche Ma:use 
          mit zusa:tzlichen Extras erfordern in den meisten Fa:llen spezielle 
          Treiber. Wenn der Gera:tetreiber fu:r die Maus oder das             
          Anwendungsprogramm keine spezielle Unterstu:tzung fu:r die Maus     
          bietet, wird sie sich wie eine gewo:hnliche Maus mit zwei oder drei 
          Kno:pfen verhalten.                                                 
                                                                              
          Ob und wie Sie das Rad unter X benutzen ko:nnen, ko:nnen Sie im     
          passenden Abschnitt der FAQ erfahren.                               
   4.4.4. Wie kann ich die Delete-Taste in der sh und csh einsetzen?          
          Fu:r die Bourne Shell fu:gen Sie die folgende Zeile in .shrc ein.   
          Lesen Sie dazu auch die Manualpages sh(1) und editrc(5).            
                                                                              
          bind ^? ed-delete-next-char # for console                           
          bind ^[[3~ ed-delete-next-char # for xterm                          
                                                                              
          Fu:r die C Shell nehmen Sie hingegen die folgende Zeile in .cshrc.  
          Lesen Sie dazu auch die Manualpage csh(1).                          
                                                                              
          bindkey ^? delete-char # for console                                
          bindkey ^[[3~ delete-char # for xterm                               
                                                                              
          Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf dieser Seite.  

4.5. Sonstige Hardware

   4.5.1. Abhilfe fu:r fehlenden Sound bei Verwendung des pcm(4)-Treibers?

   4.5.2. Unterstu:tzt FreeBSD Power-Management auf meinem Laptop?

   4.5.1. Abhilfe fu:r fehlenden Sound bei Verwendung des pcm(4)-Treibers?    
          Einige Soundkarten setzen die Lautsta:rke bei jedem Systemstart auf 
          0. In diesem Fall mu:ssen Sie nach jedem Bootvorgang den folgenden  
          Befehl ausfu:hren:                                                  
                                                                              
          # mixer pcm 100 vol 100 cd 100                                      
   4.5.2. Unterstu:tzt FreeBSD Power-Management auf meinem Laptop?            
          FreeBSD unterstu:tzt die ACPI-Funktionen moderner Hardware. Weitere 
          Informationen dazu finden Sie in acpi(4).                           

                           Kapitel 5. Fehlerbehebung

   5.1. Warum zeigt FreeBSD eine falsche Speichergro:sse auf i386(TM)
   Hardware an?

   5.2. Wieso brechen meine Programme gelegentlich mit Signal 11-Fehlern ab?

   5.3. Mein System stu:rzt mit der Meldung Fatal trap 12: page fault in
   kernel mode oder panic: ab und gibt eine Menge zusa:tzlicher Informationen
   aus. Was kann ich tun?

   5.4. Was bedeutet die Fehlermeldung maxproc limit exceeded by uid %i,
   please see tuning(7) and login.conf(5)?

   5.5. Wieso funktionieren bildschirmorientierte Anwendungen beim Zugriff
   u:ber ein Netzwerk nicht richtig?

   5.6. Wieso dauert es so lange, bis eine Verbindung u:ber ssh oder telnet
   aufgebaut wird?

   5.7. Warum sehe ich in der Ausgabe von dmesg(8) ha:ufig die Meldung file:
   table is full?

   5.8. Warum ist die Uhrzeit auf meinem Rechner immer falsch?

   5.9. Was bedeutet die Meldung swap_pager: indefinite wait buffer:?

   5.10. Was ist ein lock order reversal?

   5.11. Was hat die Fehlermeldung Called ... with the following
   non-sleepable locks held zu bedeuten?

   5.12. Warum bricht buildworld/installworld mit der Meldung touch: not
   found ab?

   5.1.  Warum zeigt FreeBSD eine falsche Speichergro:sse auf i386(TM)        
         Hardware an?                                                         
         Das liegt sehr wahrscheinlich an den Unterschieden zwischen          
         physikalischen und virtuellen Speicheradressen.                      
                                                                              
         Bei moderner PC-Hardware ist es u:blich, den Speicherbereich         
         zwischen 3,5 und 4 Gigabyte fu:r spezielle Aufgaben (normalerweise   
         fu:r PCI) zu reservieren. Dieser Adressbereich wird dabei verwendet, 
         um auf PCI-Hardware zuzugreifen. Dadurch kann in diesem              
         Speicherbereich kein physikalischer Speicher verwaltet werden.       
                                                                              
         Was mit dem in diesen Bereich geho:renden physikalischen Speicher    
         passiert, ha:ngt von der eingesetzten Hardware ab.                   
         Unglu:cklicherweise gibt es noch immer Hardware, die hier gar nichts 
         macht. In diesem Fall ist das System nicht in der Lage, auf diese    
         500 MB des RAMs zuzugreifen.                                         
                                                                              
         Ein Grossteil der Hardware ist aber inzwischen in der Lage, diesen   
         Speicherbereich in einen ho:heren Speicherbereich umzulenken, damit  
         Sie weiterhin darauf zugreifen ko:nnen. Allerdings kann es durch     
         dieses Umlenken zu verwirrenden Meldungen wa:hrend des Systemstarts  
         kommen.                                                              
                                                                              
         Unter 32-Bit-Versionen von FreeBSD scheint dieser Speicherbereich    
         nicht verfu:gbar zu sein, da er in einen Bereich oberhalb von 4      
         Gigabyte u:bertragen wurde, auf den ein 32-Bit-Kernel allerdings     
         nicht zugreifen kann. In diesem Fall mu:ssen Sie die                 
         PAE-Unterstu:tzung in den Kernel kompilieren. Lesen Sie dazu auch    
         die entsprechenden Eintra:ge u:ber Speicherbegrenzungen und          
         unterschiedliche Speicherbegrenzungen auf verschiedenen Plattformen. 
                                                                              
         Verwenden Sie hingegen eine 64-Bit-Version von FreeBSD oder einen    
         32-Bit-Kernel mit aktivierter PAE-Unterstu:tzung, ist FreeBSD in der 
         Lage, diesen Speicherbereich korrekt zu erkennen und umzulenken,     
         damit Sie weiterhin darauf zugreifen ko:nnen. Allerdings wird,       
         aufgrund der beschriebenen Umbelegung, in diesem Fall beim           
         Systemstart mehr Speicher angezeigt, als tatsa:chlich auf dem System 
         vorhanden ist. Dies ist aber normal und wird nach dem Ende des       
         Systemstarts automatisch korrigiert.                                 
   5.2.  Wieso brechen meine Programme gelegentlich mit Signal 11-Fehlern ab? 
         Das Signal 11 wird generiert, wenn ein Prozess versucht, auf         
         Speicher zuzugreifen, obwohl er vom Betriebssystem dazu nicht befugt 
         wurde. Wenn das scheinbar zufa:llig immer wieder passiert, sollten   
         Sie der Sache auf den Grund gehen.                                   
                                                                              
         Das Problem hat in der Regel eine der folgenden Ursachen:            
                                                                              
          1. Wenn das Problem nur in einer bestimmten Anwendung auftritt,     
             dann ist es wahrscheinlich ein Fehler im Quellcode.              
                                                                              
          2. Wenn das Problem in einem Teil von FreeBSD auftritt, ko:nnte es  
             natu:rlich auch ein Fehler sein; aber in den meisten Fa:llen     
             werden diese Probleme gefunden und behoben, bevor die typischen  
             Leser der FAQ diese Teile des Codes benutzen ko:nnen (dafu:r     
             gibt es schliesslich -CURRENT).                                  
                                                                              
         Wenn der Fehler auftritt, wenn Sie ein Programm kompilieren aber     
         dabei immer wieder an anderer Stelle auftritt, dann ist das ein ganz 
         eindeutiger Hinweis, dass das Problem nicht bei FreeBSD liegt.       
                                                                              
         Nehmen wir zum Beispiel an, dass Sie make buildworld ausfu:hren und  
         die Kompilierung von ls.c in ls.o abbricht. Wenn Sie nochmal make    
         buildworld ausfu:hren und die Kompilierung an der gleichen Stelle    
         abbricht, handelt es sich um einen Fehler im Quellcode.              
         Aktualisieren Sie den Code und versuchen Sie es noch einmal. Wenn    
         der Fehler jedoch an einer anderen Stelle auftritt, liegt das        
         Problem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bei der      
         Hardware.                                                            
                                                                              
         Im ersten Fall ko:nnen Sie einen Debugger wie z.B. gdb(1) benutzen,  
         um die Stelle im Programm zu finden, an der auf eine falsche Adresse 
         zugegriffen wird und danach den Fehler beheben.                      
                                                                              
         Im zweiten Fall mu:ssen Sie sicherstellen, dass das Problem nicht    
         von der Hardware verursacht wird.                                    
                                                                              
         Typische Ursachen dafu:r sind:                                       
                                                                              
          1. Es ko:nnte sein, dass die Festplatten zu warm werden:            
             U:berpru:fen Sie, ob die Lu:fter noch funktionieren, damit       
             Festplatten und andere Hardware nicht heisslaufen.               
                                                                              
          2. Der Prozessor u:berhitzt, weil er u:bertaktet wurde oder der     
             CPU-Ku:hler ausgefallen ist. Sie mu:ssen sicherstellen, dass Sie 
             die Hardware unter den Bedingungen betreiben, fu:r die sie       
             spezifiziert ist, zumindest wa:hrend Sie versuchen, das Problem  
             zu lo:sen. Mit anderen Worten: Betreiben Sie Ihre CPU mit der    
             normalen Taktfrequenz.                                           
                                                                              
             Wenn Sie u:bertakten, sollten Sie daran denken, dass ein         
             langsames System deutlich billiger ist als ein defektes System.  
             Zudem hat die Community wenig Mitgefu:hl bei Problemen mit       
             u:bertakteten Systemen.                                          
                                                                              
          3. Unzuverla:ssiger Speicher: Wenn im Rechner mehr als ein          
             SIMM/DIMM installiert ist, sollten Sie sie alle ausbauen und die 
             Maschine testweise mit jedem SIMM oder DIMM einzeln betreiben.   
             So ko:nnen Sie feststellen, ob die Ursache ein einzelnes         
             SIMM/DIMM oder auch eine Kombination von Modulen ist.            
                                                                              
          4. Zu optimistische Einstellung des Mainboards: In den              
             Einstellungen des BIOS und mit den Jumpern auf dem Mainboard     
             ko:nnen Sie diverse Timings a:ndern. In den meisten Fa:llen      
             reichen die Voreinstellungen aus, aber manchmal kann es durch zu 
             wenig "wait states", die Einstellung "RAM Speed: Turbo" oder     
             a:hnliches zu merkwu:rdigen Problemen kommen. Ein mo:glicher     
             Ansatz ist, die Voreinstellungen des BIOS zu laden. Hierbei ist  
             es sinnvoll, vorher die aktuellen Einstellungen zu notieren      
                                                                              
          5. Schlechte oder fehlerhafte Stromversorgung des Mainboards: Wenn  
             Sie unbenutzte Steckkarten, Platten oder CD-ROMs in Ihrem System 
             haben, sollten Sie sie testweise ausbauen oder die               
             Stromversorgung abziehen. Dadurch ko:nnen Sie pru:fen, ob das    
             Netzteil eventuell mit einer geringeren Last besser              
             zurechtkommt. Sie ko:nnen auch testweise ein anderes, am besten  
             ein leistungsfa:higeres, Netzteil ausprobieren. Wenn Sie zurzeit 
             ein 250 W-Netzteil benutzen, sollten Sie testweise ein 300       
             W-Netzteil einbauen.                                             
                                                                              
         Lesen Sie den Abschnitt Signal 11 fu:r weitere Erkla:rungen. Es      
         existiert eine ausfu:hrliche FAQ hierzu unter the SIG11 problem FAQ. 
                                                                              
         Wenn alle diese Schritte nicht helfen, ist es mo:glich, dass Sie     
         einen Fehler in FreeBSD gefunden haben. Folgen Sie einfach diesen    
         Anweisungen fu:r die Erstellung eines Problem Reports.               
   5.3.  Mein System stu:rzt mit der Meldung Fatal trap 12: page fault in     
         kernel mode oder panic: ab und gibt eine Menge zusa:tzlicher         
         Informationen aus. Was kann ich tun?                                 
         Die Entwickler von FreeBSD interessieren sich fu:r solchen           
         Meldungen, allerdings brauchen Sie deutlich mehr Informationen als   
         nur die Fehlermeldung. Kopieren Sie die kompletten Meldungen und     
         lesen Sie anschliessend den FAQ-Abschnitt u:ber kernel panics.       
         Erzeugen sie einen Kernel mit den zusa:tzlichen Daten zur            
         Fehlersuche, und dann einen Backtrace. Das ho:rt sich komplizierter  
         an, als es ist. Sie brauchen keine Programmier-Erfahrung, Sie        
         mu:ssen einfach nur den Anweisungen folgen.                          
   5.4.  Was bedeutet die Fehlermeldung maxproc limit exceeded by uid %i,     
         please see tuning(7) and login.conf(5)?                              
         Der FreeBSD-Kernel beschra:nkt die Anzahl der gleichzeitig laufenden 
         Prozesse. Die Anzahl errechnet sich aus dem Wert der kern.maxusers   
         sysctl(8)-Variable. Auch andere Einstellungen wie die Anzahl der     
         Puffer fu:r Netzwerkoperationen werden durch kern.maxusers           
         beeinflusst. Wenn das System stark belastet ist, sollten Sie den     
         Wert von kern.maxusers erho:hen. Dadurch werden diverse              
         Einstellungen des Systems angepasst und die maximale Anzahl          
         gleichzeitig laufender Prozesse erho:ht.                             
                                                                              
         Um den Wert von kern.maxusers anzupassen, folgen Sie den Anweisungen 
         im Abschnitt Datei und Prozess Limits des Handbuchs. Dieser          
         Abschnitt spricht zwar nur von Dateien, fu:r Prozesse gelten aber    
         die gleichen Beschra:nkungen.                                        
                                                                              
         Wenn das System nicht besonders stark ausgelastet ist und Sie        
         einfach nur mehr gleichzeitig laufende Prozesse erlauben wollen,     
         ko:nnen Sie den Wert der Variable kern.maxproc in /boot/loader.conf  
         anpassen. Um die A:nderung zu aktivieren, mu:ssen Sie das System neu 
         starten. Wollen Sie das System zusa:tzlich optimieren, sollten Sie   
         loader.conf(5) lesen. Wenn diese Prozesse von einem einzigen         
         Benutzer ausgefu:hrt werden, mu:ssen Sie den Wert von                
         kern.maxprocperuid ebenfalls erho:hen. Dieser Wert muss immer        
         mindestens um eins geringer sein als der Wert von kern.maxproc, weil 
         ein Systemprogramm, init(8), immer ausgefu:hrt werden muss.          
   5.5.  Wieso funktionieren bildschirmorientierte Anwendungen beim Zugriff   
         u:ber ein Netzwerk nicht richtig?                                    
         Die entfernte Maschine scheint den Terminaltyp auf etwas anderes als 
         den Typ xterm, der von FreeBSD verlangt wird, zu setzen. Vielleicht  
         hat aber auch der Kernel falsche Werte fu:r die Breite und Ho:he des 
         Terminals.                                                           
                                                                              
         U:berpru:fen Sie, ob der Wert der TERM-Umgebungsvariable xterm ist.  
         Wenn das entfernte Gera:t dies nicht unterstu:tzt, versuchen Sie     
         vt100.                                                               
                                                                              
         Fu:hren Sie stty -a aus, um zu u:berpru:fen, was der Kernel fu:r     
         Terminalaussmasse eingestellt hat. Wenn diese Werte falsch sind,     
         ko:nnen sie mit stty rows RR cols CC gea:ndert werden.               
                                                                              
         Falls x11/xterm installiert ist, ko:nnen Sie alternativ auch resize  
         ausfu:hren, um die richtigen Einstellungen fu:r das Terminal zu      
         setzen.                                                              
   5.6.  Wieso dauert es so lange, bis eine Verbindung u:ber ssh oder telnet  
         aufgebaut wird?                                                      
         Das Symptom: Nach dem Aufbau des TCP-Verbindung vergeht einige Zeit, 
         bis endlich die Abfrage des Passwortes (bzw. der Login-Prompt bei    
         telnet(1)) erscheint.                                                
                                                                              
         Das Problem: In den meisten Fa:llen versucht der Server die          
         IP-Adresse des Clients in einen Rechnernamen zu u:bersetzen. Viele   
         Server, darunter die Telnet und SSH-Server von FreeBSD, machen das,  
         um den Hostnamen in eine Protokolldatei zu schreiben.                
                                                                              
         Die Lo:sung: wenn das Problem bei jedem Server auftritt, den Sie von 
         dem Computer (dem Client) ansprechen, dann wird das Problem vom      
         Client verursacht. Wenn das Problem aber nur auftritt, wenn jemand   
         den Rechner (den Server) anspricht, dann liegt die Ursache beim      
         Server.                                                              
                                                                              
         Wenn das Problem vom Client verursacht wird, mu:ssen Sie die         
         Eintra:ge im DNS korrigieren, damit der Server die IP-Adresse        
         u:bersetzen kann. Wenn das Problem im lokalen Netzwerk auftritt,     
         sollten Sie es als Problem des Servers behandeln und weiterlesen;    
         wenn es allerdings im Internet auftritt, sollten Sie Ihren ISP       
         kontaktieren.                                                        
                                                                              
         Wenn das Problem vom Server im lokalen Netzwerk verursacht wird,     
         dann mu:ssen Sie den Server so konfigurieren, dass er die lokal      
         genutzten IP-Adressen in Rechnernamen u:bersetzen kann. Weitere      
         Informationen finden Sie in hosts(5) und named(8). Wenn dieses       
         Problem im Internet auftritt, ko:nnte die Ursache auch darin liegen, 
         dass die Namensauflo:sung auf dem Server nicht funktioniert.         
         Versuchen Sie, einen anderen Hostnamen wie z.B. www.yahoo.com        
         aufzulo:sen. Wenn das nicht funktioniert, ist das System nicht       
         richtig konfiguriert.                                                
                                                                              
         Haben Sie FreeBSD gerade erst installiert, kann es auch sein, dass   
         die Doma:nen- und Nameserverinformationen noch nicht in              
         /etc/resolv.conf vorhanden sind. Dadurch kommt es ha:ufig zu         
         Verzo:gerungen beim Einsatz von SSH, weil die Option UseDNS in       
         /etc/ssh/sshd_config in der Voreinstellung auf yes gesetzt ist. Wenn 
         dies der Fall, mu:ssen Sie entweder die fehlenden Informationen in   
         /etc/resolv.conf eintragen oder als tempora:re Massnahme UseDNS auf  
         no setzen.                                                           
   5.7.  Warum sehe ich in der Ausgabe von dmesg(8) ha:ufig die Meldung file: 
         table is full?                                                       
         Diese Fehlermeldung besagt, dass die zur Verfu:gung stehenden        
         Datei-Deskriptoren des Systems aufgebraucht sind. Was das genau      
         bedeutet und wie Sie dieses Problem lo:sen ko:nnen, steht im         
         Abschnitt kern.maxfiles im Kapitel Einstellungen von Kernel Limits   
         des Handbuchs.                                                       
   5.8.  Warum ist die Uhrzeit auf meinem Rechner immer falsch?               
         Der Rechner verfu:gt u:ber mehr als eine Uhr und FreeBSD benutzt     
         leider die falsche.                                                  
                                                                              
         Starten Sie dmesg(8) und achten Sie auf die Zeilen, in denen das     
         Wort Timecounter vorkommt. Die von FreeBSD benutzte Uhr findet sich  
         in der Zeile mit dem ho:chsten quality-Wert.                         
                                                                              
         # dmesg | grep Timecounter                                           
         Timecounter "i8254" frequency 1193182 Hz quality 0                   
         Timecounter "ACPI-fast" frequency 3579545 Hz quality 1000            
         Timecounter "TSC" frequency 2998570050 Hz quality 800                
         Timecounters tick every 1.000 msec                                   
                                                                              
         Sie ko:nnen das u:berpru:fen, indem Sie den Wert der                 
         sysctl(3)-Variablen kern.timecounter.hardware abfragen.              
                                                                              
         # sysctl kern.timecounter.hardware                                   
         kern.timecounter.hardware: ACPI-fast                                 
                                                                              
         Es kann sich um einen defekten ACPI-Timer handeln. Die einfachste    
         Lo:sung besteht darin, den ACPI-Timer in /boot/loader.conf zu        
         deaktivieren:                                                        
                                                                              
         debug.acpi.disabled="timer"                                          
                                                                              
         Es ist aber auch durchaus mo:glich, dass das BIOS die TSC-Uhr        
         a:ndert, um beispielsweise den CPU-Takt zu wa:hrend des              
         Batteriebetrieb zu a:ndern, oder im Stromsparmodus; leider bemerkt   
         FreeBSD diese A:nderungen nicht und daher scheint die Uhr falsch zu  
         gehen.                                                               
                                                                              
         In diesem Beispiel ist die Uhr i8254 ebenfalls verfu:gbar; um sie    
         auszuwa:hlen, muss ihr Name in die sysctl(3)-Variable                
         kern.timecounter.hardware geschrieben werden.                        
                                                                              
         # sysctl kern.timecounter.hardware=i8254                             
         kern.timecounter.hardware: TSC -> i8254                              
                                                                              
         Die Uhrzeit des Rechners sollte nun genauer funktionieren.           
                                                                              
         Damit diese A:nderung automatisch beim Start des Systems             
         durchgefu:hrt wird, mu:ssen Sie die folgende Zeile in                
         /etc/sysctl.conf eintragen:                                          
                                                                              
         kern.timecounter.hardware=i8254                                      
   5.9.  Was bedeutet die Meldung swap_pager: indefinite wait buffer:?        
         Ein Prozess wollte Speicher auf der Platte auslagern, und dieser     
         Vorgang konnte nicht innerhalb von 20 Sekunden durchgefu:hrt werden. 
         Mo:gliche Gru:nde sind defekte Blo:cke auf der Platte, falsche oder  
         fehlerhafte Verkabelung sowie Probleme mit anderen Komponenten, die  
         am Zugriff auf die Festplatte beteiligt sind. Wenn die Festplatte    
         selbst fehlerhaft ist, sollten Sie entsprechende Meldungen in        
         /var/log/messages und der Ausgabe von dmesg finden. Andernfalls      
         sollten Sie die Kabel und Verbindungen u:berpru:fen.                 
   5.10. Was ist ein lock order reversal?                                     
         Der FreeBSD-Kernel benutzt eine Reihe von Ressource-Locks, um den    
         Zugriff auf Ressourcen zu regeln. Wenn verschiedene Kernel-Threads   
         versuchen mehrere Ressource-Locks zu bekommen, besteht immer die     
         Gefahr eines Deadlocks. Hierbei haben zwei Threads einen der         
         Resource-Locks erhalten und blockieren sich nun gegenseitig, weil    
         sie darauf warten, dass der jeweils andere Thread den Resource-Lock  
         wieder freigibt. Diese Art von Locking-Problem kann vermieden        
         werden, indem alle Threads die Locks in der gleichen Reihenfolge     
         erhalten.                                                            
                                                                              
         In FreeBSD-CURRENT (nicht in STABLE- oder RELEASE-Zweigen) befindet  
         sich das Diagnose-System witness(4), das potentielle Deadlocks in    
         verschiedenen Teilen des Kernels zur Laufzeit erkennt. Das           
         witness(4)-System versucht die Probleme zu erkennen und gibt die     
         Meldung lock order reversal (auch bekannt als LOR) auf der Konsole   
         aus.                                                                 
                                                                              
         Weil witness(4) sehr konservativ vorgeht, ist es ist mo:glich, ein   
         False Positive (Fehlalarm) zu erhalten. Eine Meldung bedeutet nicht  
         zwangsla:ufig, dass das System einen Deadlock hat; Stattdessen       
         sollte es als Warnung verstanden werden, dass hier ein Deadlock      
         passiert sein ko:nnte.                                               
                                                                              
           Anmerkung:                                                         
                                                                              
         Problematische LORs werden schnell behoben. Pru:fen Sie daher        
         FreeBSD-CURRENT mailing list bevor Sie diese Mailingliste            
         kontaktieren.                                                        
   5.11. Was hat die Fehlermeldung Called ... with the following              
         non-sleepable locks held zu bedeuten?                                
         Diese Meldung erscheint, wenn eine Funktion, die sich im Ruhemodus   
         befindet, aufgerufen wird, wa:hrend ein Mutex oder eine andere       
         (nicht in den Ruhemodus versetzbare) Sperre aktiv war.               
                                                                              
         Der Grund dafu:r ist, dass ein Mutex nicht fu:r la:ngere Zeitspannen 
         aktiv sein soll, sondern nur fu:r die Synchronisation von            
         Gera:tetreibern mit dem Rest des Kernels wa:hrend eines Interrupts.  
         Unter FreeBSD du:rfen Interrupts nicht in den Ruhemodus versetzt     
         werden. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass wa:hrend des 
         Bestehens eines Mutex kein Kernelsubsystem fu:r einen la:ngeren      
         Zeitraum blockiert ist.                                              
                                                                              
         Um solche Fehler abzufangen, ko:nnen Sicherungen (Assertions) in den 
         Kernel eingebaut werden, die danach mit dem witness(4)-Subsystem     
         interagieren. Dadurch wird (in Abha:ngigkeit der                     
         Systemkonfiguration) eine Warnung oder eine Fehlermeldung            
         ausgegeben, falls der Aufruf einer Funktion wa:hrend des Bestehens   
         eines Mutex zu einer Blockierung fu:hren kann.                       
                                                                              
         Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Warnungen in der Regel    
         zwar nicht bedrohlich sind. Unter bestimmten Umsta:nden kann es aber 
         dennoch zu unerwu:nschten Nebenwirkungen, angefangen von einer       
         Erho:hung der Reaktionszeit bis hin zu einem kompletten Einfrieren   
         des Systems kommen.                                                  
                                                                              
         Weitere Informationen zum Locking unter FreeBSD finden Sie in        
         locking(9).                                                          
   5.12. Warum bricht buildworld/installworld mit der Meldung touch: not      
         found ab?                                                            
         Dieser Fehler bedeutet nicht, dass touch(1) nicht auf dem System     
         vorhanden ist. Vielmehr sind Dateien die Ursache, deren              
         Erzeugungsdatum in der Zukunft liegt. Wenn die CMOS-Uhr auf die      
         lokale Zeit eingestellt ist, mu:ssen Sie adjkerntz -i verwenden, um  
         die Kerneluhr anzupassen, wenn Sie in den Single-User-Modus booten.  

                             Kapitel 6. Anwendungen

   6.1. Wo finde ich die ganzen Anwendungen?

   6.2. Wie lade ich die Ports-Sammlung herunter? Soll ich dafu:r SVN
   benutzen?

   6.3. Unterstu:tzt FreeBSD Java(TM)?

   6.4. Warum kann ich manche Ports auf meiner 9.X oder 10.X-STABLE-Maschine
   nicht erstellen?

   6.5. Ich habe gerade versucht, INDEX mit make index zu bauen, und es hat
   nicht geklappt. Woran liegt das?

   6.6. Ich habe die Quellen aktualisiert, wie aktualisiere ich jetzt die
   installierten Ports?

   6.7. Muss ich nach der Aktualisierung einer FreeBSD-Hauptversion jedes Mal
   alle Ports neu erstellen?

   6.8. Muss ich nach der Aktualisierung einer FreeBSD-Unterversion jedes Mal
   alle Ports neu erstellen?

   6.9. Warum ist /bin/sh so spartanisch? Warum benutzt FreeBSD nicht die
   bash oder eine andere Shell?

   6.10. Wie erzeuge ich Audio-CDs aus MIDI-Dateien?

   6.1.  Wo finde ich die ganzen Anwendungen?                                 
         Informationen zu auf FreeBSD portierten Anwendungen finden Sie auf   
         der Ports-Seite. Die Liste entha:lt circa 24.000 Pakete und es       
         werden sta:ndig mehr. Sie sollten diese Liste daher im Auge          
         behalten, oder die FreeBSD announcements Mailingliste abonnieren und 
         regelma:ssig auf neue Eintra:ge pru:fen.                             
                                                                              
         Die meisten Ports sollten auf allen unterstu:tzten FreeBSD Versionen 
         lauffa:hig sein. Nicht funktionierende Ports sind als solche         
         gekennzeichnet. Jedes mal, wenn ein FreeBSD Release erstellt wird,   
         wird ein Snapshot der Ports-Sammlung in ports/ mitgeliefert.         
                                                                              
         FreeBSD unterstu:tzt fu:r die Installation komprimierte Bina:rpakete 
         und Ports. Benutzen Sie pkg(7) um die Installation von Paketen zu    
         steuern.                                                             
   6.2.  Wie lade ich die Ports-Sammlung herunter? Soll ich dafu:r SVN        
         benutzen?                                                            
         Die folgenden Methoden ko:nnen verwendet werden:                     
                                                                              
           * In den meisten Situationen sollten Sie portsnap benutzen. Der    
             Abschnitt Benutzen der Ports-Sammlung beschreibt die Verwendung  
             dieses Werkzeugs.                                                
                                                                              
           * Verwenden Sie SVN, wenn Sie bestimmte Patches fu:r den Portsbaum 
             beno:tigen. Lesen Sie Benutzen von Subversion fu:r weitere       
             Informationen.                                                   
   6.3.  Unterstu:tzt FreeBSD Java(TM)?                                       
         Ja. Lesen Sie http://www.FreeBSD.org/java/ fu:r weitere              
         Informationen.                                                       
   6.4.  Warum kann ich manche Ports auf meiner 9.X oder 10.X-STABLE-Maschine 
         nicht erstellen?                                                     
         Wenn Sie eine FreeBSD-Version benutzen, die deutlich a:lter als das  
         aktuelle -CURRENT oder -STABLE ist, ko:nnte es sein, dass Sie        
         zuna:chst die Ports-Sammlung aktualisieren mu:ssen. Lesen Sie dazu   
         Benutzen der Ports-Sammlung. Ist die Ports-Sammlung aktuell, ko:nnte 
         es sein, dass jemand eine A:nderung am Port durchgefu:hrt hat, die   
         fu:r -CURRENT funktioniert, den Port fu:r -STABLE aber unbrauchbar   
         gemacht hat. Bitte senden Sie einen Fehlerbericht. Von der           
         Ports-Sammlung wird na:mlich erwartet, dass sie sowohl auf -CURRENT  
         als auch auf -STABLE funktioniert.                                   
   6.5.  Ich habe gerade versucht, INDEX mit make index zu bauen, und es hat  
         nicht geklappt. Woran liegt das?                                     
         Stellen Sie zuerst sicher, dass die Ports-Sammlung aktuell ist.      
         Fehler, die einen Bau von INDEX aus einer aktuellen Ports-Sammlung   
         verhindern, sind sofort sichtbar und werden daher fast immer         
         umgehend behoben.                                                    
                                                                              
         Es gibt seltene Fa:lle, in denen INDEX nicht gebaut werden kann,     
         wenn bestimmte WITH_* oder WITHOUT_* Variablen in make.conf gesetzt  
         sind. Wenn Sie dieses Problem haben, sollten Sie diese               
         make-Variablen deaktivieren und INDEX erneut bauen, bevor Sie das    
         Problem an die FreeBSD Ports Mailingliste melden.                    
   6.6.  Ich habe die Quellen aktualisiert, wie aktualisiere ich jetzt die    
         installierten Ports?                                                 
         FreeBSD entha:lt zwar kein Programm, das die installierten Ports     
         aktualisiert, allerdings existieren diverse Programme, die diesen    
         Prozess etwas vereinfachen. Weiterhin ko:nnen Sie zusa:tzliche       
         Programme installieren, die Sie dabei unterstu:tzen. Lesen Sie das   
         Kapitel Benutzen der Ports-Sammlung im FreeBSD Handbuch.             
   6.7.  Muss ich nach der Aktualisierung einer FreeBSD-Hauptversion jedes    
         Mal alle Ports neu erstellen?                                        
         Ja! Obwohl ein aktuelles System mit Software fu:r eine a:ltere       
         Version funktionieren wird, werden Sie mit zufa:lligen Abstu:rzen    
         und nicht funktionierenden Ports zuru:ckbleiben, sobald Sie          
         anfangen, andere Ports zu installieren oder diejenigen, die Sie      
         bereits haben, aktualisieren mo:chten.                               
                                                                              
         Wenn das System aktualisiert wird, werden verschiedene               
         Shared-Libraries, ladbare Module und andere Systembestandteile durch 
         neuere Versionen ersetzt. Anwendungen, die gegen die a:lteren        
         Versionen gelinkt sind, werden nicht starten oder in anderen Fa:llen 
         nicht korrekt funktionieren.                                         
                                                                              
         Fu:r weitere Informationen lesen Sie den Abschnitt FreeBSD-Update im 
         FreeBSD Handbuch.                                                    
   6.8.  Muss ich nach der Aktualisierung einer FreeBSD-Unterversion jedes    
         Mal alle Ports neu erstellen?                                        
         Generell nicht. Die FreeBSD-Entwickler tun ihr mo:glichstes, um die  
         Bina:rkompatibilita:t u:ber alle Vero:ffentlichungen mit der         
         gleichen Hauptversionsnummer zu garantieren. Ausnahmen werden in den 
         Release Notes dokumentiert und die darin enthaltenen Hinweise        
         sollten befolgt werden.                                              
   6.9.  Warum ist /bin/sh so spartanisch? Warum benutzt FreeBSD nicht die    
         bash oder eine andere Shell?                                         
         Viele Leute mu:ssen Shell-Programme schreiben, die auf vielen        
         verschiedenen Systemen nutzbar sein mu:ssen. Aus diesem Grund        
         entha:lt der POSIX(R)-Standard eine sehr detaillierte Definition der 
         Shell und der Hilfsprogramme. Die meisten Programme werden fu:r die  
         Bourne Shell (sh(1)) geschrieben; ausserdem nutzen mehrere wichtige  
         Schnittstellen (make(1), system(3), popen(3) und ho:here             
         Programmiersprachen wie Perl und Tcl) die Bourne Shell, um Befehle   
         auszufu:hren. Da die Bourne Shell an so vielen Stellen und so        
         ha:ufig genutzt wird, muss sie die folgenden Anforderungen           
         erfu:llen: Schneller Start, ein klar definiertes Verhalten und ein   
         geringer Speicherverbrauch.                                          
                                                                              
         Wir haben bei der vorliegenden Implementierung versucht, mo:glichst  
         viele dieser Anforderungen zu erfu:llen. Um /bin/sh nicht zu gross   
         werden zu lassen, haben wir viele der Annehmlichkeiten der anderen   
         Shells weggelassen. Aus diesem Grund gibt stehen die luxurio:seren   
         Shells wie bash, scsh, tcsh(1) und zsh zur Verfu:gung. Vergleichen   
         Sie den Speicherverbrauch der verschiedenen Shells, indem Sie ps -u  
         aufrufen und sich die Angaben in den Spalten "VSZ" und "RSS"         
         ansehen.                                                             
   6.10. Wie erzeuge ich Audio-CDs aus MIDI-Dateien?                          
         Installieren Sie zuerst den Port audio/timidity++. Danach mu:ssen    
         Sie manuell die GUS-Patche von Eric A. Welsh von                     
         http://alleg.sourceforge.net/digmid.html. installieren. Wenn         
         TiMidity++ richtig installiert wurde, ko:nnen Sie mit dem folgenden  
         Kommando MIDI-Dateien in das WAV-Format konvertieren:                
                                                                              
         % timidity -Ow -s 44100 -o /tmp/juke/01.wav 01.mid                   
                                                                              
         Die WAV-Dateien ko:nnen dann in andere Formate konvertiert werden    
         oder (wie im FreeBSD Handbuch. beschrieben) auf Audio-CDs gebrannt   
         werden.                                                              

                         Kapitel 7. Kernelkonfiguration

   7.1. Ich mo:chte meinen Kernel anpassen. Ist das schwierig?

   7.2. Warum ist mein Kernel so gross?

   7.3. Wieso kann ich nicht einmal den Standard-Kernel (GENERIC) bauen?

   7.4. Wie kann ich pru:fen, welchen Scheduler das System benutzt?

   7.5. Was bedeutet kern.sched.quantum?

   7.1. Ich mo:chte meinen Kernel anpassen. Ist das schwierig?                
        U:berhaupt nicht! Lesen Sie den Abschnitt zur Kernelkonfiguration im  
        Handbuch.                                                             
                                                                              
          Anmerkung:                                                          
                                                                              
        Der neue kernel wird zusammen mit seinen Modulen im Verzeichnis       
        /boot/kernel installiert werden. Der alte Kernel und dessen Module    
        wird in das Verzeichnis /boot/kernel.old verschoben, damit Sie, wenn  
        Sie einen Fehler in Ihrer Konfiguration haben, die vorherige Version  
        des Kernels starten ko:nnen.                                          
   7.2. Warum ist mein Kernel so gross?                                       
        FreeBSDs GENERIC-Kernels werden im Debug-Modus erstellt. Ein          
        Debug-Kernel entha:lt viele zusa:tzliche Informationen fu:r die       
        Fehlersuche. In FreeBSD 11.0 und neueren Versionen werden diese       
        Debug-Dateien in /usr/lib/debug/boot/kernel gespeichert. A:ltere      
        Versionen von FreeBSD speichern diese Dateien im selben Verzeichnis   
        wie den Kernel, /boot/kernel. Bitte beachten Sie, dass die Verwendung 
        eines Debug-Kernels die Performance des Systems nicht oder nur        
        minimal reduziert; ausserdem ist es fu:r den Fall einer system panic  
        sehr praktisch, einen Debug-Kernel zur Hand zu haben.                 
                                                                              
        Wenn Ihnen allerdings der Plattenplatz ausgeht, gibt es verschiedene  
        Mo:glichkeiten die Gro:sse von /boot/kernel/ und /usr/lib/debug/ zu   
        reduzieren.                                                           
                                                                              
        Um die Kernel-Symbole nicht zu installieren, nehmen Sie folgende      
        Zeile in /etc/src.conf auf:                                           
                                                                              
        WITHOUT_KERNEL_SYMBOLS=yes                                            
                                                                              
        Weitere Informationen finden Sie in src.conf(5).                      
                                                                              
        Wenn Sie u:berhaupt keine Debug-Dateien erzeugen mo:chten, mu:ssen    
        Sie folgendes sicherstellen:                                          
                                                                              
          * Die folgende Zeile darf nicht in der Kernelkonfigurationsdatei    
            enthalten sein:                                                   
                                                                              
         makeoptions DEBUG=-g                                                 
                                                                              
          * Rufen Sie nicht config(8) mit -g auf.                             
                                                                              
        Jede der oben genannten Einstellungen bewirkt, dass der Kernel im     
        Debug-Modus erstellt wird.                                            
                                                                              
        Um nur die angegebenen Module zu erstellen und zu installieren,       
        nehmen Sie diese in /etc/make.conf auf:                               
                                                                              
        MODULES_OVERRIDE= accf_http ipfw                                      
                                                                              
        Ersetzen Sie accf_httpd ipfw durch die gewu:nschten Module. Nur       
        aufgelistete Module werden gebaut. Dies reduziert die Gro:sse des     
        Kernel-Verzeichnisses sowie die beno:tigte Zeit, um den Kernel zu     
        u:bersetzen.                                                          
                                                                              
        Um die Gro:sse des Kernels weiter zu reduzieren, ko:nnen nicht        
        beno:tigte Gera:te aus dem Kernel entfernt werden. F: 7.1 entha:lt    
        weitere Informationen.                                                
                                                                              
        Um eine dieser Optionen in Kraft zu setzen, folgen Sie den            
        Anweisungen zum Erstellen und Installieren eines neuen Kernels.       
                                                                              
        Der FreeBSD 11 amd64 Kernel (/boot/kernel/kernel) ist circa 25 MB     
        gross.                                                                
   7.3. Wieso kann ich nicht einmal den Standard-Kernel (GENERIC) bauen?      
        Es gibt eine Reihe von mo:glichen Ursachen fu:r dieses Problem:       
                                                                              
          * Der Quellbaum unterscheidet sich von dem, der verwendet wird, um  
            das aktuell laufende System zu erstellen. Wenn Sie ein Upgrade    
            durchfu:hren, lesen Sie /usr/src/UPDATING und achten Sie          
            besonders auf den Abschnitt "COMMON ITEMS" am Ende.               
                                                                              
          * Beim Kommando make buildworld sind Fehler aufgetreten. Um seine   
            Arbeit erledigen zu ko:nnen, beno:tigt make buildkernel Dateien,  
            die von make buildworld erzeugt werden.                           
                                                                              
          * Auch wenn Sie FreeBSD-STABLE verwenden, ist es durchaus mo:glich, 
            dass Sie die Quellen genau zum falschen Zeitpunkt aktualisiert    
            haben: Wa:hrend Sie gerade modifiziert wurden oder kurzzeitig     
            fehlerhaft waren. Eine Garantie, dass Sie die Quellen u:bersetzen 
            ko:nnen, gibt es nur fu:r die Releases, bei FreeBSD-STABLE ist    
            das nicht immer so. Versuchen Sie, die Quellen nochmals zu        
            aktualisieren. Es ist denkbar, dass der von Ihnen genutzte Server 
            zurzeit Probleme hat, benutzen Sie daher auch einmal einen        
            anderen Server.                                                   
   7.4. Wie kann ich pru:fen, welchen Scheduler das System benutzt?           
        Der Name des aktuell verwendeten Schedulers steht in der              
        sysctl-Variablen kern.sched.name:                                     
                                                                              
        % sysctl kern.sched.name                                              
        kern.sched.name: ULE                                                  
   7.5. Was bedeutet kern.sched.quantum?                                      
        kern.sched.quantum ist die maximale Anzahl Ticks, die ein Prozess im  
        4BSD-Scheduler ununterbrochen laufen kann.                            

              Kapitel 8. Festplatten, Dateisysteme und Boot Loader

   8.1. Wie kann ich meine neue Festplatte in mein FreeBSD-System einbinden?

   8.2. Wie verschiebe ich mein System auf meine neue, grosse Platte?

   8.3. Auf welchen Partitionen kann ich gefahrlos Soft Updates einsetzen?
   Ich habe geho:rt, dass der Einsatz von Soft Updates auf / Probleme
   verursachen kann. Was ist mit Journaled Soft Updates?

   8.4. Kann ich andere fremde Dateisysteme unter FreeBSD mounten?

   8.5. Wie mounte ich eine erweiterte DOS-Partition?

   8.6. Gibt es ein verschlu:sselndes Dateisystem fu:r FreeBSD?

   8.7. Wie boote ich FreeBSD und Linux(R) mit GRUB?

   8.8. Wie boote ich FreeBSD und Linux(R) mit BootEasy?

   8.9. Wie kann ich das ??? des Boot-Managers durch etwas Sinnvolles
   ersetzen?

   8.10. Wie verwende ich einen neuen Wechseldatentra:ger?

   8.11. Wieso erhalte ich die Meldung Incorrect super block beim Mounten
   einer CD?

   8.12. Wieso erhalte ich die Meldung Device not configured, wenn ich eine
   CD mounte?

   8.13. Wieso werden alle Sonderzeichen in den Dateinamen auf meinen CDs
   durch "?" ersetzt, wenn ich die CD unter FreeBSD benutze?

   8.14. Ich habe eine CD mit FreeBSD gebrannt und kann sie nicht mit anderen
   Betriebssystemen lesen. Warum?

   8.15. Wie kann ich ein Image einer Daten-CD erzeugen?

   8.16. Wieso kommt mount nicht mit einer Audio-CD zurecht?

   8.17. Wie mounte ich eine Multi-Session CD?

   8.18. Wie lasse ich normale Benutzer Disketten, CD-ROMs und andere
   Wechseldatentra:ger mounten?

   8.19. Wieso geben die Befehle du und df unterschiedliche Werte fu:r den
   freien Plattenplatz aus?

   8.20. Wie kann ich den Swap-Bereich vergro:ssern?

   8.21. Warum ist meine Festplatte unter FreeBSD kleiner, als sie laut
   Hersteller sein soll?

   8.22. Warum kann eine Partition zu mehr als 100% gefu:llt sein?

   8.23. Warum pausiert FreeBSD beim Booten so lange, wenn das System grosse
   Mengen RAM hat?

   8.1.  Wie kann ich meine neue Festplatte in mein FreeBSD-System einbinden? 
         Lesen Sie den Abschnitt Hinzufu:gen von Laufwerken im Handbuch.      
   8.2.  Wie verschiebe ich mein System auf meine neue, grosse Platte?        
         Die beste Methode ist, das Betriebssystem auf der neuen Platte zu    
         installieren und danach die Daten zu verschieben. Diese Methode ist  
         sehr empfehlenswert, wenn Sie -STABLE u:ber ein Release hinaus       
         genutzt haben oder ein Release aktualisiert haben. Sie ko:nnen       
         boot0cfg(8) auf beiden Platten installieren und die beiden Versionen 
         so lange parallel betreiben, bis Ihnen die neue Konfiguration        
         gefa:llt. Wenn Sie dies tun wollen, ko:nnen Sie im u:berna:chsten    
         Absatz erfahren, wie sie Ihre Daten verschieben ko:nnen.             
                                                                              
         Alternativ ko:nnen Sie die neue Platte entweder mit sade(8) oder     
         gpart(8) partitionieren und labeln. Wenn die Festplatten mit MBR     
         formatiert sind, kann booteasy auf beiden Festplatten mit            
         boot0cfg(8) installiert werden, damit der Rechner nach dem Kopieren  
         das alte oder neue System booten kann.                               
                                                                              
         Sobald die neue Festplatte eingerichtet ist, ko:nnen die Daten nicht 
         einfach kopiert werden. Verwenden Sie stattdessen Werkzeuge, die     
         Gera:tedateien und Dateiattribute verstehen, z. B. dump(8). Obwohl   
         empfohlen wird, die Daten im Einzelbenutzermodus zu verschieben, ist 
         dies nicht zwingend erforderlich.                                    
                                                                              
         Wenn die Festplatten mit UFS formatiert sind, verwenden Sie          
         ausschliesslich dump(8) und restore(8), um das Root-Dateisystem zu   
         verschieben. Diese Befehle sollten auch beim Verschieben einer       
         einzelnen Partition in eine andere, leere Partition verwendet        
         werden. Um die Daten einer UFS-Partition auf eine andere Partition   
         zu verschieben, mu:ssen Sie die folgenden Schritte ausfu:hren:       
                                                                              
          1. Richten Sie in der neuen Partition mit newfs ein Dateisystem     
             ein.                                                             
                                                                              
          2. mounten Sie die Partition tempora:r an einer geeigneten Stelle.  
                                                                              
          3. Wechseln Sie mit cd in dieses Verzeichnis.                       
                                                                              
          4. Lesen Sie die alte Partition mit dump aus und lenken Sie die     
             Ausgabe auf die neue Partition um.                               
                                                                              
         Wenn Sie zum Beispiel das Root-Dateisystem auf /dev/ad1s1a           
         verschieben wollen und diese derzeit auf /mnt gemountet ist, geben   
         Sie folgendes ein:                                                   
                                                                              
         # newfs /dev/ada1s1a                                                 
         # mount /dev/ada1s1a /mnt                                            
         # cd /mnt                                                            
         # dump 0af - / | restore rf -                                        
                                                                              
         Wenn Sie Partitionen mit dump umorganisieren wollen, bedeutet dies   
         etwas mehr Arbeit. Wenn Sie eine Partition wie /var in die           
         u:bergeordnete Partition verschieben wollen, mu:ssen Sie zuna:chst   
         eine neue Partition erzeugen, die die beiden alten Partitionen       
         aufnehmen kann. Der zweite Schritt ist, wie oben beschrieben die     
         u:bergeordnete Partition in die neue Partition zu verschieben. Im    
         dritten und letzten Schritt verschieben Sie dann die untergeordnete  
         Partition in das leere Verzeichnis, das im zweiten Schritt           
         entstanden ist:                                                      
                                                                              
         # newfs /dev/ada1s1a                                                 
         # mount /dev/ada1s1a /mnt                                            
         # cd /mnt                                                            
         # dump 0af - / | restore rf -                                        
         # cd var                                                             
         # dump 0af - /var | restore rf -                                     
                                                                              
         Wenn Sie ein Verzeichnis aus einer Partition herauslo:sen wollen,    
         also z.B. /var auf eine eigene Partition verlegen wollen, dann       
         mu:ssen Sie zuna:chst beide Partitionen anlegen. Danach mu:ssen Sie  
         die untergeordnete Partition im passenden Verzeichnis unterhalb des  
         tempora:ren mount points mounten und zum Abschluss die alte          
         Partition verschieben:                                               
                                                                              
         # newfs /dev/ada1s1a                                                 
         # newfs /dev/ada1s1d                                                 
         # mount /dev/ada1s1a /mnt                                            
         # mkdir /mnt/var                                                     
         # mount /dev/ada1s1d /mnt/var                                        
         # cd /mnt                                                            
         # dump 0af - / | restore rf -                                        
                                                                              
         Zum Verschieben von Benutzerdaten stehen Werkzeuge wie cpio(1) und   
         pax(1) zur Verfu:gung. Allerdings sind diese Programme dafu:r        
         bekannt, dass sie die erweiterten Dateiattribute nicht verstehen,    
         daher sollten Sie bei ihrem Einsatz aufpassen.                       
   8.3.  Auf welchen Partitionen kann ich gefahrlos Soft Updates einsetzen?   
         Ich habe geho:rt, dass der Einsatz von Soft Updates auf / Probleme   
         verursachen kann. Was ist mit Journaled Soft Updates?                
         Die schnelle Antwort: Sie ko:nnen Soft Updates bedenkenlos auf alle  
         Partitionen benutzen.                                                
                                                                              
         Die ausfu:hrliche Antwort: Soft Updates besitzen zwei Eigenschaften, 
         die auf bestimmten Partitionen unerwu:nscht sein ko:nnen. Zum einen  
         kann es bei einem Absturz des System auf einer Partition mit Soft    
         Updates zum Datenverlust kommen. Die Partition ist zwar noch         
         brauchbar, aber die Daten sind verloren. Weiterhin kann es durch     
         Soft Updates zu einem zeitweisen Mangel an Plattenplatz kommen.      
                                                                              
         Bei der Benutzung von Soft Updates kann es bis zu dreissig Sekunden  
         dauern, bis der Kernel A:nderungen auf das physikalische             
         Speichermedium schreibt. Wenn Sie eine grosse Datei lo:schen, ist    
         diese Datei noch auf der Platte vorhanden, bis der Kernel die        
         Lo:schoperation tatsa:chlich durchfu:hrt. Das kann zu einem sehr     
         einfachen Problem fu:hren: Stellen Sie sich vor, Sie lo:schen eine   
         grosse Datei und legen gleich darauf eine andere grosse Datei an. Da 
         die erste Datei noch nicht wirklich gelo:scht wurde, ist eventuell   
         nicht genug Platz fu:r die zweite grosse Datei. Sie erhalten die     
         Fehlermeldung, dass nicht genug freier Platz vorhanden ist, obwohl   
         Sie gerade eben ausreichend Platz freigegeben haben. Ein paar        
         Sekunden spa:ter funktioniert die Erstellung der Datei wie erwartet. 
                                                                              
         Wenn der Kernel ein Datenpaket annimmt und das System abstu:rzt,     
         bevor die Daten auf die Platte geschrieben wurden, kann es zum       
         Verlust oder zur Zersto:rung von Daten kommen. Dieses Risiko ist nur 
         sehr gering und normalerweise u:berschaubar.                         
                                                                              
         Diese beiden Probleme betreffen alle Partitionen, die Soft Updates   
         verwenden. Was bedeutet das fu:r die Root-Partition?                 
                                                                              
         Die wichtigen Daten auf der Root-Partition a:ndern sich nur sehr     
         selten. Wenn das System in den 30 Sekunden nach einer solchen        
         A:nderung abstu:rzt, ist es mo:glich, das Daten verloren gehen.      
         Dieses Risiko ist in den meisten Fa:llen unerheblich, aber es ist    
         vorhanden. Wenn das zu viel Risiko ist, dann sollten Sie Soft        
         Updates nicht auf der Root-Partition einsetzen.                      
                                                                              
         / war schon immer eine der kleinsten Partitionen. Wenn /tmp direkt   
         auf / liegt, kann es zeitweise zu den oben beschriebenen             
         Platzproblemen kommen. Um das Problem zu lo:sen, sollten sie einen   
         symbolischen Link von /tmp nach /var/tmp legen.                      
                                                                              
         Zudem sei noch angemerkt, dass dump(8) nicht im Live-Modus (-L) auf  
         einem Dateisystem mit Journaled Soft Updates (SU+J) funktioniert.    
   8.4.  Kann ich andere fremde Dateisysteme unter FreeBSD mounten?           
         FreeBSD unterstu:tzt verschiedene fremde Dateisysteme:               
                                                                              
         UFS                                                                  
                                                                              
            UFS-CD-ROMs ko:nnen unter FreeBSD direkt gemountet werden. Das    
            Mounten von Partitionen von Digital UNIX und anderen Systemen,    
            die UFS unterstu:tzen, ko:nnte schwieriger sein, abha:ngig von    
            den Details der Plattenpartitionierung des betreffenden           
            Betriebssystems.                                                  
                                                                              
         ext2/ext3                                                            
                                                                              
            FreeBSD unterstu:tzt ext2fs und ext3fs-Partitionen. Unter         
            ext2fs(5) finden Sie weitere Informationen.                       
                                                                              
         NTFS                                                                 
                                                                              
            FUSE basierte NTFS-Unterstu:tzung ist u:ber einen Port verfu:gbar 
            (sysutils/fuse-ntfs). Weitere Informationen finden Sie unter      
            ntfs-3g.                                                          
                                                                              
         FAT                                                                  
                                                                              
            FreeBSD entha:lt ein FAT-Treiber, der Lese- und Schreibzugriffe   
            ermo:glicht. Weitere Informationen finden Sie in                  
            mount_msdosfs(8).                                                 
                                                                              
         ZFS                                                                  
                                                                              
            FreeBSD entha:lt eine Portierung von Sun(TM)s ZFS Treiber. Die    
            aktuelle Empfehlung ist, es nur auf amd64 Plattformen mit         
            ausreichend Hauptspeicher zu verwenden. Mehr Informationen finden 
            Sie in zfs(8).                                                    
                                                                              
         FreeBSD unterstu:tzt auch das Netzwerk-Dateisystem NFS. Die FreeBSD  
         Ports-Sammlung bietet zudem einige FUSE-Anwendungen um weitere       
         Dateisysteme zu unterstu:tzen.                                       
   8.5.  Wie mounte ich eine erweiterte DOS-Partition?                        
         Die erweiterten DOS-Partitionen befinden sich hinter allen prima:ren 
         Partitionen. Wenn sich zum Beispiel eine Partition E als sekunda:re  
         DOS-Partition auf einem zweiten SCSI-Laufwerk befindet, wird eine    
         Gera:tedatei fu:r Slice 5 in /dev erstellt. Um diese zu mounten:     
                                                                              
         # mount -t msdosfs /dev/da1s5 /dos/e                                 
   8.6.  Gibt es ein verschlu:sselndes Dateisystem fu:r FreeBSD?              
         Ja. gbde(8) und geli(8). Lesen Sie dazu auch den Abschnitt           
         Partitionen verschlu:sseln im FreeBSD Handbuch.                      
   8.7.  Wie boote ich FreeBSD und Linux(R) mit GRUB?                         
         Um FreeBSD mit GRUB zu booten, mu:ssen Sie die folgenden Zeilen in   
         Abha:ngigkeit der verwendeten Linux(R)-Distribution in               
         /boot/grub/menu.lst oder /boot/grub/grub.conf aufnehmen.             
                                                                              
         title FreeBSD 9.1                                                    
                 root (hd0,a)                                                 
                 kernel /boot/loader                                          
                                                                              
         Dabei steht hd0,a fu:r die Root-Partition der ersten Festplatte.     
         Beno:tigen Sie auch die Slice-Nummer, so verwenden Sie einen Eintrag 
         der Form hd0,2,a. In der Voreinstellung ist die Angabe der           
         Slice-Nummer aber nicht no:tig, da GRUB automatisch das erste Slice  
         (das die Bezeichnung a hat) nutzt.                                   
   8.8.  Wie boote ich FreeBSD und Linux(R) mit BootEasy?                     
         Installieren Sie LILO am Anfang der Linux(R)-Bootpartition, anstatt  
         im Master Boot Record. Sie ko:nnen LILO dann von BootEasy aus        
         booten.                                                              
                                                                              
         Wenn Sie Windows(R) und Linux(R) benutzen, wird dies ohnehin         
         empfohlen, um es einfacher zu machen, Linux(R) wieder zu booten,     
         wenn es no:tig werden sollte, dass Sie Windows(R) neu installieren.  
   8.9.  Wie kann ich das ??? des Boot-Managers durch etwas Sinnvolles        
         ersetzen?                                                            
         Ohne den Boot-Manager neu zu schreiben, gar nicht. Allerdings gibt   
         es in der Kategorie sysutils der Ports-Sammlung diverse              
         Boot-Manager, die diese Funktionalita:t bieten.                      
   8.10. Wie verwende ich einen neuen Wechseldatentra:ger?                    
         Wenn auf dem Laufwerk bereits ein Dateisystem existiert, ko:nnen Sie 
         folgendes Kommando benutzen:                                         
                                                                              
         # mount -t msdosfs /dev/da0s1 /mnt                                   
                                                                              
         Wenn das Laufwerk nur mit FreeBSD-Systemen verwendet wird,           
         partitionieren Sie es mit UFS oder ZFS. Dies bietet Unterstu:tzung   
         fu:r lange Dateinamen, eine verbesserte Leistung und Stabilita:t.    
         Wenn das Laufwerk von anderen Betriebssystemen verwendet wird, ist   
         bspw. msdosfs die bessere Wahl.                                      
                                                                              
         # dd if=/dev/zero of=/dev/da0 count=2                                
         # gpart create -s GPT /dev/da0                                       
         # gpart add -t freebsd-ufs /dev/da0                                  
                                                                              
         Anschliessend erstellen Sie ein neues Dateisystem:                   
                                                                              
         # newfs /dev/da0p1                                                   
                                                                              
         und mounten es:                                                      
                                                                              
         # mount /dev/da0s1 /mnt                                              
                                                                              
         Es ist eine gute Idee einen Eintrag in /etc/fstab hinzuzufu:gen      
         (siehe fstab(5)), sodass Sie in Zukunft einfach nur mount /mnt       
         eingeben mu:ssen:                                                    
                                                                              
         /dev/da0p1 /mnt ufs rw,noauto 0 0                                    
   8.11. Wieso erhalte ich die Meldung Incorrect super block beim Mounten     
         einer CD?                                                            
         Sie mu:ssen mount(8) mitteilen, was fu:r ein Gera:t Sie mounten      
         wollen. Genauere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt          
         Einha:ngen von Daten-CDs des Handbuchs.                              
   8.12. Wieso erhalte ich die Meldung Device not configured, wenn ich eine   
         CD mounte?                                                           
         Das bedeutet im allgemeinen, dass sich keine CD im Laufwerk          
         befindet, oder dass das Laufwerk auf dem Bus nicht sichtbar ist.     
         Dieses Problem wird im Kapitel Einha:ngen von Daten-CDs des          
         Handbuchs ausfu:hrlich diskutiert.                                   
   8.13. Wieso werden alle Sonderzeichen in den Dateinamen auf meinen CDs     
         durch "?" ersetzt, wenn ich die CD unter FreeBSD benutze?            
         Wahrscheinlich werden auf der CD-ROM die "Joliet" Erweiterungen fu:r 
         die Speicherung von Datei- und Verzeichnisnamen benutzt. Werfen Sie  
         einen Blick in das Kapitel Einha:ngen von Daten-CDs im Handbuch.     
   8.14. Ich habe eine CD mit FreeBSD gebrannt und kann sie nicht mit anderen 
         Betriebssystemen lesen. Warum?                                       
         Sie haben wahrscheinlich eine Datei direkt auf CD geschrieben, statt 
         ein ISO 9660-Dateisystem erzeugt zu haben. Werfen Sie einen Blick in 
         das Kapitel Einha:ngen von Daten-CDs im Handbuch.                    
   8.15. Wie kann ich ein Image einer Daten-CD erzeugen?                      
         Diese Information finden Sie im Abschnitt Daten auf ein              
         ISO-Dateisystem schreiben des Handbuchs. Weitere Informationen u:ber 
         die Arbeit mit CD-ROMs finden Sie im Abschnitt Erstellen und         
         Verwenden von CDs im Kapitel Speichermedien des Handbuchs.           
   8.16. Wieso kommt mount nicht mit einer Audio-CD zurecht?                  
         Wenn Sie versuchen eine Audio-CD zu mounten, erhalten Sie die        
         Meldung cd9660: /dev/acd0c: Invalid argument. Der Grund dafu:r ist,  
         dass mount nur mit Dateisystemen arbeitet. Audio-CDs haben kein      
         Dateisystem, sondern nur Daten. Wenn Sie eine Audio-CD auslesen      
         wollen, brauchen Sie ein entsprechendes Programm wie z.B. den Port   
         oder das Paket audio/xmcd.                                           
   8.17. Wie mounte ich eine Multi-Session CD?                                
         Standardma:ssig benutzt mount(8) den letzten (aktuellsten)           
         Daten-Track der CD. Wenn Sie eine a:ltere Session benutzen wollen,   
         mu:ssen Sie diese mit der Option -s definieren. Weitere              
         Informationen und Beispiele finden Sie in mount_cd9660(8).           
   8.18. Wie lasse ich normale Benutzer Disketten, CD-ROMs und andere         
         Wechseldatentra:ger mounten?                                         
         Setzen Sie als root die sysctl-Variable vfs.usermount auf 1:         
                                                                              
         # sysctl vfs.usermount=1                                             
                                                                              
         Fu:gen Sie den Eintrag vfs.usermount=1 in /etc/sysctl.conf hinzu,    
         damit die Einstellung beim na:chsten Systemstart erneut gesetzt      
         wird.                                                                
                                                                              
         Benutzer du:rfen nur Gera:te mounten, auf die sie Leserechte haben.  
         Um es Benutzern zu gestatten Gera:te zu mounten, mu:ssen die         
         entsprechenden Berechtigungen in /etc/sysctl.conf gesetzt werden.    
                                                                              
         Wenn Sie zum Beispiel den Benutzern den Zugriff auf das erste        
         USB-Laufwerk zu erlauben wollen:                                     
                                                                              
         # Allow all users to mount a USB drive.                              
                     own       /dev/da0       root:operator                   
                     perm      /dev/da0       0666                            
                                                                              
         Alle Benutzer ko:nnen nun Gera:te, die sie lesen ko:nnen, in ein     
         Verzeichnis einbinden, das sie besitzen:                             
                                                                              
         % mkdir ~/my-mount-point                                             
         % mount -t msdosfs /dev/da0 ~/my-mount-point                         
                                                                              
         Das Ausha:ngen eines Gera:tes ist einfach:                           
                                                                              
         % umount ~/my-mount-point                                            
                                                                              
         Die Aktivierung von vfs.usermount hat jedoch negative Auswirkungen   
         auf Sicherheitsaspekte. Ein besserer Weg, um auf                     
         MS-DOS(R)-formatierte Datentra:ger zuzugreifen, ist die Benutzung    
         des Pakets oder Ports emulators/mtools.                              
                                                                              
           Anmerkung:                                                         
                                                                              
         Der Gera:tename in diesen Beispielen muss an die Konfiguration       
         angepasst werden.                                                    
   8.19. Wieso geben die Befehle du und df unterschiedliche Werte fu:r den    
         freien Plattenplatz aus?                                             
         Der Grund liegt in der unterschiedlichen Funktionsweise der beiden   
         Befehle. du durchla:uft einen Dateibaum, ermittelt die Gro:sse jeder 
         einzelnen Datei, und gibt die Summe aus. df fragt lediglich das      
         Dateisystem wie viel Platz noch frei ist. Das scheint zwar auf den   
         ersten Blick sehr a:hnlich zu sein; allerdings wird sich ein leeres  
         Verzeichnis auf die Ausgabe von df auswirken, wa:hrend es auf das    
         Ergebnis von du keinen Einfluss hat.                                 
                                                                              
         Wenn Sie eine Datei lo:schen, wa:hrend sie von einem Programm        
         genutzt wird, wird diese Datei erst gelo:scht, wenn sie vom Programm 
         freigegeben wird. Allerdings wird die Datei sofort aus dem           
         Verzeichnis entfernt. Sie ko:nnen dieses Verhalten sehr einfach      
         nachvollziehen. Dazu brauchen Sie nur eine Datei, die gross genug    
         ist, um die Ausgabe von du und df zu beeinflussen. Bei der Gro:sse   
         aktueller Platten muss diese Datei schon sehr gross sein! Wenn Sie   
         diese Datei lo:schen, wa:hrend Sie sie sich in more anzeigen lassen, 
         hat more kein Problem. Der Eintrag fu:r die Datei wird lediglich aus 
         dem Verzeichnis entfernt, damit kein anderes Programm mehr darauf    
         zugreifen kann. Laut du ist die Datei verschwunden - es hat das      
         Verzeichnis untersucht und die Datei nicht gefunden. Laut df ist die 
         Datei aber vorhanden, da sie im Dateisystem immer noch Platz belegt. 
         Sobald Sie more beenden, werden die Ergebnisse von du und df wieder  
         u:bereinstimmen.                                                     
                                                                              
         Die oben beschriebene Situation tritt sehr ha:ufig auf Webservern    
         auf. Viele Anwender installieren einen FreeBSD Webserver und         
         vergessen die Rotation der Logdateien, bis irgendwann die Partition  
         /var u:berla:uft. Der Administrator lo:scht die Datei, aber das      
         System beschwert sich immer noch u:ber fehlenden Plattenplatz. Die   
         Datei wird erst freigegeben, wenn der Webserver beendet und neu      
         gestartet wird; dadurch kann das System den Plattenplatz freigeben.  
         Um dies zu verhindern, sollten Sie newsyslog(8) einsetzen.           
                                                                              
         Bitte beachten Sie, dass die Freigabe des Plattenplatzes durch Soft  
         Updates um bis zu 30 Sekunden verzo:gert werden kann.                
   8.20. Wie kann ich den Swap-Bereich vergro:ssern?                          
         Der Abschnitt Hinzufu:gen von Swap-Bereichen im Handbuch entha:lt    
         hierzu eine Schritt-fu:r-Schritt Anleitung.                          
   8.21. Warum ist meine Festplatte unter FreeBSD kleiner, als sie laut       
         Hersteller sein soll?                                                
         Festplattenhersteller definieren ein Gigabyte als eine Milliarde     
         Bytes, fu:r FreeBSD ist ein Gigabyte hingegen 1.073.741.824 Bytes    
         gross. Aus diesem Grund wird fu:r eine Platte, die laut              
         Herstellerangaben 80 GB gross ist, wa:hrend des Bootvorgangs eine    
         Gro:sse von 76.319 MB angezeigt.                                     
                                                                              
         Beachten Sie auch, dass FreeBSD (in der Voreinstellung) 8 % des      
         Plattenplatzes fu:r sich reserviert.                                 
   8.22. Warum kann eine Partition zu mehr als 100% gefu:llt sein?            
         Ein Teil jeder UFS Partition (8% in der Voreinstellung) ist fu:r das 
         Betriebssystem und den Benutzer root reserviert. df(1) rechnet       
         diesen Teil bei der Ausgabe der Spalte Capacity nicht ein, so dass   
         dort Werte u:ber 100% angezeigt werden ko:nnen. Die Anzahl der       
         Blo:cke in der Spalte Blocks ist ebenfalls um 8% gro:sser als die    
         Summe der benutzten und verfu:gbaren Blo:cke (die Spalten Used und   
         Avail).                                                              
                                                                              
         Wie viel Platz reserviert wird, ko:nnen Sie mit der Option -m von    
         tunefs(8) einstellen.                                                
   8.23. Warum pausiert FreeBSD beim Booten so lange, wenn das System grosse  
         Mengen RAM hat?                                                      
         FreeBSD 10.1 und a:ltere Versionen fu:hren zu Beginn des Bootens     
         einen Speichertest aus. Wenn das System wenig Arbeitsspeicher hat,   
         dauert dieser Test nur wenige Sekunden. Systeme mit zehn oder        
         hunderten von Gigabytes Arbeitsspeicher beno:tigen mehrere Minuten.  
         Durch Hinzufu:gen von hw.memtest.tests=0 in /boot/loader.conf        
         ko:nnen Sie diesen Test deaktivieren.                                
                                                                              
         Fu:r weitere Informationen, lesen Sie loader.conf(5).                

                                 Kapitel 9. ZFS

   9.1. Wieviel RAM wird mindestens beno:tigt, wenn ich ZFS einsetzen
   mo:chte?

   9.2. Was ist das ZIL und fu:r was wird es benutzt?

   9.3. Beno:tige ich fu:r den Einsatz von ZIL eine SSD?

   9.4. Was ist der L2ARC?

   9.5. Ist es ratsam, Deduplizierung zu aktivieren?

   9.6. Ich kann in meinem ZFS Pool keine Dateien erstellen oder lo:schen.
   Wie kann ich das a:ndern?

   9.7. Entha:lt ZFS TRIM-Unterstu:tzung fu:r Solid State Drives?

   9.1. Wieviel RAM wird mindestens beno:tigt, wenn ich ZFS einsetzen         
        mo:chte?                                                              
        Fu:r eine komfortable Nutzung werden mindestens 4 GB RAM empfohlen.   
        Dies ist jedoch auch von der individuellen Auslastung abha:ngig.      
   9.2. Was ist das ZIL und fu:r was wird es benutzt?                         
        Das ZIL (ZFS intent log) ist ein Schreib-Cache, der verwendet wird,   
        um posix verpflichtende Schreib-Semantiken u:ber Abstu:rze hinweg zu  
        implementieren. Normalerweise werden Schreiboperationen in            
        Transaktionsgruppen zusammengefasst und auf den Datentra:ger          
        geschrieben ("Transaction Group Commit"). Systemaufrufe wie fsync(2)  
        beno:tigen jedoch eine Besta:tigung, dass die Daten auf den           
        Datentra:ger geschrieben wurden, bevor sie weitermachen. Das ZIL wird 
        fu:r Schreibvorga:nge verwendet, welche zwar als gespeichert          
        besta:tigt, jedoch noch nicht als Teil einer Transaktion auf die      
        Festplatte geschrieben wurden. Im Fall eines Systemabsturzes wird der 
        letzte gu:ltige Zeitstempel ermittelt und die fehlenden Daten werden  
        aus dem ZIL zusammengesetzt.                                          
   9.3. Beno:tige ich fu:r den Einsatz von ZIL eine SSD?                      
        In der Voreinstellung speichert ZFS das ZIL zusammen mit den anderen  
        Daten innerhalb des Pools. Wenn eine Anwendung viele                  
        Schreiboperationen erzeugt, kann es die Gesamtleistung verbessern,    
        wenn das ZIL auf einem separaten Gera:t gespeichert wird, welches     
        eine hohe Leistung bei synchronen, sequentiellen Schreibvorga:ngen    
        erzielt. Bei geringerer Last bieten SSDs kaum eine Verbesserung.      
   9.4. Was ist der L2ARC?                                                    
        Der L2ARC ist ein Lese-Cache, der auf einem schnellen Gera:t, bspw.   
        einer SSD, gespeichert wird. Die Daten in diesem Cache gehen bei      
        einem Neustart verloren. Beachten Sie, dass prima:r RAM als Cache     
        verwendet wird, und dass der L2ARC nur dann beno:tigt wird, wenn      
        nicht genu:gend RAM verfu:gbar ist.                                   
                                                                              
        L2ARC beno:tigt Platz im ARC, um es zu indizieren. Ein                
        Arbeitsbereich, der perfekt in den ARC passt, passt nicht mehr, wenn  
        ein L2ARC verwendet wird, da ein Teil des ARC den L2ARC-Index         
        beinhaltet und einen Teil des Arbeitsbereichs in den L2ARC schreibt,  
        der langsamer als der RAM ist.                                        
   9.5. Ist es ratsam, Deduplizierung zu aktivieren?                          
        Im Allgemeinen nicht.                                                 
                                                                              
        Deduplizierung beno:tigt sehr viel RAM und kann die Lese- und         
        Schreibzugriffe auf die Festplatte verringern. Wenn Sie keine Daten   
        speichern, die sehr stark dupliziert sind, bspw. Abbilder von         
        virtuellen Maschinen oder Backups von Benutzern, dann ist es eher     
        wahrscheinlich, dass Deplizierung mehr Schaden als Nutzen bringt.     
        Zudem ist es nicht mo:glich, den Status der Deduplizierung            
        umzukehren. Wenn Daten bei aktivierter Deduplizierung geschrieben     
        werden, werden diese nach einer Deaktivierung der Deduplizierung erst 
        wieder repliziert, nachdem die na:chste A:nderung stattfindet.        
                                                                              
        Deduplizierung kann auch zu einigen unerwarteten Situationen fu:hren. 
        Insbesondere kann das Lo:schen von Dateien viel langsamer sein.       
   9.6. Ich kann in meinem ZFS Pool keine Dateien erstellen oder lo:schen.    
        Wie kann ich das a:ndern?                                             
        Die ko:nnte passieren, wenn der Pool zu 100% belegt ist. ZFS          
        beno:tigt Platz auf der Festplatte, um Transaktionsmetadaten zu       
        speichern. Um den Pool wieder benutzbar zu machen, ku:rzen Sie        
        einfach die zu lo:schende Datei:                                      
                                                                              
        % truncate -s 0 unimportant-file                                      
                                                                              
        Dies funktioniert, weil keine neue Transaktion gestartet wird,        
        stattdessen werden neue Ersatzblo:cke erzeugt.                        
                                                                              
          Anmerkung:                                                          
                                                                              
        Auf Systemen mit zusa:tzlichen ZFS Optimierungen, wie Deduplizierung, 
        steht der Speicherplatz vielleicht nicht sofort zur Verfu:gung.       
   9.7. Entha:lt ZFS TRIM-Unterstu:tzung fu:r Solid State Drives?             
        ZFS TRIM-Unterstu:tzung wurde in FreeBSD 10-CURRENT mit Revision      
        r240868 hinzugefu:gt. In die FreeBSD-STABLE Zweige wurde die          
        Unterstu:tzung mit r252162 und 251419 hinzugefu:gt.                   
                                                                              
        ZFS TRIM ist in der Voreinstellung aktiviert, kann aber mit dem       
        folgenden Eintrag in /etc/sysctl.conf deaktiviert werden:             
                                                                              
        vfs.zfs.trim_disable=1                                                
                                                                              
          Anmerkung:                                                          
                                                                              
        ZFS TRIM funktioniert mo:glicherweise nicht in allen Konfigurationen, 
        beispielsweise mit einem ZFS-Dateisystem auf einer mit GELI           
        verschlu:sselten Festplatte.                                          

                        Kapitel 10. Systemadministration

   10.1. Wo befinden sich die Konfigurationsdateien fu:r den Systemstart?

   10.2. Wie kann ich am Einfachsten einen Benutzer hinzufu:gen?

   10.3. Warum erhalte ich Meldungen wie root: not found, nachdem ich
   /etc/crontab gea:ndert habe?

   10.4. Wieso erhalte ich die Meldung you are not in the correct group to su
   root, wenn ich mit su zu root wechseln will?

   10.5. Ich habe einen Fehler in der rc.conf oder einer der anderen Dateien
   fu:r den Systemstart und jetzt kann ich sie nicht a:ndern, weil das
   Dateisystem "read-only" ist. Was kann ich tun?

   10.6. Wieso habe ich habe Probleme, meinen Drucker einzurichten?

   10.7. Wie kann ich die Tastaturbelegung meines Systems korrigieren?

   10.8. Wieso funktionieren die Benutzer-Quotas nicht richtig?

   10.9. Unterstu:tzt FreeBSD IPC-Grundfunktionen von System V?

   10.10. Welchen Mail-Server kann ich an Stelle von Sendmail benutzen?

   10.11. Was kann ich machen, wenn ich das Passwort fu:r root vergessen
   habe?

   10.12. Wie verhindere ich, dass das System mit Strg+Alt+Entf rebootet
   werden kann?

   10.13. Wie kann ich DOS-Textdateien unter UNIX(R) verwenden?

   10.14. Wie lade ich /etc/rc.conf und starte /etc/rc neu, ohne zu rebooten?

   10.15. Ich wollte auf das aktuelle -STABLE aktualisieren, und plo:tzlich
   la:uft auf dem System ein -BETAx, -RC oder -PRERELEASE! Was ist passiert?

   10.16. Als ich versucht habe, einen neuen Kernel zu installieren, ist
   chflags(1) fehlgeschlagen. Was mache ich jetzt?

   10.17. Ich kann die Systemzeit nicht um mehr als eine Sekunde verstellen.
   Was mache ich jetzt?

   10.18. Warum braucht rpc.statd 256 MB Speicher?

   10.19. Warum kann ich das Dateiattribut schg nicht lo:schen?

   10.20. Was ist vnlru?

   10.21. Was bedeuten die Zusta:nde, die top fu:r Speicherseiten ausgibt?

   10.22. Wie viel freien Speicher hat mein System?

   10.23. Was ist /var/empty?

   10.24. Ich habe eben /etc/newsyslog.conf gea:ndert. Wie kann ich das
   Ergebnis u:berpru:fen?

   10.25. Meine Systemuhr geht falsch. Wie kann ich die Zeitzone a:ndern?

   10.1.  Wo befinden sich die Konfigurationsdateien fu:r den Systemstart?    
          /etc/defaults/rc.conf (siehe rc.conf(5)) ist die prima:re           
          Konfigurationsdatei. Die Startskripten des Systems, wie /etc/rc und 
          /etc/rc.d (siehe rc(8)) inkludieren diese Datei. A:ndern Sie diese  
          Datei nicht! Wenn Sie den Wert einer der in /etc/defaults/rc.conf   
          gesetzten Variablen a:ndern wollen, kopieren Sie die entsprechende  
          Zeile nach /etc/rc.conf und a:ndern die Zeile dort.                 
                                                                              
          Wenn Sie zum Beispiel den mitgelieferten DNS-Server named(8)        
          aktivieren wollen, ko:nnen Sie das folgende Kommando eingeben:      
                                                                              
          # echo 'named_enable="YES"' >> /etc/rc.conf                         
                                                                              
          Wenn Sie lokale Server starten wollen, mu:ssen Sie die              
          Shellskripten im Verzeichnis /usr/local/etc/rc.d/ ablegen. Die      
          Dateien sollten als ausfu:hrbar markiert sein und die               
          Dateiberechtigungen 555 besitzen.                                   
   10.2.  Wie kann ich am Einfachsten einen Benutzer hinzufu:gen?             
          Benutzen Sie den Befehl adduser(8) und fu:r kompliziertere Fa:lle   
          den Befehl pw(8).                                                   
                                                                              
          Um einen Benutzer wieder zu lo:schen, ko:nnen Sie den Befehl        
          rmuser(8) benutzen. Sie ko:nnen, wenn no:tig, auch pw(8) benutzen.  
   10.3.  Warum erhalte ich Meldungen wie root: not found, nachdem ich        
          /etc/crontab gea:ndert habe?                                        
          Dies geschieht in der Regel, wenn sie die crontab des Systems       
          vera:ndern. Das ist aber nicht der richtige Weg, weil die crontab   
          des Systems ein anderes Format hat, als die crontabs der Benutzer.  
          Die crontab des Systems entha:lt ein zusa:tzliches Feld fu:r den    
          Benutzer, welcher das Kommando ausfu:hrt. cron(8) geht davon aus,   
          das der Benutzername das auszufu:hrenden Kommando ist. Da ein       
          solches Kommando jedoch nicht existiert, wird diese Meldung         
          angezeigt.                                                          
                                                                              
          Geben Sie das folgende ein um die zusa:tzliche, fehlerhafte crontab 
          zu lo:schen:                                                        
                                                                              
          # crontab -r                                                        
   10.4.  Wieso erhalte ich die Meldung you are not in the correct group to   
          su root, wenn ich mit su zu root wechseln will?                     
          Das ist ein Sicherheitsmerkmal Wenn Sie mit su zu root oder jedem   
          anderen Account mit Super-User-Privilegien wechseln wollen, mu:ssen 
          Sie Mitglied der Gruppe wheel sein. Wenn es dieses Merkmal nicht    
          ga:be, ko:nnte jeder, der einen Account auf dem System hat und      
          zufa:llig das Passwort fu:r root erfa:hrt, mit Super-User-Rechten   
          auf das System zugreifen.                                           
                                                                              
          Um einem Benutzer zu erlauben, mit su root zu werden, mu:ssen Sie   
          ihn mit pw zur Gruppe wheel hinzufu:gen:                            
                                                                              
          # pw groupmod wheel -m lisa                                         
                                                                              
          Das obige Beispiel wu:rde den Benutzer lisa zur Gruppe wheel        
          hinzufu:gen.                                                        
   10.5.  Ich habe einen Fehler in der rc.conf oder einer der anderen Dateien 
          fu:r den Systemstart und jetzt kann ich sie nicht a:ndern, weil das 
          Dateisystem "read-only" ist. Was kann ich tun?                      
          Starten Sie das System mittels boot -s an der                       
          Loader-Eingabeaufforderung neu, um in den Single-User-Modus zu      
          gelangen. Wenn Sie aufgefordert werden, den Pfadnamen der Shell     
          einzugeben, dru:cken Sie einfach Enter. Geben Sie danach mount -urw 
          / ein, um das Root-Dateisystem im Schreib/Lese-Modus zu mounten.    
          Sie werden wahrscheinlich auch mount -a -t ufs ausfu:hren mu:ssen,  
          um das Dateisystem mit Ihrem Lieblingseditor zu mounten. Wenn Ihr   
          Lieblingseditor auf einem Netzwerklaufwerk liegt, mu:ssen Sie       
          entweder das Netzwerk von Hand konfigurieren oder einen Editor      
          benutzen, der auf einem lokalen Laufwerk vorhanden ist, z.B. ed(1). 
                                                                              
          Wenn Sie einen bildschirmorientierten Editor wie zum Beispiel vi(1) 
          oder emacs(1) benutzen wollen, werden Sie auch den Befehl export    
          TERM=xterm ausfu:hren mu:ssen, damit diese Editoren die richtigen   
          Einstellungen aus der Datenbank termcap(5) u:bernehmen.             
                                                                              
          Sobald Sie diese Schritte ausgefu:hrt haben, ko:nnen Sie den Fehler 
          in /etc/rc.conf ganz normal beheben. Die Fehlermeldungen, die       
          unmittelbar nach den Startmeldungen des Kernels angezeigt wurden,   
          sollten die Nummer der Zeile mit dem Fehler melden.                 
   10.6.  Wieso habe ich habe Probleme, meinen Drucker einzurichten?          
          Lesen Sie zur Problembehandlung das Kapitel Drucken im Handbuch.    
   10.7.  Wie kann ich die Tastaturbelegung meines Systems korrigieren?       
          Informationen dazu finden Sie im Kapitel Lokalisierung des          
          Handbuchs, insbesondere im Abschnitt Einrichten der Konsole.        
   10.8.  Wieso funktionieren die Benutzer-Quotas nicht richtig?              
           1. Es kann sein, dass der Kernel nicht fu:r den Einsatz von Quotas 
              konfiguriert ist. In diesem Fall mu:ssen Sie folgende Zeile in  
              die Kernelkonfigurationsdatei aufnehmen und den Kernel neu      
              bauen:                                                          
                                                                              
           options QUOTA                                                      
                                                                              
              Weitere Informationen zum Einsatz von Quotas finden Sie im      
              Abschnitt Disk Quotas des Handbuchs.                            
                                                                              
           2. Benutzen Sie keine Quotas fu:r /.                               
                                                                              
           3. Erstellen Sie die Quotas-Datei in dem Dateisystem, fu:r das die 
              Quotas gelten sollen:                                           
                                                                              
                      Dateisystem                     Quotas-Datei            
              /usr                         /usr/admin/quotas                  
              /home                        /home/admin/quotas                 
              ...                          ...                                
   10.9.  Unterstu:tzt FreeBSD IPC-Grundfunktionen von System V?              
          Ja, FreeBSD unterstu:tzt IPC im Stil von System V einschliesslich   
          gemeinsamen Speicher, Nachrichten und Semaphoren bereits mit dem    
          GENERIC-Kernel. Wenn Sie einen angepassten Kernel verwenden,        
          ko:nnen Sie die fu:r Unterstu:tzung die Kernelmodule sysvshm.ko,    
          sysvsem.ko und sysvmsg.ko laden. Alternativ ko:nnen Sie die         
          folgenden Zeilen in die Kernelkonfigurationsdatei aufnehmen:        
                                                                              
          options    SYSVSHM          # enable shared memory                  
          options    SYSVSEM          # enable for semaphores                 
          options    SYSVMSG          # enable for messaging                  
                                                                              
          Danach kompilieren und installieren Sie den neuen Kernel.           
   10.10. Welchen Mail-Server kann ich an Stelle von Sendmail benutzen?       
          Der Sendmail Server ist der voreingestellte Mail-Server unter       
          FreeBSD. Sie ko:nnen ihn aber problemlos durch einen anderen MTA    
          aus der Ports-Sammlung ersetzen, z.B. mail/exim, mail/postfix, oder 
          mail/qmail. Diskussionen u:ber die Vor- und Nachteile der einzelnen 
          MTAs finden Sie auf den Mailinglisten.                              
   10.11. Was kann ich machen, wenn ich das Passwort fu:r root vergessen      
          habe?                                                               
          Keine Panik! Starten Sie das System neu und geben Sie boot -s an    
          der Eingabeaufforderung Boot: ein, um in den Single-User-Modus zu   
          gelangen. Bei der Frage, welche Shell benutzt werden soll, dru:cken 
          Sie einfach Enter. Nun erscheint die Eingabeaufforderung #. Geben   
          Sie mount -urw / ein, um das Root-Dateisystem fu:r Lese- und        
          Schreibzugriffe zu mounten und dann mount -a um alle Dateisysteme   
          zu mounten. Mit passwd root ko:nnen Sie das Passwort fu:r root      
          a:ndern und mit exit(1) ko:nnen Sie mit dem Booten fortfahren.      
                                                                              
            Anmerkung:                                                        
                                                                              
          Wenn Sie immer noch dazu aufgefordert werden, das Passwort fu:r     
          root beim Betreten des Single-User-Modus einzugeben, bedeutet das,  
          dass die Konsole in /etc/ttys als insecure markiert wurde. In       
          diesem Fall ist es notwendig, von einem FreeBSD Installationsmedium 
          zu booten, die Option Live CD oder Shell auszuwa:hlen und die oben  
          beschriebenen Befehle einzugeben. Mounten Sie die entsprechende     
          Partition und wechseln Sie mit chroot in die Partition. Ersetzen    
          Sie bspw. mount -urw / durch mount /dev/ada0p1 /mnt; chroot /mnt    
          falls eine solche Partition auf dem System existiert.               
                                                                              
            Anmerkung:                                                        
                                                                              
          Wenn Sie die Root-Partition im Single-User-Modus nicht mounten      
          ko:nnen, liegt es mo:glicherweise daran, dass die Partitionen       
          verschlu:sselt sind und es damit unmo:glich ist, sie ohne die       
          dazugeho:rigen Schlu:ssel zu mounten. Fu:r weitere Informationen    
          lesen Sie den Abschnitt u:ber verschlu:sselte Partitionen im        
          FreeBSD Handbuch.                                                   
   10.12. Wie verhindere ich, dass das System mit Strg+Alt+Entf rebootet      
          werden kann?                                                        
          Falls Sie syscons(4) (der Standard-Treiber fu:r die Konsole)        
          benutzen, fu:gen Sie folgende Zeile in die                          
          Kernelkonfigurationsdatei ein und bauen und installieren Sie einen  
          neuen Kernel:                                                       
                                                                              
          options SC_DISABLE_REBOOT                                           
                                                                              
          Alternativ kann die folgende sysctl(8)-Variable gesetzt werden,     
          ohne dass Sie das System dazu neu starten oder einen angepassten    
          Kernel erstellen mu:ssen:                                           
                                                                              
          # sysctl hw.syscons.kbd_reboot=0                                    
                                                                              
            Anmerkung:                                                        
                                                                              
          Die beiden oben genannten Methoden schliessen sich gegenseitig aus: 
          Diese sysctl(8)-Variable existiert nicht, wenn Sie einen Kernel mit 
          der Option SC_DISABLE_REBOOT bauen.                                 
   10.13. Wie kann ich DOS-Textdateien unter UNIX(R) verwenden?               
          Benutzen Sie diesen perl(1)-Befehl:                                 
                                                                              
          % perl -i.bak -npe 's/\r\n/\n/g' file(s)                            
                                                                              
          Wobei file(s) eine oder mehrere zu verarbeitende(n) Datei(en)       
          ist/sind. Die A:nderungen erfolgen in der Originaldatei, die zuvor  
          mit der Erweiterung .bak gesichert wird.                            
                                                                              
          Alternativ ko:nnen Sie den Befehl tr(1) benutzen:                   
                                                                              
          % tr -d '\r' < dos-text-file > unix-file                            
                                                                              
          dos-text-file ist die Datei, die den Text im DOS-Format entha:lt    
          und unix-file wird die konvertierte Ausgabe enthalten. Diese        
          Mo:glichkeit ko:nnte etwas schneller sein, als die Benutzung von    
          perl.                                                               
                                                                              
          Die Verwendung von converters/dosunix aus der Ports-Sammlung stellt 
          eine weitere Mo:glichkeit dar, DOS-Textdateien neu zu formatieren.  
          Konsultieren Sie die Dokumentation fu:r weitere Informationen.      
   10.14. Wie lade ich /etc/rc.conf und starte /etc/rc neu, ohne zu rebooten? 
          Gehen Sie in den Single-User-Modus und dann zuru:ck in den          
          Multi-User-Modus:                                                   
                                                                              
          # shutdown now                                                      
          # return                                                            
          # exit                                                              
   10.15. Ich wollte auf das aktuelle -STABLE aktualisieren, und plo:tzlich   
          la:uft auf dem System ein -BETAx, -RC oder -PRERELEASE! Was ist     
          passiert?                                                           
          Kurze Antwort: Das ist nur ein anderer Name. RC ist die Abku:rzung  
          fu:r "Release Candidate". Es bedeutet, dass ein neues Release       
          bevorsteht. PRERELEASE bedeutet bei FreeBSD, dass der Quellcode zur 
          Vorbereitung auf ein Release "ingefroren" wurde (in einigen         
          Releases wurde -BETA anstelle von -PRERELEASE verwendet).           
                                                                              
          Ausfu:hrliche Antwort: Bei FreeBSD gibt es zwei Quellen fu:r        
          Releases. Die Major Releases wie 9.0-RELEASE werden aus dem         
          aktuellen Stand des Hauptzweiges der Entwicklung (besser bekannt    
          als -CURRENT) erzeugt. Minor Releases wie 6.3-RELEASE oder          
          5.2-RELEASE stammen aus dem aktiven -STABLE Zweig. Seit 4.3-RELEASE 
          gibt es nun auch einen eigenen Zweig fu:r jede Release, der fu:r    
          die Leute gedacht ist, die ein sehr konservativ weiterentwickeltes  
          System beno:tigen (normalerweise nur Sicherheitsaktualisierungen).  
                                                                              
          Bevor in einem Zweig ein Release erfolgt, muss in diesem Zweig ein  
          bestimmter Prozess ablaufen. Ein Teil dieses Prozesses ist der      
          "code freeze", der Stop der Weiterentwicklung. Sobald dieser        
          Schritt erfolgt ist, wird der Name des Zweiges gea:ndert, um        
          anzuzeigen, dass demna:chst ein Release erfolgen wird. Wenn der     
          Zweig zum Beispiel 6.2-STABLE genannt wurde, wird der Name in       
          6.3-PRERELEASE gea:ndert, um dies zu verdeutlichen. Weiterhin ist   
          das ein Zeichen, dass jetzt besonders intensiv getestet werden      
          sollte. In dieser Phase ko:nnen Fehler im Quellcode noch korrigiert 
          werden. Wenn der Quellcode so weit "gereift" ist, dass ein Release  
          erstellt werden kann, wird der Name in 6.3-RC gea:ndert, um genau   
          dies anzuzeigen. In dieser Phase ko:nnen nur noch extrem wichtige   
          Korrekturen aufgenommen werden. Sobald das Release (in diesem       
          Beispiel 6.3-RELEASE) erfolgt ist, wird der Zweig in 6.3-STABLE     
          umbenannt.                                                          
                                                                              
          Weitere Informationen u:ber Versionsnummern und die verschiedenen   
          Entwicklungszweige entha:lt der Artikel Release Engineering.        
   10.16. Als ich versucht habe, einen neuen Kernel zu installieren, ist      
          chflags(1) fehlgeschlagen. Was mache ich jetzt?                     
          Kurze Antwort: die Sicherheitseinstellung (der securelevel) ist     
          gro:sser als 0. Sie mu:ssen das System im Single-User-Modus         
          starten, um den Kernel zu installieren.                             
                                                                              
          Ausfu:hrliche Antwort: Wenn die Sicherheitseinstellung gro:sser als 
          0 ist, erlaubt es FreeBSD nicht, die Systemeinstellungen zu         
          a:ndern. Um den aktuellen Securelevel zu ermitteln, ko:nnen Sie das 
          folgende Kommando benutzen:                                         
                                                                              
          # sysctl kern.securelevel                                           
                                                                              
          Sie ko:nnen die Sicherheitseinstellung im Mehrbenutzer-Modus nicht  
          verringern. Sie mu:ssen das System im Single-User-Modus starten, um 
          den Kernel zu installieren oder den Securelevel in /etc/rc.conf zu  
          a:ndern und anschliessend das System neu starten. Lesen Sie         
          Manualpage von init(8) fu:r weitere Details zu securelevel.         
          Zusa:tzliche Informationen zu /etc/rc.conf finden Sie in            
          /etc/defaults/rc.conf und der Manualpage rc.conf(5).                
   10.17. Ich kann die Systemzeit nicht um mehr als eine Sekunde verstellen.  
          Was mache ich jetzt?                                                
          Kurze Antwort: Die Sicherheitseinstellung (der securelevel) ist     
          gro:sser als 1. Sie mu:ssen das System neu starten und die          
          Systemzeit im Single-User-Modus verstellen.                         
                                                                              
          Ausfu:hrliche Antwort: Wenn die Sicherheitseinstellung gro:sser als 
          1 ist, erlaubt es FreeBSD nicht, die Systemzeit zu a:ndern. Um den  
          aktuellen Securelevel zu ermitteln, ko:nnen Sie das folgende        
          Kommando benutzen:                                                  
                                                                              
          # sysctl kern.securelevel                                           
                                                                              
          Sie ko:nnen die Sicherheitseinstellung im Mehrbenutzer-Modus nicht  
          verringern. Sie mu:ssen das System im Single-User-Modus starten, um 
          die Systemzeit oder den Securelevel in /etc/rc.conf zu a:ndern und  
          anschliessend das System neu starten. Lesen Sie Manualpage von      
          init(8) fu:r weitere Details zu securelevel. Zusa:tzliche           
          Informationen zu /etc/rc.conf finden Sie in /etc/defaults/rc.conf   
          und der Manualpage rc.conf(5).                                      
   10.18. Warum braucht rpc.statd 256 MB Speicher?                            
          Nein, das Programm hat kein Speicherleck und es verbraucht auch     
          nicht 256 MB Speicher. rpc.statd projiziert nur einen u:bertrieben  
          grossen Speicherbereich in seinen eigenen Adressraum. Von einem     
          rein technischen Standpunkt aus ist das nichts verwerfliches,       
          allerdings verwirrt es Programme wie top(1) und ps(1).              
                                                                              
          rpc.statd(8) projiziert seine Statusdatei (die in /var liegt) in    
          seinen Adressraum. Um die Probleme zu vermeiden, die bei einer      
          Vergro:sserung dieser Projektion entstehen ko:nnten, wird gleich    
          ein mo:glichst grosser Speicherbereich benutzt. Dies kann man sehr  
          scho:n im Quellcode sehen: Die La:ngenangabe beim Aufruf von        
          mmap(2) ist 0x10000000, ein sechzehntel des Adressraums bei IA32,   
          oder genau 256 MB.                                                  
   10.19. Warum kann ich das Dateiattribut schg nicht lo:schen?               
          Sie betreiben das System mit einer erho:hten Sicherheitsstufe.      
          Senken Sie die Sicherheitsstufe und versuchen Sie es dann noch      
          einmal. Weitere Informationen erhalten Sie im FAQ Eintrag u:ber     
          Sicherheitsstufen und in der Manualpage init(8).                    
   10.20. Was ist vnlru?                                                      
          vnlru schreibt vnodes auf Platte und gibt sie wieder frei, falls    
          das System den Grenzwert kern.maxvnodes erreicht. Dieser Thread des 
          Kernel tut meistens gar nichts und wird nur aktiv, wenn Sie extrem  
          viel RAM haben und gleichzeitig auf viele zehntausende kleine       
          Dateien zugreifen.                                                  
   10.21. Was bedeuten die Zusta:nde, die top fu:r Speicherseiten ausgibt?    
            * Active: Seiten, die vor Kurzem benutzt wurden.                  
                                                                              
            * Inactive: Seiten, die la:nger nicht benutzt wurden.             
                                                                              
            * Cache: Meistens Seiten, die vorher im Zustand Inactive waren    
              und noch gu:ltige Daten enthalten. Diese Seiten ko:nnen sofort  
              in ihrem alten Kontext oder in einem neuen Kontext verwendet    
              werden. Wenn eine Seite unvera:ndert (clean) ist, kann ein      
              Zustandswechsel direkt von Active nach Cache erfolgen. Ob       
              dieser Zustandswechsel mo:glich ist, wird durch die             
              Seitenersetzungsstrategie bestimmt, die der Entwickler des      
              VM-Systems festgelegt hat.                                      
                                                                              
            * Free: Seiten, die keine Daten enthalten. Diese Seiten ko:nnen   
              sofort benutzt werden, wenn Seiten im Zustand Cache nicht       
              benutzt werden ko:nnen. Seiten im Zustand Free ko:nnen auch     
              wa:hrend eines Interrupts angefordert werden.                   
                                                                              
            * Wired: Seiten, die fest im Speicher liegen und nicht            
              ausgelagert werden ko:nnen. Normalerweise werden solche Seiten  
              vom Kernel benutzt, manchmal werden Sie aber auch fu:r          
              spezielle Zwecke von Prozessen verwendet.                       
                                                                              
          Seiten im Zustand Inactive werden oft auf Plattenspeicher           
          geschrieben (sozusagen ein sync des VM-Systems). Wenn die CPU       
          erkennen kann, das eine Seite unmodifiziert (clean) ist, kann auch  
          eine Active-Seite auf den Plattenspeicher ausgeschrieben werden. In 
          bestimmten Situationen ist es von Vorteil, wenn ein Block von       
          VM-Seiten, unabha:ngig von seinem Zustand, ausgeschrieben werden    
          kann. Die Inactive-Liste entha:lt wenig benutzte Seiten, die        
          ausgeschrieben werden ko:nnten. Seiten im Zustand Cached sind schon 
          ausgeschrieben und stehen Prozessen fu:r die Verwendung im alten    
          oder in einem neuen Kontext zur Verfu:gung. Seiten im Zustand Cache 
          sind nicht ausreichend geschu:tzt und ko:nnen wa:hrend              
          Unterbrechungen nicht benutzt werden.                               
                                                                              
          Die eben beschriebene Behandlung von Speicherseiten kann durch      
          weitere Zusta:nde (wie das Busy-Flag) vera:ndert werden.            
   10.22. Wie viel freien Speicher hat mein System?                           
          Es gibt verschiedene Arten von "freiem Speicher". Eine Art ist die  
          Speichermenge, die sofort, ohne etwas auszulagern, zur Verfu:gung   
          steht. Dies ist ungefa:hr die kumulierte Gro:sse von Inactive und   
          Free. Der gesamte VM-Bereich ist eine weitere Art des "freien       
          Speichers". Die Betrachtung ist komplex, ha:ngt aber von der        
          Gro:sse des Swap-Bereichs und der Gro:sse des Arbeitsspeichers ab.  
          Es gibt weitere Definitionen fu:r "freien Speicher", die aber alle  
          relativ nutzlos sind. Wichtig ist hingegen, dass wenig Seiten       
          ausgelagert werden (paging) und der Swap-Bereich ausreichend gross  
          ist.                                                                
   10.23. Was ist /var/empty?                                                 
          Das Verzeichnis /var/empty wird von sshd(8) beno:tigt, wenn es mit  
          "Privilege Separation" ausgefu:hrt wird. Das Verzeichnis /var/empty 
          ist leer, geho:rt root und ist durch das Dateiattribut schg         
          geschu:tzt.                                                         
   10.24. Ich habe eben /etc/newsyslog.conf gea:ndert. Wie kann ich das       
          Ergebnis u:berpru:fen?                                              
          Um zu sehen wie newsyslog(8) reagiert, verwenden Sie das folgende   
          Kommando:                                                           
                                                                              
          % newsyslog -nrvv                                                   
   10.25. Meine Systemuhr geht falsch. Wie kann ich die Zeitzone a:ndern?     
          Benutzen Sie tzsetup(8).                                            

             Kapitel 11. Das X Window System und virtuelle Konsolen

   11.1. Was ist das X Window System?

   11.2. Ich mo:chte Xorg benutzen, was muss ich tun?

   11.3. Ich habe versucht, X zu starten, aber wenn ich startx eingebe,
   erhalte ich die Fehlermeldung No devices detected.. Was soll ich jetzt
   machen?

   11.4. Warum funktioniert meine Maus unter X nicht?

   11.5. Kann ich meine Rad-Maus auch unter X benutzen?

   11.6. Mein Laptop hat ein Synaptics Touchpad. Kann ich das unter X
   benutzen?

   11.7. Wie verwende ich entfernte X-Displays?

   11.8. Was ist eine virtuelle Konsole und wie erstelle ich mehr davon?

   11.9. Wie greife ich von X aus auf virtuelle Konsolen zu?

   11.10. Wie starte ich XDM beim Booten?

   11.11. Wieso erhalte ich die Meldung Couldn't open console, wenn ich
   xconsole starte?

   11.12. Warum funktioniert meine PS/2-Maus nicht richtig?

   11.13. Wie vertausche ich die Maustasten?

   11.14. Wie installiere ich einen Splash-Screen und wo finde ich sie?

   11.15. Kann ich die Windows-Tasten unter X benutzen?

   11.16. Wird 3D Hardware Beschleunigung fu:r OpenGL(R) unterstu:tzt?

   11.1.  Was ist das X Window System?                                        
          Das X Window System (oder auch nur X11) ist das am ha:ufigsten      
          verwendete Window System fu:r UNIX(R)- und UNIX(R)-a:hnliche        
          Systeme, zu denen auch FreeBSD geho:rt. Der X Protokollstandard     
          wird von der X.Org Foundation definiert und liegt aktuell in        
          Version 11 Release 7.7 vor und wird ha:ufig auch nur als X11        
          bezeichnet.                                                         
                                                                              
          Das X Window System wurde fu:r viele verschiedene Architekturen und 
          Betriebssysteme implementiert. Eine serverseitige Implementierung   
          wird dabei als X-Server bezeichnet.                                 
   11.2.  Ich mo:chte Xorg benutzen, was muss ich tun?                        
          Sie ko:nnen Xorg wie folgt installieren:                            
                                                                              
          Benutzen Sie den Meta-Port x11/xorg, der sa:mtliche Xorg            
          Komponenten installiert.                                            
                                                                              
          Benutzen Sie x11/xorg-minimal, der nur die beno:tigten Komponenten  
          installiert.                                                        
                                                                              
          Sie ko:nnen Xorg auch als Paket installieren:                       
                                                                              
          # pkg install xorg                                                  
                                                                              
          Lesen Sie nach erfolgreicher Installation von Xorg den Abschnitt    
          X11 konfigurieren im FreeBSD Handbuch.                              
   11.3.  Ich habe versucht, X zu starten, aber wenn ich startx eingebe,      
          erhalte ich die Fehlermeldung No devices detected.. Was soll ich    
          jetzt machen?                                                       
          Das System la:uft wahrscheinlich auf einer erho:hten                
          Sicherheitsstufe (securelevel). X kann auf einer erho:hten          
          Sicherheitsstufe nicht gestartet werden, weil X dazu Schreibzugriff 
          auf io(4) beno:tigt. Lesen Sie dazu auch die Manualpage init(8).    
                                                                              
          Es gibt zwei Lo:sungen fu:r dieses Problem: Setzen Sie die          
          Sicherheitsstufe wieder zuru:ck auf 0 oder starten Sie xdm(1) (oder 
          einen alternativen Display Manager) wa:hrend des Bootens, bevor die 
          Sicherheitsstufe erho:ht wird.                                      
                                                                              
          Der Abschnitt F: 11.10 entha:lt Informationen daru:ber, wie Sie     
          xdm(1) beim Systemstart aktivieren ko:nnen.                         
   11.4.  Warum funktioniert meine Maus unter X nicht?                        
          Wenn Sie den Standard-Konsolentreiber syscons(4) benutzen, ko:nnen  
          Sie FreeBSD so konfigurieren, dass auf jedem virtuellen Bildschirm  
          ein Mauszeiger unterstu:tzt wird. Um Konflikte mit X zu vermeiden,  
          unterstu:tzt syscons(4) ein virtuelles Gera:t namens /dev/sysmouse. 
          Alle Mausbewegungen und Mausklicks werden u:ber moused(8) in das    
          sysmouse(4) Gera:t. Falls Sie die Maus auf einer oder mehreren      
          virtuellen Konsolen und unter X benutzen wollen, sollten Sie        
          zuna:chst F: 4.4.1 lesen und moused(8) konfigurieren.               
                                                                              
          Stellen Sie anschliessend sicher, dass die folgenden Eintra:ge in   
          etc/X11/xorg.conf enthalten sind:                                   
                                                                              
          Section "InputDevice"                                               
             Option          "Protocol" "SysMouse"                            
             Option          "Device" "/dev/sysmouse"                         
          .....                                                               
                                                                              
          Beginnend mit Xorg 7.4 werden Angaben im Abschnitt InputDevice von  
          xorg.conf ignoriert. Stattdessen wird auf die automatisch           
          ermittelten Werte zuru:ckgegriffen. Um das alte Verhalten zu        
          reaktivieren, fu:gen Sie die folgende Zeile entweder in den         
          Abschnitt ServerLayout oder ServerFlags ein:                        
                                                                              
          Option "AutoAddDevices" "false"                                     
                                                                              
          Einige Leute ziehen es vor, unter X /dev/mouse zu benutzen. Hierzu  
          sollte /dev/mouse nach /dev/sysmouse (siehe sysmouse(4)) gelinkt    
          werden, indem Sie die folgende Zeile in /etc/devfs.conf (siehe      
          devfs.conf(5)) hinzufu:gen:                                         
                                                                              
          link    sysmouse    mouse                                           
                                                                              
          Die Verknu:pfung kann durch Neustart von devfs(5) u:ber das         
          folgende Kommando (als root) erzeugt werden:                        
                                                                              
          # service devfs restart                                             
   11.5.  Kann ich meine Rad-Maus auch unter X benutzen?                      
          Dazu mu:ssen Sie X nur mitteilen, dass Sie eine Maus mit 5 Tasten   
          haben. Dazu fu:gen Sie die Zeilen Buttons 5 sowie ZAxisMapping 4 5  
          in den Abschnitt "InputDevice" von /etc/X11/xorg.conf ein. Das      
          Beispiel zeigt, wie ein solcher Abschnitt aussehen ko:nnte.         
                                                                              
          Section "InputDevice"                                               
             Identifier      "Mouse1"                                         
             Driver          "mouse"                                          
             Option          "Protocol" "auto"                                
             Option          "Device" "/dev/sysmouse"                         
             Option          "Buttons" "5"                                    
             Option          "ZAxisMapping" "4 5"                             
          EndSection                                                          
                                                                              
          Wenn Sie die Maus in Emacs benutzen wollen, fu:gen Sie auch die     
          folgenden Zeilen in ~/.emacs ein:                                   
                                                                              
          ;; wheel mouse                                                      
          (global-set-key [mouse-4] 'scroll-down)                             
          (global-set-key [mouse-5] 'scroll-up)                               
   11.6.  Mein Laptop hat ein Synaptics Touchpad. Kann ich das unter X        
          benutzen?                                                           
          Ja, aber damit es funktioniert, mu:ssen Sie ein paar Dinge          
          konfigurieren.                                                      
                                                                              
          Damit Sie den Xorg synaptics Treiber benutzen ko:nnen, mu:ssen Sie  
          zuerst moused_enable aus /etc/rc.conf entfernen.                    
                                                                              
          Um synaptics zu aktivieren, fu:gen Sie die folgende Zeile in        
          /boot/loader.conf ein:                                              
                                                                              
          hw.psm.synaptics_support="1"                                        
                                                                              
          Fu:gen Sie die folgende Zeile in /etc/X11/xorg.conf ein:            
                                                                              
          Section "InputDevice"                                               
          Identifier  "Touchpad0"                                             
          Driver      "synaptics"                                             
          Option      "Protocol" "psm"                                        
          Option      "Device" "/dev/psm0"                                    
          EndSection                                                          
                                                                              
          Und fu:gen Sie die folgende Zeile in den Abschnitt "ServerLayout"   
          hinzu:                                                              
                                                                              
          InputDevice    "Touchpad0" "SendCoreEvents"                         
   11.7.  Wie verwende ich entfernte X-Displays?                              
          Aus Sicherheitsgru:nden verbietet der X-Server in der               
          Voreinstellung Verbindungen von entfernten Systemen.                
                                                                              
          Starten Sie den X mit der Option -listen_tcp, wenn Sie Verbindungen 
          von entfernten Systemen erlauben wollen:                            
                                                                              
          % startx -listen_tcp                                                
   11.8.  Was ist eine virtuelle Konsole und wie erstelle ich mehr davon?     
          Mit virtuellen Konsolen ko:nnen Sie mehrere simultane Sitzungen auf 
          einer Maschine laufen lassen, ohne so komplizierte Dinge wie die    
          Einrichtung eines Netzwerkes oder die Benutzung von X zu            
          beno:tigen.                                                         
                                                                              
          Wenn das System startet, wird es nach der Anzeige aller             
          Bootmeldungen eine Eingabeaufforderung auf dem Bildschirm anzeigen. 
          Sie ko:nnen dann auf der ersten virtuellen Konsole Ihren            
          Benutzernamen und das Passwort eingeben und anfangen, zu arbeiten.  
                                                                              
          Um eine weitere Sitzung zu starten, vielleicht, um die              
          Dokumentation zu einem Programm, das Sie gerade benutzen,           
          einzusehen, oder, um Ihre Mails zu lesen, wa:hrend Sie auf das Ende 
          einer FTP-U:bertragung warten. Dru:cken Sie AltF2 und Sie gelangen  
          zur Anmelde-Aufforderung auf der zweiten virtuellen Konsole. Wenn   
          Sie zuru:ck zur ersten Sitzung mo:chten, dru:cken Sie Alt+F1.       
                                                                              
          Die Standardinstallation von FreeBSD bietet acht aktivierte         
          virtuelle Konsolen. Mit Alt+F1, Alt+F2, Alt+F3 und so weiter        
          wechseln Sie zwischen diesen virtuellen Konsolen.                   
                                                                              
          Um weitere virtuelle Konsolen zu aktivieren, editieren Sie          
          /etc/ttys (ttys(5)) und fu:gen Eintra:ge fu:r ttyv8 bis zu ttyvc    
          nach dem Kommentar zu "Virtual terminals" ein:                      
                                                                              
          # Edit the existing entry for ttyv8 in /etc/ttys and change         
          # "off" to "on".                                                    
          ttyv8   "/usr/libexec/getty Pc"         xterm  on secure            
          ttyv9   "/usr/libexec/getty Pc"         xterm  on secure            
          ttyva   "/usr/libexec/getty Pc"         xterm  on secure            
          ttyvb   "/usr/libexec/getty Pc"         xterm  on secure            
                                                                              
          Benutzen Sie so wenig oder so viele, wie Sie mo:chten. Je mehr      
          virtuelle Terminals Sie benutzen, desto mehr Ressourcen werden      
          gebraucht; das kann wichtig sein, wenn Sie 8 MB RAM oder weniger    
          besitzen. Sie ko:nnen auch secure in insecure a:ndern.              
                                                                              
            Anmerkung:                                                        
                                                                              
          FreeBSD 9.0 und a:ltere Versionen verwenden den Terminaltyp         
          "cons25" und nicht "xterm". Benutzen Sie beim Hinzufu:gen von neuen 
          Eintra:gen in /etc/ttys das Format der bereits bestehenden          
          Eintra:ge.                                                          
                                                                              
            Wichtig:                                                          
                                                                              
          Wenn Sie einen X-Server benutzen mo:chten, mu:ssen Sie mindestens   
          ein virtuelles Terminal ausgeschaltet (off) lassen damit der Server 
          es benutzen kann. Das heisst, dass Ihnen nur 11 Alt-Funktionstasten 
          fu:r virtuelle Konsolen zur Verfu:gung stehen, die letzte ist fu:r  
          den X-Server bestimmt.                                              
                                                                              
          Um beispielsweise X und elf virtuelle Konsolen auszufu:hren, sollte 
          die Einstellung fu:r das virtuelle Terminal 12 wie folgt sein:      
                                                                              
          ttyvb   "/usr/libexec/getty Pc"         xterm  off secure           
                                                                              
          Sie ko:nnen das System neu starten, um die virtuellen Konsolen zu   
          aktivieren.                                                         
   11.9.  Wie greife ich von X aus auf virtuelle Konsolen zu?                 
          Benutzen Sie Strg+Alt+Fn um auf eine virtuelle Konsole              
          umzuschalten. Mit Strg+Alt+F1 schalten Sie zur ersten virtuellen    
          Konsole.                                                            
                                                                              
          Sobald Sie auf eine virtuelle Konsole umgeschaltet haben, ko:nnen   
          Sie Alt+Fn benutzen, um zwischen den einzelnen virtuellen Konsolen  
          umzuschalten.                                                       
                                                                              
          Um zur X-Sitzung zuru:ckzukehren, mu:ssen Sie auf die virtuelle     
          Konsole umschalten, auf der X la:uft. Wenn Sie X u:ber der          
          Eingabeaufforderung mit startx gestartet haben, benutzt X die       
          na:chste freie virtuelle Konsole und nicht die Konsole, von der es  
          gestartet wurde. Wenn Sie acht aktive virtuelle Konsolen haben,     
          dann wird X die neunte benutzen und Sie ko:nnen mit Alt+F9          
          umschalten.                                                         
   11.10. Wie starte ich XDM beim Booten?                                     
          Es gibt zwei Denkansa:tze, wie xdm(1) zu starten ist. Bei dem einen 
          wird xdm unter Nutzung des mitgelieferten Beispiels u:ber /etc/ttys 
          (siehe ttys(5)) gestartet, wa:hrend beim zweiten Ansatz rc.local    
          (siehe rc(8)) oder das Skript X aus /usr/local/etc/rc.d verwendet   
          wird. Beide Ansa:tze sind gleichwertig und der eine wird in         
          Situationen funktionieren, in denen der andere es nicht tut. In     
          beiden Fa:llen ist das Ergebnis das gleiche: X liefert eine         
          graphische Anmeldeaufforderung.                                     
                                                                              
          Die ttys(5)-Methode hat den Vorteil, dass dokumentiert ist, auf     
          welchem vty X gestartet wird und der Neustart des X-Servers beim    
          Abmelden an init(8) u:bergeben wird. Die rc(8)-Methode erleichtert  
          den Aufruf von kill xdm, falls Probleme beim Start des X-Servers    
          auftreten sollten.                                                  
                                                                              
          Beim Laden von rc(8), sollte xdm ohne irgendwelche Argumente (das   
          heisst als Daemon) gestartet werden. xdm muss gestartet werden      
          nachdem getty(8) la:uft, andernfalls entsteht ein Konflikt zwischen 
          getty und xdm und die Konsole bleibt gesperrt. Der beste Weg, um    
          dies zu vermeiden, ist, das Skript fu:r etwa zehn Sekunden          
          anzuhalten und dann xdm zu starten.                                 
                                                                              
          Wenn Sie xdm durch einen Eintrag in /etc/ttys starten lassen, kann  
          es zu einem Konflikt zwischen xdm und getty(8) kommen. Um dieses    
          Problem zu vermeiden, sollten Sie die Nummer des vt in              
          /usr/local/lib/X11/xdm/Xservers eintragen:                          
                                                                              
          :0 local /usr/local/bin/X vt4                                       
                                                                              
          Diese Zeile fu:hrt dazu, dass der X Server /dev/ttyv3 nutzt. Die    
          beiden Zahlen weichen voneinander ab: Der X-Server beginnt die      
          Za:hlung der vty bei 1, wa:hrend der FreeBSD-Kernel bei 0 beginnt.  
   11.11. Wieso erhalte ich die Meldung Couldn't open console, wenn ich       
          xconsole starte?                                                    
          Wenn X mit startx gestartet wird, werden die Zugriffsrechte fu:r    
          /dev/console nicht gea:ndert, was dazu fu:hrt, dass Dinge wie xterm 
          -C und xconsole nicht funktionieren.                                
                                                                              
          Das ha:ngt damit zusammen, wie die Zugriffsrechte fu:r die Konsole  
          standardma:ssig gesetzt sind. Auf einem Mehrbenutzersystem mo:chte  
          man nicht unbedingt, dass jeder Benutzer einfach auf die            
          Systemkonsole schreiben kann. Fu:r Benutzer, die sich auf einer     
          Maschine direkt mit einem VTY anmelden, existiert die Datei         
          fbtab(5), um derartige Probleme zu lo:sen.                          
                                                                              
          In Ku:rze: sorgen Sie dafu:r, dass sich in der Datei /etc/fbtab     
          (siehe fbtab(5)) eine nicht auskommentierte Zeile der folgenden Art 
          befindet:                                                           
                                                                              
          /dev/ttyv0 0600 /dev/console                                        
                                                                              
          Das sorgt dafu:r, dass wer auch immer sich auf /dev/ttyv0 anmeldet, 
          auch die Konsole besitzt.                                           
   11.12. Warum funktioniert meine PS/2-Maus nicht richtig?                   
          Ihre Maus und der Maustreiber sind vielleicht aus der               
          Synchronisation geraten. In seltenen Fa:llen kann auch der Treiber  
          irrtu:mlicherweise Synchronisationsprobleme melden:                 
                                                                              
          psmintr: out of sync (xxxx != yyyy)                                 
                                                                              
          Falls das passiert, deaktivieren Sie den Code zur U:berpru:fung der 
          Synchronisation, indem Sie die Treiberangaben fu:r den              
          PS/2-Maustreiber auf 0x100 setzen. Dazu fu:gen Sie einfach          
          hint.psm.0.flags="0x100" in /boot/loader.conf ein und starten das   
          System anschliessend neu.                                           
   11.13. Wie vertausche ich die Maustasten?                                  
          Geben Sie xmodmap -e "pointer = 3 2 1" ein. Fu:gen Sie dieses       
          Kommando in ~/.xinitrc oder ~/.xsession hinzu, damit dies           
          automatisch geschieht.                                              
   11.14. Wie installiere ich einen Splash-Screen und wo finde ich sie?       
          Die detaillierte Antwort auf diese Frage finden Sie im Abschnitt    
          Willkommensbildschirme wa:hrend des Bootvorgangs konfigurieren des  
          FreeBSD Handbuchs.                                                  
   11.15. Kann ich die Windows-Tasten unter X benutzen?                       
          Ja, Sie mu:ssen lediglich mit xmodmap(1) festlegen, welche Aktion   
          diese Tasten auslo:sen sollen.                                      
                                                                              
          Unter der Annahme, dass alle Windows-Tastaturen dem Standard        
          entsprechen, lauten die Keycodes fu:r die drei Tasten wie folgt:    
                                                                              
            * 115 - Windows-Taste zwischen den Strg- und Alt-Tasten auf der   
              linken Seite                                                    
                                                                              
            * 116 - Windows-Taste rechts von der AltGr-Taste                  
                                                                              
            * 117 - Menu:-Taste, links von der rechten Strg-Taste             
                                                                              
          Nach der folgenden Anweisung erzeugt die linke Windows-Taste ein    
          Komma.                                                              
                                                                              
          # xmodmap -e "keycode 115 = comma"                                  
                                                                              
          Um die neue Belegung der Windows-Tasten automatisch bei jedem Start 
          von X zu erhalten, ko:nnten entsprechende xmodmap Anweisungen in    
          ~/.xinitrc einfu:gt werden. Die bevorzugte Variante ist aber, eine  
          Datei mit dem Namen ~/.xmodmaprc zu erzeugen, die nur die Parameter 
          fu:r den Aufruf von xmodmap entha:lt. Wenn Sie mehrere Tasten       
          umdefinieren wollen, muss jede Definition in eine eigene Zeile      
          gesetzt werden. Weiterhin mu:ssen Sie in ~/.xinitrc die folgende    
          Zeile einfu:gen:                                                    
                                                                              
          xmodmap $HOME/.xmodmaprc                                            
                                                                              
          Sie ko:nnten die drei Tasten zum Beispiel mit den Funktionen F13,   
          F14, und F15 belegen. Dadurch ist es sehr einfach, diese Tasten mit 
          nu:tzlichen Funktionen eines Programmes oder Desktops zu            
          verknu:pfen.                                                        
                                                                              
          Um dies zu tun, fu:gen Sie die folgenden Zeilen in ~/.xmodmaprc     
          ein.                                                                
                                                                              
          keycode 115 = F13                                                   
          keycode 116 = F14                                                   
          keycode 117 = F15                                                   
                                                                              
          Falls Sie zum Beispiel x11-wm/fvwm2 benutzen, ko:nnen Sie ihn so    
          einstellen, dass F13 das Fenster unter dem Mauszeiger minimiert     
          bzw. maximiert. F14 holt das Fenster unter dem Mauszeiger in den    
          Vordergrund bzw. ganz nach hinten, wenn es bereits im Vordergrund   
          ist. F15 o:ffnet das Arbeitsplatz-Menu:, auch wenn der Cursor nicht 
          auf den Hintergrund zeigt. Dies ist extrem praktisch, wenn der      
          gesamte Bildschirm von Fenster belegt wird.                         
                                                                              
          Dieses Verhalten erha:lt man mit den folgenden Eintra:gen in        
          ~/.fvwmrc:                                                          
                                                                              
          Key F13        FTIWS    A        Iconify                            
          Key F14        FTIWS    A        RaiseLower                         
          Key F15        A        A        Menu Workplace Nop                 
   11.16. Wird 3D Hardware Beschleunigung fu:r OpenGL(R) unterstu:tzt?        
          Dies ha:ngt davon ab, welche Version von Xorg und welche            
          Grafikkarte Sie verwenden. Wenn Sie eine Karte mit nVidia-Chipsatz  
          besitzen, benutzen Sie die bina:ren Treiber fu:r FreeBSD, indem Sie 
          einen der folgenden Ports installieren:                             
                                                                              
          Die aktuelle Version von nVidia-Karten wird durch den Port          
          x11/nvidia-driver unterstu:tzt.                                     
                                                                              
          Unterstu:tzung fu:r a:ltere Treiber finden Sie in                   
          x11/nvidia-driver-###                                               
                                                                              
          nVidia liefert detaillierte Informationen daru:ber, welche Karte    
          von welchem Treiber unterstu:tzt wird. Diese Information finden Sie 
          auf der Website http://www.nvidia.com/object/IO_32667.html.         
                                                                              
          Fu:r Matrox G200/400 ko:nnen Sie den Port x11-servers/mga_hal       
          benutzen.                                                           
                                                                              
          Bei ATI Rage 128 und Radeon lesen Sie ati(4), r128(4) und           
          radeon(4).                                                          

                             Kapitel 12. Netzwerke

   12.1. Woher kann ich Informationen u:ber "Diskless Booting" bekommen?

   12.2. Kann eine FreeBSD-Maschine als Netzwerkrouter genutzt werden?

   12.3. Kann ich meine Windows(R)-Maschine u:ber FreeBSD ans Internet
   anbinden?

   12.4. Unterstu:tzt FreeBSD und PPP?

   12.5. Unterstu:tzt FreeBSD NAT oder Masquerading?

   12.6. Wie kann ich Ethernet-Aliase einrichten?

   12.7. Warum kann ich per NFS nicht von einer Linux(R)-Maschine mounten?

   12.8. Warum meldet mir mountd auf meinem FreeBSD NFS-Server sta:ndig can't
   change attributes und bad exports list?

   12.9. Wie aktiviere ich die Unterstu:tzung fu:r IP-Multicast?

   12.10. Warum muss ich fu:r Hosts auf meiner Site den FQDN benutzen?

   12.11. Wieso erhalte ich bei allen Netzwerkoperationen die Meldung
   Permission denied?

   12.12. Warum kann ich mit ipfw einen Dienst nicht mit "fwd" auf eine
   andere Maschine umlenken?

   12.13. Wie kann ich Service-Anfragen von einer Maschine auf eine andere
   umleiten?

   12.14. Woher kann ich ein Bandbreiten-Managementtool bekommen?

   12.15. Warum erhalte ich die Meldung /dev/bpf0: device not configured?

   12.16. Habe ich, analog zum smbmount von Linux(R), eine Mo:glichkeit, auf
   ein freigegebenes Laufwerk einer Windows(R)-Maschine in meinem Netzwerk
   zuzugreifen?

   12.17. Was bedeutet die Meldung Limiting icmp/open port/closed port
   response in meinen Logdateien?

   12.18. Was bedeutet die Meldung arp: unknown hardware address format?

   12.19. Warum sehe ich sta:ndig Nachrichten wie: 192.168.0.10 is on fxp1
   but got reply from 00:15:17:67:cf:82 on rl0, und wie stelle ich das ab?

12.1.  Woher kann ich Informationen u:ber "Diskless Booting" bekommen?               
       "Diskless Booting" bedeutet, dass die FreeBSD-Maschine u:ber ein Netzwerk     
       gebootet wird und die notwendigen Dateien von einem Server anstatt von der    
       Festplatte liest. Vollsta:ndige Details finden Sie im Handbucheintrag u:ber   
       den plattenlosen Betrieb.                                                     
12.2.  Kann eine FreeBSD-Maschine als Netzwerkrouter genutzt werden?                 
       Ja. Genaue Informationen zu diesem Thema finden Sie im Abschnitt Gateways und 
       Routen des Handbuchkapitels Weiterfu:hrende Netzwerkthemen.                   
12.3.  Kann ich meine Windows(R)-Maschine u:ber FreeBSD ans Internet anbinden?       
       Personen, die diese Frage stellen, haben typischerweise zwei PCs zu Hause:    
       einen mit FreeBSD und einen mit einer Windows(R)-Variante. Die Idee ist, die  
       FreeBSD-Maschine an das Internet anzubinden, um in der Lage zu sein, von der  
       Windows(R)-Maschine u:ber die FreeBSD-Maschine auf das Internet zuzugreifen.  
       Das ist tatsa:chlich nur ein Spezialfall der vorherigen Frage.                
                                                                                     
       Wenn Sie eine Einwahlverbindung benutzen, mu:ssen Sie ppp mit der Option -nat 
       verwenden und in /etc/rc.conf die Variable gateway_enable auf YES setzen.     
       Weitere Informationen erhalten Sie in ppp(8) oder im Abschnitt User-PPP des   
       Handbuchs.                                                                    
                                                                                     
       Wenn die Verbindung zum Internet u:ber Ethernet erstellt wurde, mu:ssen Sie   
       natd(8) benutzen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt natd des 
       Handbuchs.                                                                    
12.4.  Unterstu:tzt FreeBSD und PPP?                                                 
       Ja. ppp(8) bietet Unterstu:tzung fu:r eingehende und ausgehende Verbindungen. 
                                                                                     
       Weitere Informationen finden Sie im Kapitel PPP im Handbuch.                  
12.5.  Unterstu:tzt FreeBSD NAT oder Masquerading?                                   
       Ja. Wenn Sie NAT u:ber eine User-PPP-Verbindung einsetzen wollen, lesen Sie   
       den Abschnitt PPP des Handbuchs. Wollen Sie NAT u:ber eine andere Verbindung  
       einsetzen, lesen Sie bitte den Abschnitt NAT Konfiguration im Handbuch.       
12.6.  Wie kann ich Ethernet-Aliase einrichten?                                      
       Wenn sich die zweite Adresse im gleichen Subnetz befindet wie eine der        
       Adressen, die bereits auf der Schnittstelle konfiguriert sind, benutzen Sie   
       netmask 0xffffffff wie in diesem Beispiel:                                    
                                                                                     
       # ifconfig ed0 alias 192.0.2.2 netmask 0xffffffff                             
                                                                                     
       Andernfalls geben sie die Adresse und die Netzmaske wie gewohnt an:           
                                                                                     
       # ifconfig ed0 alias 172.16.141.5 netmask 0xffffff00                          
                                                                                     
       Weitere Informationen finden Sie im FreeBSD Handbuch.                         
12.7.  Warum kann ich per NFS nicht von einer Linux(R)-Maschine mounten?             
       Einige Versionen des Linux(R) NFS-Codes akzeptieren Mount-Anfragen nur von    
       einem privilegierten Port. Versuchen Sie den folgenden Befehl:                
                                                                                     
       # mount -o -P linuxbox:/blah /mnt                                             
12.8.  Warum meldet mir mountd auf meinem FreeBSD NFS-Server sta:ndig can't change   
       attributes und bad exports list?                                              
       Die ha:ufigste Ursache fu:r dieses Problem ist, dass Sie den Aufbau der       
       /etc/exports nicht richtig verstanden haben. Lesen Sie exports(5) und das     
       Kapitel NFS im Handbuch, speziell den Abschnitt Konfiguration von NFS.        
12.9.  Wie aktiviere ich die Unterstu:tzung fu:r IP-Multicast?                       
       Installieren Sie das Paket oder den Port net/mrouted und fu:gen Sie           
       mrouted_enable="YES" in /etc/rc.conf hinzu, um den Dienst beim Booten zu      
       starten.                                                                      
12.10. Warum muss ich fu:r Hosts auf meiner Site den FQDN benutzen?                  
       Die Antwort hierzu finden Sie im FreeBSD Handbuch.                            
12.11. Wieso erhalte ich bei allen Netzwerkoperationen die Meldung Permission        
       denied?                                                                       
       Wenn der Kernel mit der Option IPFIREWALL kompiliert wurde, mu:ssen Sie       
       beachten, dass die Standardrichtlinie alle Pakete, die nicht explizit         
       zula:ssig sind, verweigert.                                                   
                                                                                     
       Wenn die Firewall unabsichtlich falsch konfiguriert wurde, stellen Sie die    
       Netzwerkfunktionalita:t wieder her, indem Sie Folgendes als root eingeben:    
                                                                                     
       # ipfw add 65534 allow all from any to any                                    
                                                                                     
       Sie ko:nnen in /etc/rc.conf auch firewall_type="open" setzen.                 
                                                                                     
       Weitere Informationen u:ber die Konfiguration dieser Firewall finden Sie im   
       Kapitel IPFW des Handbuchs.                                                   
12.12. Warum kann ich mit ipfw einen Dienst nicht mit "fwd" auf eine andere Maschine 
       umlenken?                                                                     
       Wahrscheinlich beno:tigen Sie Network Address Translation (NAT) und nicht die 
       einfache Weiterleitung von Paketen. Die "fwd"-Regel leitet lediglich Pakete   
       weiter; die Daten in den Paketen werden aber nicht vera:ndert. Ein Beispiel:  
                                                                                     
       01000 fwd 10.0.0.1 from any to foo 21                                         
                                                                                     
       Wenn ein Paket mit dem Ziel foo die Maschine mit dieser Regel erreicht, wird  
       das Paket an 10.0.0.1 weitergeleitet; die Zieladresse im Paket lautet aber    
       immer noch foo! Die Zieladresse wird nicht in 10.0.0.1 gea:ndert. Die meisten 
       Rechner werden allerdings Pakete verwerfen, wenn die Zieladresse des Paketes  
       nicht mit der Adresse des Rechners u:bereinstimmt. Das ist der Grund, warum   
       eine "fwd" Regel oft nicht den Effekt hat, den der Benutzer wollte. Dieses    
       Verhalten ist aber kein Fehler, sondern erwu:nscht.                           
                                                                                     
       Wenn Sie einen Dienst auf eine andere Maschine umleiten wollen, sollten Sie   
       die FAQ u:ber die Umleitung von Diensten und die Manualpage natd(8) lesen.    
       Auch in der Ports Sammlung sind diverse Hilfsprogramme fu:r diesen Zweck      
       enthalten.                                                                    
12.13. Wie kann ich Service-Anfragen von einer Maschine auf eine andere umleiten?    
       Sie ko:nnen fu:r FTP und andere Dienste mit dem Paket oder Port               
       sysutils/socket umleiten. Ersetzen sie die Befehlszeile fu:r den Dienst in    
       /etc/inetd.conf einfach so, dass stattdessen socket aufgerufen wird, wie in   
       diesem Beispiel fu:r ftpd zu sehen ist:                                       
                                                                                     
       ftp stream tcp nowait nobody /usr/local/bin/socket socket ftp.example.com ftp 
                                                                                     
       wobei ftp.example.com und ftp entsprechend der Host und der Port sind, wohin  
       umgeleitet werden soll.                                                       
12.14. Woher kann ich ein Bandbreiten-Managementtool bekommen?                       
       Fu:r FreeBSD gibt es drei Bandbreiten-Managementtools. dummynet(4) ist als    
       Teil von ipfw(4) in FreeBSD integriert. ALTQ ist in FreeBSD Bestandteil von   
       pf(4). Beim Bandbreiten-Manager von Emerging Technologies handelt es sich     
       hingegen um ein kommerzielles Produkt.                                        
12.15. Warum erhalte ich die Meldung /dev/bpf0: device not configured?               
       Der Berkeley Paket Filter (bpf(4)) muss in den Kernel eingebunden werden,     
       bevor er von einem Programm genutzt werden kann. Fu:gen Sie folgendes zur     
       Kernelkonfigurationsdatei hinzu und erstellen Sie einen neuen Kernel:         
                                                                                     
       device bpf        # Berkeley Packet Filter                                    
12.16. Habe ich, analog zum smbmount von Linux(R), eine Mo:glichkeit, auf ein        
       freigegebenes Laufwerk einer Windows(R)-Maschine in meinem Netzwerk           
       zuzugreifen?                                                                  
       Benutzen Sie die Programme aus dem Paket SMBFS. Es entha:lt einige            
       Kernel-Erweiterungen und Benutzerprogramme. Die Programme und weitergehende   
       Informationen sind unter mount_smbfs(8) im Basissystem verfu:gbar.            
12.17. Was bedeutet die Meldung Limiting icmp/open port/closed port response in      
       meinen Logdateien?                                                            
       Diese Kernelmeldung deutet darauf hin, dass irgend jemand versucht, die       
       Generierung von sehr vielen ICMP oder TCP reset (RST) Antworten zu            
       provozieren. ICMP Antworten sind oft das Ergebnis von Verbindungsversuchen zu 
       unbenutzten UDP Ports. TCP Resets werden generiert, wenn jemand versucht,     
       eine Verbindung zu einem ungenutzten TCP Port aufzubauen. Die Meldungen       
       ko:nnen unter anderem durch die folgenden Ereignisse ausgelo:st werden:       
                                                                                     
         * Brute-force Denial of Service (DoS) Angriffe (im Gegensatz zu Angriffen   
           mit einzelnen Paketen, welche gezielt eine Schwachstelle des Systems      
           ausnutzen).                                                               
                                                                                     
         * Port Scans, bei denen versucht wird, Verbindungen zu einer grossen Anzahl 
           von Ports (und nicht nur einigen bekannten Ports) herzustellen.           
                                                                                     
       Die erste Zahl gibt an, wie viele Pakete vom Kernel ohne das Limit versendet  
       worden wa:ren; die zweite Zahl gibt das Limit an. Sie ko:nnen das Limit mit   
       der sysctl-Variable net.inet.icmp.icmplim einstellen. Im Beispiel wird das    
       Limit auf 300 Pakete pro Sekunde gesetzt:                                     
                                                                                     
       # sysctl net.inet.icmp.icmplim=300                                            
                                                                                     
       Wenn Sie zwar die Begrenzung benutzen mo:chten, aber die Meldungen nicht in   
       den Logdateien sehen mo:chten, ko:nnen Sie die Meldungen mit der              
       sysctl-Variable net.inet.icmp.icmplim_output abschalten:                      
                                                                                     
       # sysctl net.inet.icmp.icmplim_output=0                                       
                                                                                     
       Falls Sie die Begrenzung ganz abschalten wollen, ko:nnen Sie die              
       sysctl-Variable net.inet.icmp.icmplim auf 0. Wir raten Ihnen aus den oben     
       genannten Gru:nden dringend von diesem Schritt ab.                            
12.18. Was bedeutet die Meldung arp: unknown hardware address format?                
       Ein Gera:t im lokalen Ethernet verwendet eine MAC-Adresse in einem Format,    
       das FreeBSD nicht kennt. Der wahrscheinlichste Grund ist, dass jemand         
       Experimente mit einer Ethernet-Karte anstellt. Die Meldung tritt sehr ha:ufig 
       in Netzwerken mit Cable Modems auf. Die Meldung ist harmlos und sollte die    
       Leistung des Systems nicht negativ beeinflussen.                              
12.19. Warum sehe ich sta:ndig Nachrichten wie: 192.168.0.10 is on fxp1 but got      
       reply from 00:15:17:67:cf:82 on rl0, und wie stelle ich das ab?               
       Weil ein Paket unerwartet von ausserhalb des Netzwerks empfangen wurde. Um    
       die Nachrichten abzustellen, a:ndern Sie                                      
       net.link.ether.inet.log_arp_wrong_iface auf 0.                                

                             Kapitel 13. Sicherheit

   13.1. Was ist ein Sandkasten (sandbox)?

   13.2. Was sind die Sicherheitsstufen (securelevel)?

   13.3. Wieso wartet BIND (named) auf hohen Ports auf Anfragen?

   13.4. Wieso wartet der Sendmail-Dienst sowohl auf Port 587 als auch auf
   dem Standard-Port 25 auf Anfragen?

   13.5. Woher kommt dieser Benutzer toor mit UID 0? Ist mein System gehackt
   worden?

   13.1. Was ist ein Sandkasten (sandbox)?                                    
         "Sandkasten" (sandbox) ist ein Ausdruck aus dem Bereich Sicherheit.  
         Er hat zwei Bedeutungen:                                             
                                                                              
           * Ein Programm, das innerhalb virtueller Wa:nde ausgefu:hrt wird.  
             Wenn ein Angreifer u:ber eine Sicherheitslu:cke in diesen        
             Programm einbricht, verhindern diese Wa:nde ein tieferes         
             Vordringen in das System.                                        
                                                                              
             Der Prozess kann innerhalb der Wa:nde laufen, das heisst nichts, 
             was der Prozess in Bezug auf die Ausfu:hrung von Code tut, kann  
             die Wa:nde durchbrechen. Es ist also keine detaillierte Revision 
             des Codes erforderlich, um gewisse Aussagen u:ber seine          
             Sicherheit machen zu ko:nnen.                                    
                                                                              
             Die Wa:nde ko:nnten z.B. eine Benutzerkennung sein. Dies ist die 
             Definition, die in den Manualpages security(7) und named(8)      
             benutzt wird.                                                    
                                                                              
             Nehmen Sie zum Beispiel den Dienst ntalk (siehe inetd(8)).       
             Dieser Dienst ist fru:her mit der Benutzerkennung root gelaufen; 
             nun la:uft er mit der Benutzerkennung tty. Der Benutzer tty ist  
             ein Sandkasten, der dazu gedacht ist, es jemandem, der u:ber     
             ntalk erfolgreich in das System eingebrochen ist, schwer zu      
             machen, u:ber diese Benutzerkennung hinaus vorzudringen.         
                                                                              
           * Ein Prozess, der sich innerhalb einer simulierten Maschine       
             befindet. Dies ist etwas fortgeschrittener; grundsa:tzlich       
             bedeutet es, dass jemand, der in der Lage ist, in einen Prozess  
             einzudringen, annehmen ko:nnte, er ko:nnte weiter in die         
             Maschine eindringen, tatsa:chlich aber nur in eine Simulation    
             der Maschine einbricht und keine echten Daten vera:ndert.        
                                                                              
             Der ga:ngigste Weg, dies zu erreichen, ist, in einem             
             Unterverzeichnis eine simulierte Umgebung zu erstellen und den   
             Prozess in diesem Verzeichnis mit chroot auszufu:hren (fu:r      
             diesen Prozess ist / dieses Verzeichnis und nicht das echte /    
             des Systems).                                                    
                                                                              
             Eine weitere gebra:uchliche Anwendung ist, ein untergeordnetes   
             Dateisystem nur mit Leserechten zu mounten, und dann daru:ber    
             eine Dateisystemebene zu erstellen, die einem Prozess einen      
             scheinbar schreibberechtigten Blick in das Dateisystem gibt. Der 
             Prozess mag glauben, dass er in der Lage ist, diese Dateien zu   
             vera:ndern, aber nur der Prozess sieht diesen Effekt - andere    
             Prozesse im System natu:rlich nicht.                             
                                                                              
             Es wird versucht, diese Art von Sandkasten so transparent zu     
             gestalten, dass der Benutzer (oder Hacker) nicht merkt, dass er  
             sich in ihm befindet.                                            
                                                                              
         UNIX(R) implementiert zwei Arten von Sandka:sten - eine auf          
         Prozessebene und die andere auf der Ebene der Benutzerkennung.       
                                                                              
         Jeder Prozess unter UNIX(R) ist komplett von allen anderen Prozessen 
         abgeschirmt. Ein Prozess kann den Adressraum eines anderen Prozesses 
         nicht modifizieren.                                                  
                                                                              
         Ein UNIX(R) Prozess geho:rt einer bestimmten Benutzerkennung. Falls  
         die Benutzerkennung nicht die von root ist, dient sie dazu, den      
         Prozess von Prozessen anderer Benutzer abzuschirmen. Die             
         Benutzerkennung wird ausserdem dazu genutzt, Daten auf der           
         Festplatte abzuschirmen.                                             
   13.2. Was sind die Sicherheitsstufen (securelevel)?                        
         Sicherheitsstufen (securelevel) sind ein Sicherheitsmechanismus, der 
         im Kernel implementiert ist. Wenn die Sicherheitsstufe einen         
         positiven Wert hat, verhindert der Kernel die Ausfu:hrung bestimmter 
         Ta:tigkeiten; nicht einmal der Super-User (root) darf sie            
         durchfu:hren. Zurzeit ko:nnen u:ber die Sicherheitsstufen unter      
         anderem die folgenden Ta:tigkeiten geblockt werden:                  
                                                                              
           * Zuru:cksetzen bestimmter Dateiattribute, wie zum Beispiel schg   
             (das "system immutable" Attribut).                               
                                                                              
           * Schreibender Zugriff auf die Speicherbereiche des Kernels        
             mittels /dev/mem und /dev/kmem.                                  
                                                                              
           * Laden von Kernel-Modulen.                                        
                                                                              
           * A:nderungen an den Firewall-Regeln.                              
                                                                              
         Das folgende Kommando kann benutzt werden, um die eingestellte       
         Sicherheitsstufe eines aktiven Systems abzufragen:                   
                                                                              
         # sysctl -n kern.securelevel                                         
                                                                              
         Die Ausgabe entha:lt den aktuellen Wert der Sicherheitsstufe. Wenn   
         die Zahl positiv (gro:sser als Null) ist, sind zumindest einige der  
         Schutzmassnahmen aktiviert.                                          
                                                                              
         Die Sicherheitsstufe eines laufenden Systems kann nicht verringert   
         werden, da dies den Mechanismus nutzlos machen wu:rde. Wenn Sie eine 
         Ta:tigkeit ausfu:hren mu:ssen, bei der die Sicherheitsstufe          
         nicht-positiv sein muss, dann mu:ssen Sie die Variablen              
         kern_securelevel und kern_securelevel_enable in /etc/rc.conf a:ndern 
         und das System neustarten.                                           
                                                                              
         Weitere Informationen u:ber die Sicherheitsstufen und was die        
         Einstellungen bewirken, ko:nnen Sie init(8) entnehmen.               
                                                                              
           Warnung:                                                           
                                                                              
         Die Sicherheitsstufen sind kein magischer Zauberstab; es gibt viele  
         bekannte Probleme. Und in der Mehrzahl der Fa:lle vermitteln sie ein 
         falsches Gefu:hl von Sicherheit.                                     
                                                                              
         Eines der gro:ssten Probleme ist, dass alle fu:r den Start des       
         Systems beno:tigten Dateien geschu:tzt sein mu:ssen, damit die       
         Sicherheitsstufe effektiv sein ko:nnen. Wenn es ein Angreifer        
         schafft, seine eigenen Programme ausfu:hren zu lassen, bevor die     
         Sicherheitsstufe gesetzt wird (was leider erst gegen Ende des        
         Startvorgangs erfolgen kann, da viele der notwendigen Ta:tigkeiten   
         fu:r den Systemstart nicht mit einer gesetzten Sicherheitsstufe      
         mo:glich wa:ren), werden die Schutzmechanismen ausgehebelt. Es ist   
         zwar nicht technisch unmo:glich, alle beim Systemstart genutzten     
         Dateien zu schu:tzen; allerdings wu:rde in einem so geschu:tzten     
         System die Administration zu einem Alptraum, da man das System neu   
         starten oder in den Single-User-Modus bringen mu:sste, um eine       
         Konfigurationsdatei a:ndern zu ko:nnen.                              
                                                                              
         Dieses und andere Probleme werden ha:ufig auf den Mailinglisten      
         diskutiert, speziell auf auf der Mailingliste FreeBSD security. Das  
         verfu:gbare Archiv entha:lt ausgiebige Diskussionen. Einige Benutzer 
         sind guter Hoffnung, dass das System der Sicherheitsstufen bald      
         durch ein besser konfigurierbares System ersetzt wird.               
   13.3. Wieso wartet BIND (named) auf hohen Ports auf Anfragen?              
         BIND benutzt einen Port mit einer hohen, zufa:lligen Nummer fu:r den 
         Versand von Anfragen. Aktuelle Versionen wa:hlen einen neuen,        
         zufa:lligen UDP-Port fu:r jede Anfrage. Das kann fu:r manche         
         Netzwerkkonfigurationen Probleme verursachen, besonders wenn eine    
         Firewall eingehende UDP-Pakete auf bestimmten Ports blockiert. Wenn  
         Sie durch eine solche Firewall wollen, ko:nnen Sie die Optionen      
         avoid-v4-udp-ports und avoid-v6-udp-ports ausprobieren, um ein       
         zufa:lliges Auswa:hlen von Portnummern innerhalb eines blockierten   
         Bereiches zu verhindern.                                             
                                                                              
           Warnung:                                                           
                                                                              
         Wenn eine Portnummer (wie 53) u:ber die Optionen query-source oder   
         query-source-v6 in /etc/namedb/named.conf spezifiziert ist, wird     
         zufa:llige Portauswahl nicht verwendet. Es wird dringend empfohlen,  
         dass diese Optionen nicht fu:r die Spezifikation von festen          
         Portnummern verwendet wird.                                          
                                                                              
         Es ist eine sehr gute Angewohnheit, die Ausgaben von sockstat(1)     
         durchzusehen und auf merkwu:rdige Dinge zu achten.                   
   13.4. Wieso wartet der Sendmail-Dienst sowohl auf Port 587 als auch auf    
         dem Standard-Port 25 auf Anfragen?                                   
         Aktuelle Versionen von Sendmail unterstu:tzen eine Technik zur       
         Einlieferung von Mails, die Port 587 nutzt. Diese Technik wird zwar  
         noch nicht oft angewendet, erfreut sich aber sta:ndig steigender     
         Popularita:t.                                                        
   13.5. Woher kommt dieser Benutzer toor mit UID 0? Ist mein System gehackt  
         worden?                                                              
         Keine Panik. toor ist ein "alternativer" Account fu:r den Super-User 
         (wenn man root ru:ckwa:rts schreibt, erha:lt man toor). Dieser       
         Account ist fu:r die Verwendung mit einer alternativen Shell         
         vorgesehen; damit ist es nicht mehr erforderlich, die Shell von root 
         zu a:ndern. Dies ist wichtig, wenn eine Shell verwendet wird, die    
         nicht zum Basissystem von FreeBSD geho:rt, zum Beispiel aus einem    
         Port oder einem Paket. Diese Shells werden in der Regel in           
         /usr/local/bin installiert und dieses Verzeichnis liegt              
         standardma:ssig auf einem anderen Dateisystem. Wenn die Shell von    
         root in /usr/local/bin liegt und das Dateisystem, auf dem            
         /usr/local/bin liegt nicht gemountet werden kann, kann sich root     
         nicht mehr einloggen, um das Problem zu beheben. Es ist allerdings   
         mo:glich, das System zu rebooten und das Problem im                  
         Single-User-Modus zu lo:sen, da man hier gefragt wird, welche Shell  
         benutzt werden soll.                                                 
                                                                              
         Einige Anwender benutzen toor mit einer alternativen Shell fu:r die  
         ta:gliche Arbeit und benutzen root (mit der Standard-Shell) fu:r den 
         Single-User-Modus und fu:r Notfa:lle. Standardma:ssig kann man sich  
         nicht als toor anmelden, da der Account kein gu:ltiges Passwort hat; 
         Sie mu:ssen sich also als root anmelden und ein Passwort fu:r toor   
         setzen, wenn Sie diesen Account benutzen wollen.                     

                                Kapitel 14. PPP

   14.1. Ich bekomme ppp(8) nicht zum Laufen. Was mache ich falsch?

   14.2. Warum ha:ngt sich ppp(8) auf, wenn ich es benutze?

   14.3. Warum wa:hlt ppp(8) im -auto-Modus nicht?

   14.4. Was bedeutet No route to host?

   14.5. Wieso werden meine Verbindungen nach ca. drei Minuten beendet?

   14.6. Wieso bricht meine Verbindung bei hoher Auslastung ab?

   14.7. Warum bricht die Verbindung nach unbestimmter Zeit zusammen?

   14.8. Warum ha:ngt meine Verbindung nach einer unbestimmten Zeit?

   14.9. Was kann ich machen, wenn die Gegenstelle nicht antwortet?

   14.10. Was kann ich tun, wenn sich ppp(8) aufha:ngt?

   14.11. Ich sehe sta:ndig Fehlermeldungen u:ber gleiche "Magic Numbers" Was
   heisst das?

   14.12. Die LCP-Verhandlungen dauern an, bis die Verbindung geschlossen
   wird. Was mache ich falsch?

   14.13. Warum reagiert ppp(8) nicht mehr, wenn ich es mit shell verlassen
   habe?

   14.14. Warum wird ppp(8) niemals beendet, wenn es u:ber ein
   Nullmodem-Kabel benutzt wird?

   14.15. Warum wa:hlt ppp(8) im Modus -auto ohne Grund?

   14.16. Was bedeuten diese CCP-Fehler?

   14.17. Warum protokolliert ppp(8) die Geschwindigkeit meiner Verbindung
   nicht?

   14.18. Warum ignoriert ppp(8) das Zeichen \ in meinem Chat-Skript?

   14.19. Was sind FCS-Fehler?

   14.20. Nichts von alledem hilft - ich bin verzweifelt! Was soll ich
   machen?

14.1.  Ich bekomme ppp(8) nicht zum Laufen. Was mache ich falsch?                    
       Lesen Sie zuerst ppp(8) und den Abschnitt zu PPP im Handbuch. Aktivieren Sie  
       zur Fehlersuche die Protokollierung mit folgendem Befehl:                     
                                                                                     
       set log Phase Chat Connect Carrier lcp ipcp ccp command                       
                                                                                     
       Dieser Befehl kann an der Eingabeaufforderung von ppp(8) eingegeben, oder in  
       den Abschnitt default der Konfigurationsdatei /etc/ppp/ppp.conf eingetragen   
       werden. Stellen Sie sicher, dass die Datei /etc/syslog.conf die folgenden     
       Zeilen entha:lt und die Datei /var/log/ppp.log existiert:                     
                                                                                     
       !ppp                                                                          
       *.*        /var/log/ppp.log                                                   
                                                                                     
       Sie ko:nnen nun in der Protokolldatei eine Menge daru:ber herausfinden, was   
       geschieht. Es macht nichts, wenn die Eintra:ge Ihnen gar nichts sagen. Wenn   
       Sie jemandem um Hilfe bitten mu:ssen, ko:nnten sie fu:r ihn von Nutzen sein.  
14.2.  Warum ha:ngt sich ppp(8) auf, wenn ich es benutze?                            
       Das liegt meistens daran, dass der Rechnername nicht aufgelo:st werden kann.  
       Um dieses Problem zu lo:sen, mu:ssen Sie sicherstellen, dass /etc/hosts vom   
       Resolver zuerst genutzt wird. Dazu muss in /etc/host.conf der Eintrag hosts   
       an die erste Stelle gesetzt werden. Erstellen Sie dann fu:r den lokalen       
       Rechner einen Eintrag in /etc/hosts. Falls es kein lokales Netzwerk gibt,     
       a:ndern Sie die localhost-Zeile:                                              
                                                                                     
       127.0.0.1        foo.example.com foo localhost                                
                                                                                     
       Andernfalls fu:gen Sie einfach einen weiteren Eintrag fu:r den lokalen        
       Rechner hinzu. Weitere Informationen finden Sie in den entsprechenden         
       Manualpages.                                                                  
                                                                                     
       Wenn Sie fertig sind sollten Sie ping -c1 `hostname` erfolgreich ausfu:hren   
       ko:nnen.                                                                      
14.3.  Warum wa:hlt ppp(8) im -auto-Modus nicht?                                     
       U:berpru:fen Sie zuna:chst, ob eine Standardroute existiert. Das folgende     
       Kommando sollte zwei Eintra:ge anzeigen:                                      
                                                                                     
       Destination        Gateway            Flags     Refs     Use     Netif Expire 
       default            10.0.0.2           UGSc        0        0      tun0        
       10.0.0.2           10.0.0.1           UH          0        0      tun0        
                                                                                     
       Wenn die Standardroute nicht erscheint, stellen Sie sicher, dass die Zeile    
       HISADDR in /etc/ppp/ppp.conf hinzugefu:gt wurde.                              
                                                                                     
       Ein weiterer Grund dafu:r, dass die Zeile fu:r die Standardroute fehlt,       
       ko:nnte der sein, dass Sie eine Standardroute in /etc/rc.conf eingetragen und 
       die folgende Zeile in /etc/ppp/ppp.conf ausgelassen haben:                    
                                                                                     
       delete ALL                                                                    
                                                                                     
       Lesen Sie in diesem Fall den Abschnitt Abschliessende Systemkonfiguration des 
       Handbuchs.                                                                    
14.4.  Was bedeutet No route to host?                                                
       Dieser Fehler beruht fu:r gewo:hnlich auf einem fehlenden Abschnitt in        
       /etc/ppp/ppp.linkup:                                                          
                                                                                     
       MYADDR:                                                                       
         delete ALL                                                                  
         add 0 0 HISADDR                                                             
                                                                                     
       Er ist nur notwendig, wenn Sie eine dynamische IP-Adresse besitzen oder die   
       Adresse des Gateways nicht bekannt ist. Wenn Sie den interaktiven Modus       
       benutzen, ko:nnen Sie folgendes eingeben, nachdem Sie in den packet mode      
       gelangt sind (den Paket Modus erkennen Sie an PPP im Prompt):                 
                                                                                     
       delete ALL                                                                    
       add 0 0 HISADDR                                                               
                                                                                     
       Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt PPP und Dynamische IP-Adressen  
       des Handbuchs.                                                                
14.5.  Wieso werden meine Verbindungen nach ca. drei Minuten beendet?                
       Der Standardtimeout fu:r PPP betra:gt drei Minuten. Er kann durch die         
       folgende Zeile eingestellt werden:                                            
                                                                                     
       set timeout NNN                                                               
                                                                                     
       NNN gibt die Inaktivita:t in Sekunden an, bevor die Verbindung geschlossen    
       wird. Falls NNN Null ist, wird die Verbindung niemals aufgrund eines Timeouts 
       geschlossen. Es ist mo:glich, diesen Befehl in ppp.conf einzubinden, oder ihn 
       an der Eingabeaufforderung im interaktiven Modus einzugeben. Durch eine       
       Verbindung zum Server-Socket von ppp u:ber telnet(1) oder pppctl(8) ist es    
       auch mo:glich, den Timeout bei aktiver Verbindung anzupassen. Weitere         
       Informationen finden Sie in der Manualpage ppp(8).                            
14.6.  Wieso bricht meine Verbindung bei hoher Auslastung ab?                        
       Falls Link-Quality-Reporting (LQR) konfiguriert wurde, ist es mo:glich, dass  
       zu viele LQR-Pakete zwischen dem FreeBSD-System und dem verbundenen Rechner   
       verloren gehen. ppp(8) folgert daraus, dass die Verbindung nicht in Ordnung   
       ist und schliesst sie. LQR ist standardma:ssig deaktiviert und kann mit der   
       folgenden Zeile aktiviert werden:                                             
                                                                                     
       enable lqr                                                                    
14.7.  Warum bricht die Verbindung nach unbestimmter Zeit zusammen?                  
       Wenn die Qualita:t der Telefonleitung zu schlecht oder beim Anschluss die     
       Option Anklopfen aktiviert ist, kann es manchmal vorkommen, dass das Modem    
       auflegt, weil es fa:lschlicherweise annimmt, dass es das Tra:gersignal        
       verloren hat.                                                                 
                                                                                     
       Bei den meisten Modems gibt es eine Einstellmo:glichkeit, um anzugeben, wie   
       tolerant es gegenu:ber voru:bergehenden Verlusten des Tra:gersignals sein     
       soll. Lesen Sie die Dokumentation des Modems fu:r weitere Informationen.      
14.8.  Warum ha:ngt meine Verbindung nach einer unbestimmten Zeit?                   
       Viele Leute machen Erfahrungen mit ha:ngenden Verbindungen ohne erkennbaren   
       Grund. Als erstes muss festgestellt werden, auf welcher Seite die Verbindung  
       ha:ngt.                                                                       
                                                                                     
       Wenn Sie ein externes Modem benutzen, ko:nnen Sie versuchen, ping(8) zu       
       benutzen, um zu sehen, ob die TD-Anzeige aufleuchtet, wenn Daten u:bertragen  
       werden. Falls sie aufleuchtet (und die RD-Anzeige nicht), liegt das Problem   
       am anderen Ende. Falls TD nicht aufleuchtet, handelt es sich um ein lokales   
       Problem. Bei einem internen Modem mu:ssen Sie den Befehl set server in        
       ppp.conf benutzen. Stellen Sie u:ber pppctl(8) eine Verbindung zu ppp(8) her, 
       wenn die Verbindung ha:ngt. Falls die Netzwerkverbindung plo:tzlich wieder    
       funktioniert (ppp wurde durch die Aktivita:t auf dem Diagnose-Socket          
       wiederbelebt) oder Sie keine Verbindung bekommen (vorausgesetzt, der Befehl   
       set socket wurde beim Start erfolgreich ausgefu:hrt), handelt es sich um ein  
       lokales Problem. Falls Sie eine Verbindung bekommen und die externe           
       Verbindung weiterhin ha:ngt, aktivieren Sie lokales asynchrones Logging mit   
       set log local async und benutzen Sie ping(8) von einem anderen Fenster oder   
       Bildschirm aus, um die externe Verbindung zu benutzen. Das asynchrone Logging 
       zeigt, welche Daten u:ber die Verbindung gesendet und empfangen werden. Falls 
       Daten hinausgehen, aber nicht zuru:ckkommen, handelt es sich um ein externes  
       Problem.                                                                      
                                                                                     
       Wenn Sie festgestellt haben, ob es sich um ein lokales oder um ein externes   
       Problem handelt, haben Sie zwei Mo:glichkeiten:                               
                                                                                     
         * Wenn es ein externes Problem ist, lesen Sie bei F: 14.9 weiter.           
                                                                                     
         * Handelt es sich um ein lokales Problem, lesen Sie bitte F: 14.10.         
14.9.  Was kann ich machen, wenn die Gegenstelle nicht antwortet?                    
       Hier ko:nnen Sie wenig tun. Die meisten ISPs werden ablehnen, Ihnen zu        
       helfen, wenn Sie kein Betriebssystem von Microsoft(R) benutzen. Sie ko:nnen   
       enable lqr in /etc/ppp/ppp.conf angeben, wodurch ppp(8) ermo:glicht wird, ein 
       externes Versagen zu erkennen und aufzulegen. Jedoch ist diese Erkennung      
       relativ langsam und deshalb nicht besonders nu:tzlich.                        
                                                                                     
       Versuchen Sie zuna:chst, jegliche Datenkompression auszuschalten, indem Sie   
       folgendes zur Konfiguration hinzufu:gen:                                      
                                                                                     
       disable pred1 deflate deflate24 protocomp acfcomp shortseq vj                 
       deny pred1 deflate deflate24 protocomp acfcomp shortseq vj                    
                                                                                     
       Stellen Sie nun wieder eine Verbindung her, um festzustellen, ob sich etwas   
       gea:ndert hat. Falls es nun besser la:uft oder falls das Problem vollsta:ndig 
       behoben ist, versuchen Sie durch schrittweises A:ndern der Einstellungen      
       festzustellen, welche Einstellung den Unterschied bewirkt. Hierdurch erhalten 
       Sie schlu:ssige Fakten fu:r ein Gespra:ch mit dem ISP. Andererseits wird      
       hierdurch offensichtlich, dass Sie kein Microsoft(R)-System benutzen.         
                                                                                     
       Aktivieren Sie asynchrones Logging und warten Sie, bis die Verbindung wieder  
       ha:ngt, bevor Sie sich an den ISP wenden. Hierzu kann einiges an Plattenplatz 
       no:tig sein. Die Daten, die als letztes von dem Port gelesen wurden, ko:nnten 
       von Interesse sein. Fu:r gewo:hnlich handelt es sich um ASCII-Text, der sogar 
       den Fehler beschreiben kann (Memory fault, Core dumped).                      
                                                                                     
       Falls der ISP hilfsbereit ist, sollte er in der Lage sein, an seinem Ende das 
       Logging zu aktivieren und wenn das na:chste Mal die Verbindung abbricht,      
       ko:nnte er Ihnen mitteilen, worin das Problem auf seiner Seite besteht.       
14.10. Was kann ich tun, wenn sich ppp(8) aufha:ngt?                                 
       In diesem Fall erstellen Sie am besten ppp(8) mit Debugging-Informationen neu 
       und benutzen dann gdb(1), um von dem ha:ngenden ppp-Prozess eine Aufzeichnung 
       des Stacks zu erstellen. Um die ppp-Anwendung mit Debugging-Informationen zu  
       u:bersetzen, geben Sie folgendes ein:                                         
                                                                                     
       # cd /usr/src/usr.sbin/ppp                                                    
       # env DEBUG_FLAGS='-g' make clean                                             
       # env DEBUG_FLAGS='-g' make install                                           
                                                                                     
       Anschliessend starten Sie ppp neu und warten darauf, dass es wieder ha:ngt.   
       Wenn die Debug-Version von ppp ha:ngt, starten Sie gdb fu:r den               
       steckengebliebenen Prozess, indem Sie folgendes eingeben:                     
                                                                                     
       # gdb ppp `pgrep ppp`                                                         
                                                                                     
       An der Eingabeaufforderung von gdb ko:nnen Sie die Befehle bt oder where      
       benutzen, um eine Aufzeichnung des Stacks zu erhalten. Speichern Sie die      
       Ausgabe der gdb-Sitzung und "trennen" Sie den laufenden Prozess mit quit.     
14.11. Ich sehe sta:ndig Fehlermeldungen u:ber gleiche "Magic Numbers" Was heisst    
       das?                                                                          
       Nach dem Aufbau einer Verbindung kann es sein, dass Sie in der Logdatei       
       gelegentlich Meldungen mit dem Hinweis magic is the same sehen. Manchmal sind 
       diese Meldungen harmlos und manchmal bricht die eine oder andere Seite die    
       Verbindung ab. Die meisten Implementierungen von PPP ko:nnen dieses Problem   
       nicht handhaben und Sie werden wiederholte Konfigurationsanforderungen und    
       -besta:tigungen in der Logdatei finden, bis ppp(8) schliesslich aufgibt und   
       die Verbindung beendet.                                                       
                                                                                     
       Dies geschieht normalerweise auf Servern mit langsamen Festplatten, bei denen 
       ein getty(8) auf dem Port ausgefu:hrt und ppp(8) nach dem Einloggen von einem 
       Login-Skript oder einem Programm aus gestartet wird. Es wurde auch schon      
       berichtet, dass dies bei der Benutzung von slirp regelma:ssig auftritt. Der   
       Grund hierfu:r ist, dass das ppp(8) auf der Client-Seite in der Zeit, die     
       beno:tigt wird, getty(8) zu beenden und ppp(8) zu starten, bereits beginnt,   
       Line Control Protocol (LCP) Pakete zu senden. Da ECHO auf dem Serverport      
       weiterhin eingeschaltet ist, werden diese Pakete zum ppp(8) auf der           
       Client-Seite "reflektiert".                                                   
                                                                                     
       Ein Teil der LCP-Verhandlungen ist die Einrichtung einer "Magic Number" fu:r  
       jede Seite der Verbindung, damit "Echos" erkannt werden ko:nnen. Das          
       Protokoll besagt, dass, wenn der Partner versucht, die gleiche "Magic Number" 
       auszuhandeln, ein NAK zuru:ckgesendet und eine neue "Magic Number" gewa:hlt   
       werden soll. Wa:hrend der Server das ECHO eingeschaltet hat, sendet der       
       Client LCP Pakete, sieht die gleiche "Magic Number" im reflektierten Paket    
       und erzeugt ein NAK. Er sieht auch das reflektierte NAK (was bedeutet, dass   
       ppp(8) seine "Magic Number" a:ndern muss). Hierdurch wird eine Vielzahl von   
       A:nderungen der "Magic Number" hervorgerufen, die sich allesamt im tty-Puffer 
       des Servers ansammeln. Sobald ppp(8) auf dem Server startet, wird es mit      
       A:nderungen der "Magic Number" u:berflutet und entscheidet, dass es sich zur  
       Genu:ge mit den LCP-Verhandlungen bescha:ftigt hat und gibt auf. Und wa:hrend 
       sich der Client noch daru:ber freut, dass er keine weiteren Reflexionen       
       sieht, wird ihm gemeldet, dass der Server auflegt.                            
                                                                                     
       Dies kann verhindert werden, indem dem Partner durch die folgende Zeile in    
       ppp.conf erlaubt wird, mit der Verhandlung zu beginnen:                       
                                                                                     
       set openmode passive                                                          
                                                                                     
       Hierdurch wird ppp(8) mitgeteilt, darauf zu warten, dass der Server mit den   
       LCP-Verhandlungen beginnt. Einige Server starten jedoch nie mit der           
       Verhandlungen; falls dies der Fall ist, ko:nnen Sie folgendes tun:            
                                                                                     
       set openmode active 3                                                         
                                                                                     
       Hierdurch bleibt ppp(8) fu:r drei Sekunden passiv und fa:ngt dann erst an,    
       LCP-Anforderungen zu senden. Falls der Partner wa:hrend dieser Zeit beginnt,  
       Anforderungen zu senden, wird ppp(8) direkt antworten und nicht erst, nachdem 
       die drei Sekunden abgelaufen sind.                                            
14.12. Die LCP-Verhandlungen dauern an, bis die Verbindung geschlossen wird. Was     
       mache ich falsch?                                                             
       Es gibt derzeit eine Fehlfunktion in der Implementierung von ppp(8), die      
       darin besteht, dass LCP-, CCP- und IPCP-Antworten nicht mit den               
       urspru:nglichen Anforderungen assoziiert werden. Fu:r den Fall, dass eine     
       Implementation von PPP mehr als sechs Sekunden langsamer ist, als die andere  
       Seite, resultiert das darin, dass die andere Seite zwei weitere               
       LCP-Konfigurationsanforderungen sendet, was fatale Auswirkungen hat.          
                                                                                     
       Stellen Sie sich zwei Implementierungen A und B vor. A beginnt unmittelbar    
       nach der Verbindung, LCP-Anforderungen zu senden und B beno:tigt sieben       
       Sekunden, zu starten. Wenn B startet, hat A bereits drei LCP-Anforderungen    
       gesendet. Wir nehmen an, dass ECHO ausgeschaltet ist; andernfalls wu:rden wir 
       Probleme mit der "Magic Number" beobachten, wie bereits im vorherigen         
       Abschnitt beschrieben. B sendet eine Anforderung und anschliessend eine       
       Besta:tigung der ersten Anforderung von A. Dies fu:hrt dazu, dass A in den    
       Zustand OPENED u:bergeht und eine Besta:tigung (die erste) zuru:ck an B       
       sendet. In der Zwischenzeit sendet B zwei weitere Besta:tigungen als Antwort  
       auf die zusa:tzlichen Anforderungen, die von A gesendet worden sind, bevor B  
       gestartet ist. B empfa:ngt dann die erste Besta:tigung von A und geht in den  
       Zustand OPENED u:ber. A empfa:ngt die zweite Besta:tigung von B, geht zuru:ck 
       in den Zustand REQ-SENT und sendet eine weitere (vierte) Anforderung          
       entsprechend dem RFC. A empfa:ngt dann die dritte Besta:tigung und geht in    
       den Zustand OPENED u:ber. In der Zwischenzeit empfa:ngt B die vierte          
       Anforderung von A, wechselt in den Zustand ACK-SENT und sendet eine weitere   
       (zweite) Anforderung und (vierte) Besta:tigung entsprechend dem RFC. A        
       erha:lt die Anforderung, geht in den Zustand REQ-SENT u:ber, sendet eine      
       weitere Anforderung, erha:lt unverzu:glich die na:chste Besta:tigung und geht 
       in OPENED u:ber.                                                              
                                                                                     
       Das geht so lange weiter, bis eine Seite erkennt, dass man zu keinem Ergebnis 
       gelangt und aufgibt.                                                          
                                                                                     
       Am besten verhindert man solche Situationen, indem man eine Seite als passiv  
       konfiguriert, also dafu:r sorgt, dass eine Seite darauf wartet, dass die      
       andere mit den Verhandlungen beginnt. Das kann durch den folgenden Befehl     
       geschehen:                                                                    
                                                                                     
       set openmode passive                                                          
                                                                                     
       Diese Option sollten Sie mit Vorsicht geniessen. Folgenden Befehl sollten Sie 
       benutzen, um die Wartezeit auf den Beginn der Verhandlungen des Partners von  
       ppp(8) zu begrenzen:                                                          
                                                                                     
       set stopped N                                                                 
                                                                                     
       Alternativ kann der folgende Befehl (wobei N die Wartezeit in Sekunden vor    
       Beginn der Verhandlungen angibt) benutzt werden:                              
                                                                                     
       set openmode active N                                                         
                                                                                     
       Weitere Informationen finden Sie in der Manualpage.                           
14.13. Warum reagiert ppp(8) nicht mehr, wenn ich es mit shell verlassen habe?       
       Wenn Sie den Befehl shell oder ! benutzen, fu:hrt ppp(8) eine Shell aus       
       (falls Sie Argumente u:bergeben haben, fu:hrt ppp(8) diese Argumente aus).    
       Das Programm ppp wartet auf die Beendigung des Befehls, bevor es seine Arbeit 
       fortsetzt. Falls Sie versuchen, die PPP-Verbindung wa:hrend der               
       Programmausfu:hrung zu benutzen, wird es so aussehen, als wa:re die           
       Verbindung eingefroren. Das liegt daran, dass ppp(8) auf die Beendigung des   
       Befehls wartet.                                                               
                                                                                     
       Falls Sie solche Befehle verwenden mo:chten, benutzen Sie stattdessen den     
       Befehl !bg. Hierdurch wird der angegebene Befehl im Hintergrund ausgefu:hrt   
       und ppp(8) kann fortfahren, die Verbindung zu bedienen.                       
14.14. Warum wird ppp(8) niemals beendet, wenn es u:ber ein Nullmodem-Kabel benutzt  
       wird?                                                                         
       Es gibt keine Mo:glichkeit fu:r ppp(8), automatisch festzustellen, ob eine    
       direkte Verbindung beendet worden ist. Das liegt an den Leitungen, die bei    
       einem seriellen Nullmodem-Kabel benutzt werden. Wenn Sie diese Art der        
       Verbindung verwenden, sollte LQR immer mit der folgenden Zeile aktiviert      
       werden:                                                                       
                                                                                     
       enable lqr                                                                    
                                                                                     
       LQR wird standardma:ssig akzeptiert, wenn es vom Partner ausgehandelt wird.   
14.15. Warum wa:hlt ppp(8) im Modus -auto ohne Grund?                                
       Falls ppp(8) unerwartet wa:hlt, mu:ssen Sie den Grund herausfinden und        
       Wa:hlfilter (dfilters) einsetzen, um dies zu verhindern.                      
                                                                                     
       Benutzen Sie die folgende Zeile, um den Grund herauszufinden:                 
                                                                                     
       set log +tcp/ip                                                               
                                                                                     
       Dadurch wird jeglicher Verkehr u:ber die Verbindung protokolliert. Wenn das   
       na:chste mal unerwartet eine Verbindung hergestellt wird, wird der Grund      
       zusammen mit einer hilfreichen Zeitangabe in der Logdatei gespeichert.        
                                                                                     
       Sie ko:nnen nun das Wa:hlen aufgrund dieser Bedingungen verhindern.           
       Normalerweise wird diese Art von Problemen durch Anfragen an den DNS          
       verursacht. Um zu verhindern, dass DNS-Anfragen den Aufbau der Verbindung     
       hervorrufen (das verhindert nicht, dass Pakete u:ber eine bestehende          
       Verbindung gesendet werden), benutzen Sie die folgenden Zeilen:               
                                                                                     
       set dfilter 1 deny udp src eq 53                                              
       set dfilter 2 deny udp dst eq 53                                              
       set dfilter 3 permit 0/0 0/0                                                  
                                                                                     
       Dies ist nicht immer brauchbar, weil es effektiv die Fa:higkeit, auf          
       Anforderung wa:hlen zu ko:nnen einschra:nkt - die meisten Programme mu:ssen   
       eine DNS-Anfrage durchfu:hren, bevor Sie andere, das Netzwerk betreffenden    
       Dinge tun ko:nnen.                                                            
                                                                                     
       Im Fall von DNS sollten Sie versuchen, herauszufinden, welches Programm       
       tatsa:chlich versucht, einen Hostnamen aufzulo:sen. Sehr oft handelt es sich  
       hier um Sendmail. Sie sollten sicherstellen, dass Sie Sendmail in der         
       Konfigurationsdatei sagen, dass es keine DNS-Anfragen durchfu:hren soll.      
       Weitere Details entha:lt der Abschnitt E-Mail u:ber Einwahl-Verbindungen des  
       Handbuchs. Sie ko:nnten z.B. die folgende Zeile in die .mc-Datei einfu:gen:   
                                                                                     
       define(`confDELIVERY_MODE', `d')dnl                                           
                                                                                     
       Das veranlasst Sendmail dazu, alles in eine Warteschlange einzureihen, bis    
       die Warteschlange verarbeitet wird (normalerweise alle 30 Minuten) oder wenn  
       sendmail -q ausgefu:hrt wird (z.B. aus /etc/ppp/ppp.linkup heraus).           
14.16. Was bedeuten diese CCP-Fehler?                                                
       Ich sehe sta:ndig folgende Fehler in meiner Logdatei:                         
                                                                                     
       CCP: CcpSendConfigReq                                                         
       CCP: Received Terminate Ack (1) state = Req-Sent (6)                          
                                                                                     
       Das liegt daran, dass ppp(8) versucht, die Komprimierung Predictor1           
       auszuhandeln und der Partner u:ber keinerlei Komprimierung verhandeln will.   
       Die Meldungen sind harmlos, aber wenn Sie sie beseitigen mo:chten, ko:nnen    
       Sie die Komprimierung auch lokal ausschalten:                                 
                                                                                     
       disable pred1                                                                 
14.17. Warum protokolliert ppp(8) die Geschwindigkeit meiner Verbindung nicht?       
       Um alle Zeilen der Modemkonversation zu protokollieren, mu:ssen Sie folgendes 
       einstellen:                                                                   
                                                                                     
       set log +connect                                                              
                                                                                     
       Dies veranlasst ppp(8) dazu, alles bis zur letzten angeforderten              
       "expect"-Zeile zu protokollieren.                                             
                                                                                     
       Falls Sie die Geschwindigkeit der Verbindung erfahren mo:chten und PAP oder   
       CHAP nutzen, mu:ssen Sie sicherstellen, dass Sie ppp(8) so konfigurieren, die 
       gesamte CONNECT-Zeile zu erwarten, etwa so:                                   
                                                                                     
       set dial "ABORT BUSY ABORT NO\\sCARRIER TIMEOUT 4 \                           
         \"\" ATZ OK-ATZ-OK ATDT\\T TIMEOUT 60 CONNECT \\c \\n"                      
                                                                                     
       Hier bekommen wir unser CONNECT, senden nichts, erwarten dann einen           
       Line-Feed, der ppp(8) zwingt, die gesamte CONNECT-Antwort zu lesen.           
14.18. Warum ignoriert ppp(8) das Zeichen \ in meinem Chat-Skript?                   
       Das Programm ppp analysiert jede Zeile seiner Konfigurationsdatei, damit es   
       Zeichenketten wie z.B. set phone "123 456 789" korrekt interpretieren und     
       zudem erkennen kann, dass es sich bei der Nummer tatsa:chlich nur um ein      
       Argument handelt. Um das Zeichen " anzugeben, mu:ssen Sie ihm einen Backslash 
       (\) voranstellen.                                                             
                                                                                     
       Wenn der Chat-Interpreter jedes Argument analysiert, reinterpretiert er die   
       Argumente, um irgendwelche speziellen Escape-Sequenzen wie z.B. \P oder \T zu 
       finden. Das Ergebnis dieser Doppelanalyse ist, dass Sie daran denken mu:ssen, 
       die richtige Anzahl an Escape-Zeichen zu verwenden.                           
                                                                                     
       Falls Sie tatsa:chlich das Zeichen \ senden mo:chten, benutzen Sie etwas wie: 
                                                                                     
       set dial "\"\" ATZ OK-ATZ-OK AT\\\\X OK"                                      
                                                                                     
       Woraus sich folgende Zeichen ergeben:                                         
                                                                                     
       ATZ                                                                           
       OK                                                                            
       AT\X                                                                          
       OK                                                                            
                                                                                     
       Oder:                                                                         
                                                                                     
       set phone 1234567                                                             
       set dial "\"\" ATZ OK ATDT\\T"                                                
                                                                                     
       Woraus sich folgende Zeichen ergeben:                                         
                                                                                     
       ATZ                                                                           
       OK                                                                            
       ATDT1234567                                                                   
14.19. Was sind FCS-Fehler?                                                          
       FCS steht fu:r Frame Check Sequence. Jedes PPP-Paket besitzt eine Checksumme, 
       um sicherzustellen, dass die empfangenen Daten dieselben sind, wie die        
       versendeten. Falls die FCS eines ankommenden Paketes fehlerhaft ist, wird das 
       Paket verworfen und der Za:hler HDLC FCS wird erho:ht. Der HDLC-Fehlerwert    
       kann durch den Befehl show hdlc angezeigt werden.                             
                                                                                     
       Falls die Leitung schlecht ist, oder falls der serielle Treiber Pakete        
       verwirft, werden gelegentliche FCS-Fehler generiert. Normalerweise lohnt es   
       sich nicht, sich hieru:ber Gedanken zu machen, obwohl das                     
       Kompressionsprotokoll hierdurch wesentlich langsamer wird.                    
                                                                                     
       Falls die Leitung einfriert, sobald die Verbindung steht, und viele           
       FCS-Fehler auftreten, mu:ssen Sie sicherstellen, dass das Modem keinen        
       Software-Flow-Control (XON/XOFF) verwendet. Falls die Datenschnittstelle      
       Software-Flow-Control verwenden muss, benutzen Sie den Befehl set accmap      
       0x000a0000, um ppp(8) zu sagen, dass es die Zeichen ^Q und ^S maskieren soll. 
                                                                                     
       Ein weiterer Grund dafu:r, dass zu viele FCS-Fehler auftreten, ko:nnte der    
       sein, dass das andere Ende aufgeho:rt hat, PPP zu sprechen. Aktivieren Sie    
       async Logging, um festzustellen, ob es sich bei den eingehenden Daten         
       tatsa:chlich um einen login- oder Shell-Prompt handelt. Wenn Sie am anderen   
       Ende einen Shell-Prompt haben, ist es mo:glich, durch den Befehl close lcp    
       gefolgt von term zu benutzen, um ppp(8) zu beenden, ohne die Verbindung zu    
       beenden und Sie wieder mit der Shell auf dem entfernten Rechner verbinden.    
                                                                                     
       Falls nichts in der Logdatei darauf hindeutet, warum die Verbindung beendet   
       wurde, sollten Sie den Administrator oder ISP des externen Rechners fragen,   
       warum die Sitzung beendet worden ist.                                         
14.20. Nichts von alledem hilft - ich bin verzweifelt! Was soll ich machen?          
       Falls alles andere fehlschla:gt, senden Sie mo:glichst umfangreiche           
       Informationen, einschliesslich Ihrer Konfigurationsdateien, wie Sie ppp(8)    
       starten, die relevanten Teile Ihrer Logdateien und die Ausgabe von netstat    
       -rn (vor und nach Aufbau der Verbindung) an die FreeBSD general questions     
       mailing list.                                                                 

                       Kapitel 15. Serielle Verbindungen

   Dieses Kapitel beantwortet ha:ufig gestellte Fragen zu seriellen
   Verbindungen mit FreeBSD. PPP wird im Abschnitt Netzwerke behandelt.

   15.1. Welche seriellen Multi-Port-Karten werden von FreeBSD unterstu:tzt?

   15.2. Wie kann ich den boot:-Prompt auf einer seriellen Konsole anzeigen
   lassen?

   15.3. Wie kann ich feststellen, ob FreeBSD meine seriellen Schnittstellen
   oder Modemkarten gefunden hat?

   15.4. Wie kann ich unter FreeBSD auf die seriellen Schnittstellen
   zugreifen?

   15.5. Wie kann ich die Unterstu:tzung fu:r eine Karte mit mehreren
   seriellen Schnittstellen aktivieren?

   15.6. Kann ich die vorgegebenen seriellen Parameter fu:r eine
   Schnittstelle einstellen?

   15.7. Wie kann ich Einwahl-Logins u:ber mein Modem aktivieren?

   15.8. Wie kann ich ein Hardware-Terminal mit meiner FreeBSD Box verbinden?

   15.9. Warum kann ich tip oder cu nicht laufen lassen?

15.1. Welche seriellen Multi-Port-Karten werden von FreeBSD unterstu:tzt?           
      Es existiert eine Liste der unterstu:tzten Karten im Abschnitt Serielle       
      Datenu:bertragung des Handbuchs.                                              
                                                                                    
      Die meisten auf den 16550 basierten PCI Multi-Port-Karten werden mu:helos     
      unterstu:tzt.                                                                 
                                                                                    
      Von einigen NoName-Nachbauten ist ebenfalls bekannt, dass sie funktionieren,  
      speziell von den AST-kompatiblen.                                             
                                                                                    
      In uart(4) und sio(4) finden Sie weitere Informationen zur Konfiguration      
      solcher Karten.                                                               
15.2. Wie kann ich den boot:-Prompt auf einer seriellen Konsole anzeigen lassen?    
      Lesen Sie diesen Abschnitt des Handbuchs.                                     
15.3. Wie kann ich feststellen, ob FreeBSD meine seriellen Schnittstellen oder      
      Modemkarten gefunden hat?                                                     
      Wenn der FreeBSD Kernel bootet, testet er die seriellen Schnittstellen, fu:r  
      die er konfiguriert wurde. Sie ko:nnen entweder aufmerksam die Bootmeldungen  
      verfolgen, oder Sie fu:hren den folgenden Befehl aus, nachdem das System      
      hochgefahren ist und la:uft:                                                  
                                                                                    
      % dmesg | grep -E "^sio[0-9]"                                                 
      sio0: <16550A-compatible COM port> port 0x3f8-0x3ff irq 4 flags 0x10 on acpi0 
      sio0: type 16550A                                                             
      sio1: <16550A-compatible COM port> port 0x2f8-0x2ff irq 3 on acpi0            
      sio1: type 16550A                                                             
                                                                                    
      Dieses Beispiel zeigt zwei serielle Schnittstellen. Die erste verwendet       
      Port-Adresse 0x3f8, IRQ4 und hat einen 16550A UART Chip. Die zweite benutzt   
      ebenfalls einen 16550A UART, jedoch Port-Adresse 0x2f8 und IRQ3. Modemkarten  
      werden wie serielle Schnittstellen behandelt. Der einzige Unterschied ist,    
      dass an diesen Schnittstellen immer ein Modem angeschlossen ist.              
                                                                                    
      Der GENERIC-Kernel beinhaltet Unterstu:tzung fu:r zwei serielle               
      Schnittstellen, die den im Beispiel genannten Port und IRQ verwenden. Wenn    
      diese Einstellungen nicht richtig fu:r das System sind, Sie Modemkarten       
      hinzugefu:gt oder mehr serielle Schnittstellen haben als die                  
      Kernelkonfiguration zula:sst, konfigurieren Sie den Kernel einfach neu. In    
      dem Kapitel u:ber die Kernelkonfiguration finden Sie mehr Details.            
15.4. Wie kann ich unter FreeBSD auf die seriellen Schnittstellen zugreifen?        
      Die dritte serielle Schnittstelle, sio2 (COM3), ist /dev/cuad2 fu:r Gera:te   
      mit abgehenden Verbindungen und /dev/ttyd2 fu:r Gera:te mit eingehenden       
      Verbindungen. Was ist der Unterschied zwischen den beiden Gera:teklassen?     
                                                                                    
      Wird /dev/ttydX im blockierenden Modus geo:ffnet, wartet ein Prozess darauf,  
      dass das entsprechende cuadX Gera:t inaktiv und der Empfangssignalpegel aktiv 
      ist. Wird das cuadX Gera:t geo:ffnet, vergewissert es sich, dass die serielle 
      Schnittstelle nicht bereits von dem ttydX Gera:t in Gebrauch ist. Sollte die  
      Schnittstelle verfu:gbar sein, "stiehlt" es sie von dem ttydX Gera:t. Das     
      cuadX Gera:t ku:mmert sich nicht um Tra:gersignalerkennung. Mit diesem Schema 
      und einem automatisch antwortenden Modem, ko:nnen sich Benutzer von aussen    
      einloggen, Sie ko:nnen weiterhin mit demselben Modem wa:hlen und das System   
      ku:mmert sich um die Konflikte.                                               
15.5. Wie kann ich die Unterstu:tzung fu:r eine Karte mit mehreren seriellen        
      Schnittstellen aktivieren?                                                    
      Der Abschnitt u:ber die Kernelkonfiguration bietet Informationen daru:ber,    
      wie Sie den Kernel konfigurieren. Fu:r eine Karte mit mehreren seriellen      
      Schnittstellen, schreiben Sie eine sio(4) Zeile fu:r jede serielle            
      Schnittstelle auf der Karte in die Datei device.hints(5). Aber achten Sie     
      darauf, den IRQ nur in einem der Eintra:ge zu platzieren. Alle seriellen      
      Schnittstellen auf der Karte sollten sich einen IRQ teilen. Daher sollten Sie 
      den IRQ nur beim letzten Eintrag angeben. Aktivieren Sie auch die folgende    
      Option in der Kernelkonfigurationsdatei:                                      
                                                                                    
      options COM_MULTIPORT                                                         
                                                                                    
      Das folgende /boot/device.hints Beispiel ist geeignet fu:r eine AST Karte mit 
      4 seriellen Schnittstellen, die IRQ 12 benutzt:                               
                                                                                    
      hint.sio.4.at="isa"                                                           
      hint.sio.4.port="0x2a0"                                                       
      hint.sio.4.flags="0x701"                                                      
      hint.sio.5.at="isa"                                                           
      hint.sio.5.port="0x2a8"                                                       
      hint.sio.5.flags="0x701"                                                      
      hint.sio.6.at="isa"                                                           
      hint.sio.6.port="0x2b0"                                                       
      hint.sio.6.flags="0x701"                                                      
      hint.sio.7.at="isa"                                                           
      hint.sio.7.port="0x2b8"                                                       
      hint.sio.7.flags="0x701"                                                      
      hint.sio.7.irq="12"                                                           
                                                                                    
      Die Flags zeigen an, dass die Master-Schnittstelle die Minor-Nummer 7 (0x700) 
      hat und dass sich alle Schnittstellen einen IRQ (0x001) teilen.               
15.6. Kann ich die vorgegebenen seriellen Parameter fu:r eine Schnittstelle         
      einstellen?                                                                   
      See the Serial Communications section in the FreeBSD Handbook.                
15.7. Wie kann ich Einwahl-Logins u:ber mein Modem aktivieren?                      
      Lesen Sie dazu den Abschnitt u:ber Einwa:hlverbindungen im FreeBSD Handbuch.  
15.8. Wie kann ich ein Hardware-Terminal mit meiner FreeBSD Box verbinden?          
      Diese Information finden Sie im Abschnitt Terminals im FreeBSD Handbuch.      
15.9. Warum kann ich tip oder cu nicht laufen lassen?                               
      Die Programme tip(1) und cu(1) ko:nnen auf das Verzeichnis /var/spool/lock    
      nur u:ber den Benutzer uucp und die Gruppe dialer zugreifen. Benutzen Sie die 
      Gruppe dialer um zu kontrollieren, wer Zugriff auf das Modem oder entfernte   
      Systeme hat. Fu:gen Sie diese Benutzerkonten einfach selbst zur Gruppe dialer 
      hinzu.                                                                        
                                                                                    
      Alternativ ko:nnen Sie jeden Benutzer auf dem System tip(1) und cu(1)         
      verwenden lassen, dazu mu:ssen Sie folgendes eingeben:                        
                                                                                    
      # chmod 4511 /usr/bin/cu                                                      
      # chmod 4511 /usr/bin/tip                                                     

                        Kapitel 16. Verschiedene Fragen

   16.1. Wieso benutzt FreeBSD so viel Swap-Speicher, obwohl noch freier
   Hauptspeicher verfu:gbar ist?

   16.2. Warum zeigt mir top so wenig freien Speicher an, obwohl nur wenige
   Programme laufen?

   16.3. Warum a:ndert chmod die Zugriffsrechte auf symbolische Links nicht?

   16.4. Kann ich DOS-Programme unter FreeBSD ausfu:hren?

   16.5. Was muss ich tun, um die FreeBSD-Dokumentation in meine
   Muttersprache zu u:bersetzen?

   16.6. Warum kommen alle meine Mails, die ich an FreeBSD.org schicke,
   wieder zuru:ck?

   16.7. Wo kann ich einen freien FreeBSD-Account bekommen?

   16.8. Wie heisst das niedliche rote Kerlchen?

   16.9. Kann ich das Bild des BSD Daemon verwenden?

   16.10. Gibt es Bilder des BSD Daemon, die ich benutzen kann?

   16.11. Ich habe in den Mailinglisten eine Abku:rzung oder einen Begriff
   gesehen, den ich nicht kenne. Wo erhalte ich eine Erkla:rung dazu?

   16.12. Warum sollte mich die Farbe des Fahrradschuppens interessieren?

   16.1.  Wieso benutzt FreeBSD so viel Swap-Speicher, obwohl noch freier     
          Hauptspeicher verfu:gbar ist?                                       
          FreeBSD lagert vorbeugend vollkommen unta:tige, unbenutzte Seiten   
          aus dem Hauptspeicher in den Swap-Bereich aus, um mehr              
          Hauptspeicher fu:r die aktive Nutzung zur Verfu:gung zu stellen.    
          Die spu:rbar ho:here Nutzung des Swap-Speichers wird durch die      
          effizientere Nutzung des Hauptspeichers wieder ausgeglichen.        
                                                                              
          Beachten Sie, dass FreeBSD in dieser Hinsicht zwar vorbeugend       
          arbeitet, es entscheidet jedoch nicht willku:rlich, Seiten          
          auszulagern, wenn das System vollkommen unta:tig ist. Sie ko:nnen   
          feststellen, dass nicht alle Seiten des Systems ausgelagert wurden, 
          nachdem das System eine Nacht lang nicht benutzt worden ist.        
   16.2.  Warum zeigt mir top so wenig freien Speicher an, obwohl nur wenige  
          Programme laufen?                                                   
          Die Antwort ist ganz einfach: Freier Speicher ist verschwendeter    
          Speicher. Der FreeBSD Kernel verwendet den von den Programmen nicht 
          genutzten Speicher automatisch fu:r den Plattencache. Die in top(1) 
          fu:r Inact, Cache und Buf gemeldeten Werte stehen alle fu:r         
          zwischengespeicherte Daten mit unterschiedlichem Alter. Wenn das    
          System wiederholt auf Daten zugreifen muss, braucht es nicht auf    
          die langsame Platte zuzugreifen, da die Daten noch                  
          zwischengespeichert sind. Dadurch erho:ht sich die Performance.     
          Ganz generell ist es ein gutes Zeichen, wenn top(1) einen kleinen   
          Wert bei Free anzeigt, solange der Wert nicht extrem klein ist.     
   16.3.  Warum a:ndert chmod die Zugriffsrechte auf symbolische Links nicht? 
          Fu:r symbolische Links gibt es keine separaten Zugriffsrechte und   
          standardma:ssig folgt chmod(1) dem Link, wenn mo:glich; die         
          Zugriffsrechte fu:r die Datei, auf die der symbolische Link zeigt,  
          werden also vera:ndert. Wenn Sie eine Datei mit dem Namen foo und   
          einen auf diese Datei zeigenden symbolischen Link mit dem Namen bar 
          haben, wird das folgende Kommando niemals einen Fehler melden.      
                                                                              
          % chmod g-w bar                                                     
                                                                              
          Trotzdem werden die Zugriffsrechte fu:r bar nicht gea:ndert.        
                                                                              
          Wenn Sie die Zugriffsrechte in der Dateihierarchie an der           
          Wurzeldatei anstatt der Datei selbst a:ndern mo:chten, mu:ssen Sie  
          entweder -H oder -L zusammen mit der Option -R benutzen. Lesen Sie  
          chmod(1) und symlink(7) fu:r weitere Informationen.                 
                                                                              
            Warnung:                                                          
                                                                              
          Die Option -R bewirkt ein rekursives chmod(1). Seien Sie            
          vorsichtig, wenn Sie bei chmod(1) Verzeichnisse oder symbolische    
          Links zu Verzeichnissen angeben. Wenn Sie die Zugriffsrechte eines  
          Verzeichnisses a:ndern mo:chten, das durch einen symbolischen Link  
          referenziert wird, benutzen Sie chmod(1) ohne irgendwelche Optionen 
          und folgen dem symbolischen Link durch einen abschliessenden        
          Schra:gstrich (/). Wenn bspw. foo ein symbolischer Link zum         
          Verzeichnis bar ist und Sie die Zugriffsrechte von foo              
          (tatsa:chlich bar) a:ndern mo:chten, dann benutzen Sie etwas        
          a:hnliches wie:                                                     
                                                                              
          % chmod 555 foo/                                                    
                                                                              
          Durch den abschliessenden Schra:gstrich folgt chmod(1) dem          
          symbolischen Link foo, um die Zugriffsrechte fu:r das Verzeichnis   
          bar zu a:ndern.                                                     
   16.4.  Kann ich DOS-Programme unter FreeBSD ausfu:hren?                    
          Ja. Sie ko:nnen emulators/doscmd verwenden, das u:ber die FreeBSD   
          Ports-Sammlung verfu:gbar ist.                                      
                                                                              
          Falls doscmd nicht ausreicht, ko:nnen Sie den Port emulators/pcemu  
          verwenden, der einen 8088 und genug BIOS-Funktionen emuliert, um    
          DOS-Textanwendungen laufen zu lassen. Der Port beno:tigt das X      
          Window System.                                                      
                                                                              
          Die Ports-Sammlung entha:lt auch emulators/dosbox. Das              
          Hauptaugenmerk liegt bei dieser Anwendung auf der Emulation alter   
          DOS Spiele, deren Dateien sich im lokalen Dateisystem befinden.     
   16.5.  Was muss ich tun, um die FreeBSD-Dokumentation in meine             
          Muttersprache zu u:bersetzen?                                       
          Lesen Sie die Translation FAQ im FreeBSD Documentation Project      
          Primer.                                                             
   16.6.  Warum kommen alle meine Mails, die ich an FreeBSD.org schicke,      
          wieder zuru:ck?                                                     
          Das Mailsystem von FreeBSD.org verwendet einige der strengeren      
          U:berpru:fungen von Postfix fu:r eingehende Mails. Mails, bei denen 
          es Anzeichen fu:r Konfigurationsprobleme oder Spam gibt, werden     
          nicht akzeptiert. Es gibt einige spezielle Anforderungen:           
                                                                              
            * Die IP-Adresse des SMTP-Clients muss symbolisch in einen        
              Hostnamen aufgelo:st werden ko:nnen.                            
                                                                              
            * Der vollqualifizierte Rechnername, der im EHLO/HELO Teil der    
              SMTP Kommunikation u:bergeben wird, muss zu einer IP-Adresse    
              aufgelo:st werden ko:nnen.                                      
                                                                              
          Damit die Mail auch ihr Ziel erreicht, hier ein paar weitere        
          Ratschla:ge:                                                        
                                                                              
            * Mail sollte im Klartext gesendet werden. Nachrichten an eine    
              Mailingliste sollten die Gro:sse von 200KB nicht                
              u:berschreiten.                                                 
                                                                              
            * Vermeiden Sie u:berma:ssiges Crossposting. Wa:hlen Sie eine     
              fu:r das Problem relevante Mailingliste und senden Sie die Mail 
              dorthin.                                                        
                                                                              
          Falls Sie immer noch Probleme mit der E-Mail-Infratruktur von       
          FreeBSD.org haben, schicken Sie eine Nachricht mit den Details an   
          <postmaster@freebsd.org>. Fu:gen Sie Datum/Uhrzeit ein, damit die   
          Logdateien u:berpru:ft werden ko:nnen. Beachten Sie jedoch, dass    
          die Mail-Logs nur eine Woche gespeichert werden. Vergewissern Sich  
          sich auch, die Zeitzone oder einen Offset in UTC anzugeben.         
   16.7.  Wo kann ich einen freien FreeBSD-Account bekommen?                  
          Das FreeBSD Project bietet zwar keinen freien Zugang zu seinen      
          Servern an; andere Firmen bieten jedoch frei zuga:ngliche UNIX(R)   
          Systeme. Die Kosten variieren und es kann sein, dass nicht alle     
          Dienste zur Verfu:gung stehen.                                      
                                                                              
          Arbornet, Inc, auch als M-Net bekannt, bietet seit 1983             
          uneingeschra:nkten Zugang zu UNIX(R) Systemen. Zuna:chst wurde eine 
          Altos-Maschine mit System III benutzt, 1991 erfolgte dann der       
          Wechsel zu BSD/OS. Im Juni 2000 erfolgte ein erneuter Wechsel,      
          diesmal zu FreeBSD. M-Net bietet Zugang mit telnet und SSH und den  
          Zugang zur gesamten Software von FreeBSD. Allerdings ist der        
          Zugriff auf das Netzwerk auf Mitglieder und Go:nner beschra:nkt,    
          die eine Spende an die nicht-kommerzielle Organisation geleistet    
          haben. M-Net stellt zusa:tzlich ein Mailbox-System und einen        
          interaktiven Chat zur Verfu:gung.                                   
   16.8.  Wie heisst das niedliche rote Kerlchen?                             
          Er ist namenlos, es ist einfach "der BSD Daemon". Wenn Sie ihm      
          unbedingt einen Namen geben wollen, nennen Sie ihn "beastie".       
          Beachten Sie aber, dass "beastie" wie "BSD" ausgesprochen wird.     
                                                                              
          Weitere Informationen u:ber den BSD daemon finden Sie auf seiner    
          Homepage.                                                           
   16.9.  Kann ich das Bild des BSD Daemon verwenden?                         
          Eventuell. Der BSD Daemon unterliegt dem Copyright von Marshall     
          Kirk McKusick. Lesen Sie sein Statement on the Use of the BSD       
          Daemon Figure, wenn Sie genaue Informationen u:ber die              
          Einschra:nkungen bei der Nutzung brauchen.                          
                                                                              
          Kurz gesagt, ko:nnen Sie den BSD Daemon benutzen, solange es fu:r   
          einen privaten Zweck ist und die Nutzung geschmackvoll bleibt.      
          Bevor Sie das Logo kommerziell nutzen, bitten Sie Kirk McKusick     
          <mckusick@FreeBSD.org> um Erlaubnis. Weitere Informationen erhalten 
          Sie auf BSD Daemon's home page                                      
   16.10. Gibt es Bilder des BSD Daemon, die ich benutzen kann?               
          Einige Bilder in den Formaten Xfig und eps sind unter               
          /usr/share/examples/BSD_daemon/ verfu:gbar.                         
   16.11. Ich habe in den Mailinglisten eine Abku:rzung oder einen Begriff    
          gesehen, den ich nicht kenne. Wo erhalte ich eine Erkla:rung dazu?  
          Sehen Sie im FreeBSD-Glossar nach.                                  
   16.12. Warum sollte mich die Farbe des Fahrradschuppens interessieren?     
          Die ganz, ganz kurze Antwort ist: U:berhaupt nicht. Die etwas       
          la:ngere Antwort lautet: Nur weil Sie in der Lage sind, einen       
          Fahrradschuppen zu bauen, mu:ssen Sie noch lange nicht andere davon 
          abhalten, nur weil Ihnen die Farbe nicht gefa:llt. Dies ist         
          natu:rlich eine Metapher dafu:r, dass Sie nicht eine Diskussion     
          u:ber jede kleine A:nderung beginnen sollen, nur weil Sie das       
          ko:nnen. Einige Leute behaupten sogar, dass die Anzahl der          
          (nutzlosen) Kommentare u:ber eine A:nderung umgekehrt proportional  
          zur Komplexita:t der A:nderung ist.                                 
                                                                              
          Die noch la:ngere und vollsta:ndigere Antwort ist, dass             
          Poul-Henning Kamp <phk@FreeBSD.org> nach einen langen Diskussion    
          u:ber das Thema "Soll sleep(1) Sekundenbruchteile als Parameter     
          akzeptieren?" eine lange Mail mit dem Titel "A bike shed (any color 
          will do) on greener grass..." schrieb. Die einschla:gigen Teile der 
          Nachricht lauteten:                                                 
                                                                              
            Einige von Euch haben mich gefragt, "Was meinst Du mit dem        
            Fahrradschuppen?"                                                 
                                                                              
            Es ist eine lange oder eigentlich eher eine sehr alte und doch    
            sehr kurze Geschichte. C. Northcote Parkinson schrieb in den      
            fru:hen Sechzigern ein Buch mit dem Namen "Parkinson's Law",      
            das viele Einblick in die Beziehungen innerhalb des Managements   
            gibt.                                                             
                                                                              
            [ein paar Kommentare zum Buch gestrichen]                         
                                                                              
            In dem Beispiel mit dem Fahrradschuppen ist die andere wichtige   
            Komponente ein Kernkraftwerk. Ich glaube, dass zeigt schon, wie   
            alt dieses Buch ist.                                              
                                                                              
            Parkinson zeigte, dass man zum Vorstand gehen kann und die        
            Genehmigung fu:r ein mehrere Millionen oder sogar Milliarden      
            Dollar teures Kernkraftwerk bekommt; wenn man aber einen          
            Fahrradschuppen bauen will, wird man in endlose Diskussionen      
            verwickelt.                                                       
                                                                              
            Laut Parkinson liegt das daran, dass ein Kernkraftwerk so         
            gross, so teuer und so kompliziert ist, dass die Leute es nicht   
            verstehen. Und bevor sie versuchen, es zu verstehen, verlassen    
            Sie sich lieber darauf, dass irgend jemand sicherlich die         
            ganzen Details gepru:ft hat, bevor das Projekt bis zum Vorstand   
            gekommen ist. Im Buch von Richard P. Feynmann finden sich         
            einige interessante und sehr passende Beispiele aus dem Gebiet    
            von Los Alamos.                                                   
                                                                              
            Ein Fahrradschuppen ist was anderes. Jeder kann an seinem         
            freien Wochenende einen bauen und hat trotzdem noch genug Zeit    
            fu:r die Sportschau. Daher ist es unwichtig, wie gut man sich     
            vorbereitet und wie sinnvoll der eigene Vorschlag ist. Irgend     
            jemand wird die Mo:glichkeit nutzen und zeigen, dass er seine     
            Arbeit tut, dass er aufmerksam ist, dass er da ist.               
                                                                              
            In Da:nemark wird dieses Verhalten "Seine Fingerabdru:cke         
            hinterlassen" genannt. Es geht um perso:nlichen Stolz und         
            Prestige; die Chance, auf irgend etwas zu zeigen und zu sagen     
            zu ko:nnen: "Da! Das habe Ich getan." Politiker leiden sehr       
            stark darunter, aber viele Leute verhalten sich so, wenn sie      
            die Chance haben. Denken Sie einfach mal an Fussabdru:cke in      
            feuchtem Zement.                                                  
                    --Poul-Henning Kamp <phk@FreeBSD.org> in freebsd-hackers, 
                                                                    2.10.1999 

                  Kapitel 17. Nicht ganz ernstgemeinte Fragen

   17.1. Wie cool ist FreeBSD?

   17.2. Wer kratzt in meinen Speicherba:nken??

   17.3. Wie viele FreeBSD-Hacker braucht man, um eine Glu:hbirne
   auszuwechseln?

   17.4. Was passiert mit den Daten, die nach /dev/null geschrieben werden?

   17.5. Mein Kollege ha:ngt zu viel vor dem Rechner, wie kann ich ihm einen
   Streich spielen?

   17.1. Wie cool ist FreeBSD?                                                
         Q. Hat irgend jemand Temperaturmessungen durchgefu:hrt, wa:hrend     
         FreeBSD la:uft? Ich weiss, dass Linux(R) cooler la:uft als DOS, habe 
         aber niemals gesehen, dass FreeBSD erwa:hnt wurde. Es scheint sehr   
         heiss zu laufen.                                                     
                                                                              
         A. Nein, aber wir haben zahlreiche Geschmackstests mit Freiwilligen  
         mit verbundenen Augen durchgefu:hrt, denen ausserdem zuvor 250       
         Mikrogramm LSD-25 verabreicht wurden. 35% der Freiwilligen sagte,    
         dass FreeBSD nach Orange schmeckte, Linux(R) hingegen schmecke wie   
         Purple Haze. Keine der Gruppen hat besondere Abweichungen der        
         Temperatur erwa:hnt. Eventuell ha:tten wir sa:mtliche Ergebnisse     
         dieser Untersuchung fortwerfen sollen, als wir festgestellt haben,   
         dass zu viele der Freiwilligen den Raum wa:hrend der Tests verlassen 
         haben und dadurch die Ergebnisse verfa:lscht haben. Wir glauben,     
         dass die meisten der Freiwilligen nun bei Apple sind und an ihrer    
         neuen "scratch and sniff" Oberfla:che arbeiten. Es ist ein lustiges, 
         altes Gescha:ft, in dem wir uns befinden!                            
                                                                              
         Ernsthaft, FreeBSD benutzt die Instruktion HLT (halt), wenn das      
         System unta:tig ist, wodurch der Energieverbrauch und dadurch die    
         produzierte Wa:rme reduziert wird. Falls Sie auch ACPI (Advanced     
         Configuration and Power Interface) konfiguriert haben, kann FreeBSD  
         die CPU auch in einen Low-Power-Modus bringen.                       
   17.2. Wer kratzt in meinen Speicherba:nken??                               
         Q. Gibt es irgend etwas "seltsames", das FreeBSD tut, wenn der       
         Kernel kompiliert wird, das dazu fu:hrt, dass der Speicher ein       
         kratzendes Gera:usch macht? Bei der Kompilierung (und auch fu:r      
         einen kurzen Moment nach der Erkennung des Floppy-Laufwerks beim     
         Hochfahren), kommt ein seltsames kratzendes Gera:usch von etwas, das 
         die Speicherba:nke zu sein scheinen.                                 
                                                                              
         A. Ja! In der BSD-Dokumentation finden Sie ha:ufige Verweise auf     
         "Daemons" und was die meisten Leute nicht wissen, ist, dass diese    
         sich auf echte, nicht-ko:rperlichen Wesen beziehen, die Besitz von   
         Ihrem Computer ergriffen haben. Das kratzende Gera:usch, das von     
         Ihrem Speicher kommt, ist in Wirklichkeit hochto:niges Flu:stern,    
         das unter den Daemons ausgetauscht wird, wa:hrend Sie entscheiden,   
         wie Sie die verschiedenen Systemadministrationsaufgaben, am besten   
         erledigen.                                                           
                                                                              
         Wenn Sie das Gera:usch sto:rt, wird ein fdisk /mbr aus DOS sie       
         vertreiben, aber wundern Sie sich nicht, wenn sie feindlich          
         reagieren und versuchen, Sie aufzuhalten. Wenn Sie wa:hrend der      
         Ausfu:hrung zu irgendeinem Zeitpunkt die teuflische Stimme von Bill  
         Gates aus dem eingebauten Lautsprecher kommen ho:ren, laufen Sie weg 
         und sehen Sie sich auf keinen Fall um! Befreit von dem               
         ausgleichenden Einfluss der BSD Da:monen sind die beiden Da:monen    
         von DOS und Windows(R) oft dazu in der Lage, die totale Kontrolle    
         u:ber Ihre Maschine fu:r die ewige Verdammung Ihrer Seele            
         zuru:ckzuerlangen. Da Sie jetzt die Wahrheit kennen, wu:rden Sie es  
         vorziehen, sich an die Gera:usche zu gewo:hnen, wenn Sie die Wahl    
         ha:tten.                                                             
   17.3. Wie viele FreeBSD-Hacker braucht man, um eine Glu:hbirne             
         auszuwechseln?                                                       
         Eintausendeinhundertundneunundsechzig:                               
                                                                              
         Dreiundzwanzig, die sich bei -CURRENT beschweren, dass das Licht aus 
         ist;                                                                 
                                                                              
         Vier, die behaupten, dass es sich um ein Konfigurationsproblem       
         handelt und dass solche Dinge wirklich nach -questions geho:ren;     
                                                                              
         Drei, die PRs hierzu einreichen, einer von ihnen wird falsch unter   
         doc abgelegt und fristet sein Dasein im Dunkeln;                     
                                                                              
         Einen, der eine ungetestete Glu:hbirne einreicht, wonach buildworld  
         nicht mehr funktioniert, und sie dann fu:nf Minuten spa:ter wieder   
         herausnimmt;                                                         
                                                                              
         Acht, die die PR-Erzeuger beschimpfen, weil sie zu ihren PRs keine   
         Patche hinzugefu:gt haben;                                           
                                                                              
         Fu:nf, die sich daru:ber beschweren, dass buildworld nicht mehr      
         funktioniert;                                                        
                                                                              
         Einunddreissig, die antworten, dass es bei ihnen funktioniert und    
         dass sie die Aktualisierung wohl zu einigem ungu:nstigen Zeitpunkt   
         durchgefu:hrt haben;                                                 
                                                                              
         Einen, der einen Patch fu:r eine neue Glu:hbirne an -hackers         
         schickt;                                                             
                                                                              
         Einen, der sich beschwert, dass es vor drei Jahren Patches hierfu:r  
         hatte, aber als er sie nach -CURRENT schickte, sind sie einfach      
         ignoriert worden und er hatte schlechte Erfahrungen mit dem          
         PR-System; nebenbei ist die vorgeschlagene Glu:hbirne nicht          
         reflexiv;                                                            
                                                                              
         Siebenunddreissig, die schreien, dass Glu:hbirnen nicht in das       
         Basissystem geho:ren, dass Committer nicht das Recht haben, solche   
         Dinge durchzufu:hren, ohne die Gemeinschaft zu konsultieren und WAS  
         GEDENKT -CORE HIER ZU TUN!?                                          
                                                                              
         Zweihundert, die sich u:ber die Farbe des Fahrradschuppens           
         beschweren;                                                          
                                                                              
         Drei, die darauf hinweisen, dass der Patch nicht mit style(9)        
         u:bereinstimmt;                                                      
                                                                              
         Siebzehn, die sich beschweren, dass die vorgeschlagene neue          
         Glu:hbirne der GPL unterliegt;                                       
                                                                              
         Fu:nfhundertundsechsundachtzig, die sich in einen Streit u:ber die   
         vergleichbaren Vorteile der GPL, der BSD-Lizenz, der MIT-Lizenz, der 
         NPL und der perso:nlichen Hygiene nichtgenannter FSF-Gru:nder        
         verwickeln;                                                          
                                                                              
         Sieben, die unterschiedliche Teile des Threads nach -chat und        
         -advocacy weiterleiten;                                              
                                                                              
         Einer, der die vorgeschlagene Glu:hbirne einbaut, obwohl sie dunkler 
         leuchtet, als die alte;                                              
                                                                              
         Zwei, die sie wieder ausbauen, und in einer wu:tenden Nachricht      
         argumentieren, dass FreeBSD besser ganz im Dunkeln dasteht, als mit  
         einer da:mmerigen Glu:hbirne;                                        
                                                                              
         Sechsundvierzig, die sich la:rmend wegen des Wiederausbaus der       
         da:mmerigen Glu:hbirne streiten und eine Erkla:rung von -core        
         verlangen;                                                           
                                                                              
         Elf, die eine kleinere Glu:hbirne beantragen, damit sie in ihr       
         Tamagotchi passt, falls wir irgendwann beschliessen, FreeBSD auf     
         diese Plattform zu portieren;                                        
                                                                              
         Dreiundsiebzig, die sich u:ber die SNR auf -hackers und -chat        
         beschweren und aus Protest abmelden;                                 
                                                                              
         Dreizehn, die "unsubscribe", "How do I unsubscribe?" oder "Please    
         remove me from the list" gefolgt von der u:blichen Fusszeile         
         abschicken;                                                          
                                                                              
         Einen, der eine funktionierende Glu:hbirne einbaut, wa:hrend alle zu 
         bescha:ftigt damit sind, mit jedem zu streiten, um es zu bemerken;   
                                                                              
         Einunddreissig, die herausstellen, dass die neue Glu:hbirne 0,364%   
         heller leuchten wu:rde, wenn sie mit TenDRA kompiliert werden wu:rde 
         (obwohl sie in einen Wu:rfel umgeformt werden mu:sste) und dass      
         FreeBSD deshalb nach TenDRA, anstatt nach GCC wechseln sollte;       
                                                                              
         Einen, der sich beschwert, dass bei der neuen Glu:hbirne die         
         Verkleidung fehlt;                                                   
                                                                              
         Neun (einschliesslich der PR-Ersteller), die fragen "Was ist MFC?";  
                                                                              
         Siebenundfu:nfzig, die sich zwei Wochen, nachdem die Birne           
         gewechselt worden ist, daru:ber beschweren, dass das Licht aus war.  
                                                                              
         Nik Clayton <nik@FreeBSD.org> hat hinzugefu:gt:                      
                                                                              
         Ich habe ziemlich hieru:ber gelacht.                                 
                                                                              
         Und dann dachte ich: "Halt, sollte in dieser Liste nicht irgendwo    
         'Einer, der es dokumentiert' sein?"                                  
                                                                              
         Und dann wurde ich erleuchtet :-)                                    
                                                                              
         Thomas Abthorpe <tabthorpe@FreeBSD.org> sagt: "Keine, echte FreeBSD  
         Hacker fu:rchten sich nicht vor der Dunkelheit!"                     
   17.4. Was passiert mit den Daten, die nach /dev/null geschrieben werden?   
         Sie werden in einer speziellen Datensenke der CPU in Wa:rme          
         umgewandelt, die dann u:ber den Ku:hlko:rper und den Lu:fter         
         abgefu:hrt wird. Dies ist einer der Gru:nde fu:r die Ku:hlung von    
         CPUs; die Anwender gewo:hnen sich an die schnelleren Prozessoren,    
         gehen nicht mehr so sorgfa:ltig mit Ihren Daten um und so landen     
         immer mehr Daten in /dev/null, was zur U:berhitzung der CPU fu:hrt.  
         Wenn Sie /dev/null lo:schen (was die Datensenke ziemlich sicher      
         abschaltet), wird Ihre CPU zwar nicht mehr so heiss, dafu:r wird Ihr 
         System aber sehr schnell von den u:berza:hligen Daten u:berladen und 
         merkwu:rdige Effekte zeigen. Wenn Sie eine sehr schnell              
         Netzwerkverbindung haben, ko:nnen Sie Ihre CPU ku:hlen, indem sie    
         Daten aus /dev/random lesen und in die Weite des Netzwerkes          
         schicken; allerdings besteht hier die Gefahr der U:berhitzung von    
         Netzwerk und /. Ausserdem du:rfte Ihr ISP ziemlich wu:tend werden,   
         da der gro:sste Teil der Daten von seinen Gera:ten in Hitze          
         umgewandelt werden wird; da ISPs aber u:ber Klimaanlagen verfu:gen,  
         sollte das kein grosses Problem sein, solange Sie es nicht           
         u:bertreiben.                                                        
                                                                              
         Paul Robinson fu:gt hinzu:                                           
                                                                              
         Es gibt andere Mittel und Wege. Wie jeder gute Systemadministrator   
         weiss, geho:rt es zum guten Ton, einigen Daten zum Bildschirm zu     
         senden, damit die Leuchtka:ferchen, die das Bild anzeigen,           
         glu:cklich sind. Die Leuchtka:ferchen werden nach der Farbe Ihrer    
         Hu:te (Rot, Gru:n, oder Blau) unterschieden und sie verstecken bzw.  
         zeigen sich (wobei man die Farbe ihrer Hu:te erkennen kann) bei      
         jeder Nahrungsaufnahme. Grafikkarten wandeln Daten in                
         Leuchka:fer-Nahrung um und schicken sie dann zu den Leuchtka:fern -  
         teure Karten erzeugen bessere Nahrung und sorgen so fu:r besseres    
         Verhalten der Leuchtka:fer. Diese brauchen allerdings einen          
         konstanten Stimulus - darum gibt es Bildschirmschoner.               
                                                                              
         Darum lautet mein Vorschlag, die zufa:lligen Daten einfach zum       
         Bildschirm zu schicken, damit sie von den Leuchtka:fern verzehrt     
         werden. Dabei entsteht keine Hitze, die Leuchtka:fer bleiben         
         glu:cklich und man wird seine u:berflu:ssigen Daten sehr schnell     
         los, auch wenn der Bildschirm etwas merkwu:rdig aussieht.            
                                                                              
         U:brigens: Als Ex-Admin eines grossen ISPs, der so seine Probleme    
         mit der Ku:hlung seines Rechenzentrums hatte, kann ich nur davon     
         abraten, u:berflu:ssige Daten einfach in das Netzwerk zu schicken.   
         Die Heinzelma:nnchen, die die Pakete verteilen und versenden, regen  
         sich daru:ber ganz furchtbar auf.                                    
   17.5. Mein Kollege ha:ngt zu viel vor dem Rechner, wie kann ich ihm einen  
         Streich spielen?                                                     
         Installieren Sie auf dem Rechner Ihres Kollegen games/sl und warten  
         Sie, bis Ihr Kollege unbeabsichtigt sl fu:r ls eingibt.              

                       Kapitel 18. Weiterfu:hrende Themen

   18.1. Wie kann ich mehr u:ber die Interna von FreeBSD erfahren?

   18.2. Wie kann ich bei der Entwicklung von FreeBSD mithelfen?

   18.3. Was sind Snapshots und Releases?

   18.4. Ich habe eine Kernelerweiterung geschrieben. An wen sende ich sie?

   18.5. Wie kann ich optimalen Nutzen aus einer kernel panic ziehen?

   18.6. Wieso funktioniert dlsym() nicht mehr fu:r ELF-Executables?

   18.7. Wie kann ich den Adressraum des Kernels auf i386 vergro:ssern oder
   verkleinern?

18.1. Wie kann ich mehr u:ber die Interna von FreeBSD erfahren?                   
      Lesen Sie das FreeBSD Architecture Handbook.                                
                                                                                  
      Allgemeines Wissen u:ber UNIX(R) kann allerdings in den meisten Fa:llen auf 
      FreeBSD angewendet werden.                                                  
18.2. Wie kann ich bei der Entwicklung von FreeBSD mithelfen?                     
      Genauere Informationen finden Sie im Artikel FreeBSD unterstu:tzen. Wir     
      ko:nnen Hilfe immer gut gebrauchen!                                         
18.3. Was sind Snapshots und Releases?                                            
      Derzeit existieren drei aktive/halbaktive Zweige im FreeBSD Subversion      
      Repository. In fru:heren Zweigen a:ndert sich wenig, daher gibt es nur drei 
      aktive Entwicklungszweige:                                                  
                                                                                  
        * stable/9/ bzw. 9-STABLE                                                 
                                                                                  
        * stable/10/ bzw. 10-STABLE                                               
                                                                                  
        * head/ bzw. -CURRENT oder auch 11-CURRENT                                
                                                                                  
      HEAD ist keine wirkliche Bezeichnung fu:r einen Zweig. Es ist lediglich     
      eine symbolische Konstante fu:r den aktuellen, nicht verzweigten            
      Entwicklungsstrom, auf den wir uns einfach als -CURRENT beziehen.           
                                                                                  
      Derzeit steht -CURRENT fu:r den 11.X-Entwicklungsstrom. Der 10-STABLE-Zweig 
      (stable/10) wurde von -CURRENT im Januar 2014 und der 9-STABLE-Zweig        
      (stable/9) im September 2011 von -CURRENT abgespalten.                      
18.4. Ich habe eine Kernelerweiterung geschrieben. An wen sende ich sie?          
      Lesen Sie den Artikel FreeBSD unterstu:tzen.                                
                                                                                  
      Und Danke, dass Sie daru:ber nachdenken!                                    
18.5. Wie kann ich optimalen Nutzen aus einer kernel panic ziehen?                
      Hier ist eine typische Kernel-Panic:                                        
                                                                                  
      Fatal trap 12: page fault while in kernel mode                              
      fault virtual address   = 0x40                                              
      fault code              = supervisor read, page not present                 
      instruction pointer     = 0x8:0xf014a7e5                                    
      stack pointer           = 0x10:0xf4ed6f24                                   
      frame pointer           = 0x10:0xf4ed6f28                                   
      code segment            = base 0x0, limit 0xfffff, type 0x1b                
                              = DPL 0, pres 1, def32 1, gran 1                    
      processor eflags        = interrupt enabled, resume, IOPL = 0               
      current process         = 80 (mount)                                        
      interrupt mask          =                                                   
      trap number             = 12                                                
      panic: page fault                                                           
                                                                                  
      Bei Meldungen wie dieser, reicht es nicht, sie einfach zu reproduzieren und 
      sie einzusenden. Der Wert des Instruktionszeigers ist wichtig; leider ist   
      er auch konfigurationsabha:ngig. Mit anderen Worten variieren die Werte     
      abha:ngig von dem Kernel-Image, das Sie tatsa:chlich benutzen. Wenn Sie ein 
      GENERIC Kernelimage von einem der Snapshots benutzen, dann ist es fu:r      
      jemand anderen mo:glich, die fehlerhafte Instruktion herauszufinden, aber   
      wenn Sie einen angepassten Kernel benutzen, ko:nnen nur Sie uns sagen, wo   
      der Fehler auftrat.                                                         
                                                                                  
      Was Sie tun sollten, ist folgendes:                                         
                                                                                  
       1. Notieren Sie sich den Wert des Instruktionszeigers. Beachten Sie, dass  
          der Teil 0x8: am Anfang in diesem Fall nicht von Bedeutung ist; der     
          Teil 0xf0xxxxxx ist der, den wir wollen.                                
                                                                                  
       2. Tun Sie folgendes, wenn das System rebootet:                            
                                                                                  
       % nm -n kernel.that.caused.the.panic | grep f0xxxxxx                       
                                                                                  
          wobei 0xf0xxxxxx der Wert des Instruktionszeigers ist. Es besteht die   
          Mo:glichkeit, dass Sie keinen exakten Treffer erzielen, weil die        
          Symbole in der Symboltabelle des Kernels Funktionseinstiegspunkte sind  
          und die Adresse des Instruktionszeigers irgendwo innerhalb einer        
          Funktion liegen wird und nicht am Anfang. Falls sie keinen exakten      
          Treffer erzielen, lassen Sie den letzten Teil des Werts des             
          Instruktionszeigers weg und versuchen es noch einmal, z.B.:             
                                                                                  
       % nm -n kernel.that.caused.the.panic | grep f0xxxxx                        
                                                                                  
          Falls das kein Ergebnis liefert, hacken Sie eine weitere Ziffer ab.     
          Wiederholen Sie die Schritte, bis Sie irgendeine Ausgabe erhalten. Das  
          Ergebnis wird eine Liste mo:glicher Funktionen sein, die die Panik      
          verursacht haben. Das ist zwar kein absolut genauer Mechanismus, um die 
          Fehlerursache ausfindig zu machen, aber es ist besser als gar nichts.   
                                                                                  
      Wie dem auch sei, der beste Weg, den Grund fu:r eine Panik herauszufinden,  
      ist der, einen Crash-Dump festzuhalten und dann kgdb(1) zu benutzen, um den 
      Stack im Crash-Dump zuru:ckzuverfolgen.                                     
                                                                                  
      Jedenfalls funktioniert die Methode wie folgt:                              
                                                                                  
       1. Sorgen Sie dafu:r, dass die folgende Zeile in der                       
          Kernelkonfigurationsdatei enthalten ist:                                
                                                                                  
       makeoptions     DEBUG=-g          # Build kernel with gdb(1) debug symbols 
                                                                                  
       2. Wechseln Sie in das Verzeichnis /usr/src:                               
                                                                                  
       # cd /usr/src                                                              
                                                                                  
       3. Erstellen Sie den Kernel:                                               
                                                                                  
       # make buildkernel KERNCONF=MYKERNEL                                       
                                                                                  
       4. Warten Sie, bis make(1) den Kernel fertig kompiliert hat.               
                                                                                  
       5. # make installkernel KERNCONF=MYKERNEL                                  
                                                                                  
       6. Starten Sie das System neu.                                             
                                                                                  
        Anmerkung:                                                                
                                                                                  
      Falls Sie KERNCONF nicht verwenden, wird ein GENERIC Kernel gebaut und      
      installiert.                                                                
                                                                                  
      Der make(1)-Prozess wird zwei Kernel erstellen:                             
      /usr/obj/usr/src/sys/MYKERNEL/kernel und                                    
      /usr/obj/usr/src/sys/MYKERNEL/kernel.debug. kernel wurde als /boot/kernel   
      installiert, wa:hrend kernel.debug als Quelle fu:r Debuggersymbole fu:r     
      kgdb(1) benutzt werden kann.                                                
                                                                                  
      Damit ein Crash-Dump erhalten bleibt, mu:ssen Sie /etc/rc.config editieren  
      und dumpdev so setzen, dass es entweder auf die Swap-Partition, oder auf    
      AUTO zeigt. Das bewirkt, dass die rc(8)-Skripte den Befehl dumpon(8)        
      benutzen, um Crash-Dumps zu ermo:glichen. Sie ko:nnen den Befehl auch       
      manuell ausfu:hren. Nach einer Panik kann der Crash-Dump mit savecore(8)    
      wiederhergestellt werden; wenn dumpdev in /etc/rc.conf gesetzt ist, werden  
      die rc(8)-Skripte savecore(8) automatisch ausfu:hren und den Crash-Dump     
      unter /var/crash ablegen.                                                   
                                                                                  
        Anmerkung:                                                                
                                                                                  
      FreeBSD Crash-Dumps sind fu:r gewo:hnlich genauso gross wie der             
      physikalische Hauptspeicher des Rechners. Deshalb mu:ssen Sie dafu:r        
      sorgen, dass genu:gend Speicherplatz in /var/crash zur Verfu:gung steht, um 
      den Dump aufnehmen zu ko:nnen. Alternativ fu:hren Sie savecore(8) manuell   
      aus und lassen es den Crash-Dump in einem anderen Verzeichnis mit mehr      
      Platz wiederherstellen Es ist mo:glich, die Gro:sse des Crash-Dumps zu      
      begrenzen, indem options MAXMEM=N, wobei N die Gro:sse des verwendeten      
      Kernelspeichers in KBs ist. Wenn Sie z.B. 1 GB RAM haben, ko:nnen Sie die   
      Speicherbenutzung des Kernels damit auf 128 MB begrenzen, so dass die       
      Gro:sse des Crash-Dumps 128 MB anstatt 1 GB betragen wird.                  
                                                                                  
      Sobald der Crash-Dump wiederhergestellt wurde, ko:nnen Sie den Stack        
      zuru:ckverfolgen:                                                           
                                                                                  
      % kgdb /usr/obj/usr/src/sys/MYKERNEL/kernel.debug /var/crash/vmcore.0       
      (kgdb) backtrace                                                            
                                                                                  
      Beachten Sie, dass es mehrere Seiten mit wertvollen Informationen geben     
      ko:nnte; idealerweise sollten Sie script(1) benutzen, um sie alle           
      festzuhalten. Wenn Sie das vollsta:ndige Kernelimage mit allen              
      Debugginginformationen benutzen, mu:ssten Sie exakt die Zeile des           
      Kernel-Quellcodes finden, wo die Panik aufgetreten ist. Fu:r gewo:hnlich    
      mu:ssen Sie den Stack von unten an zuru:ckverfolgen, um die genaue          
      Ereignisabfolge, die zum Crash fu:hrte, zuru:ckzuverfolgen. Sie ko:nnen     
      kgdb(1) auch zum Ausdrucken der Inhalte verschiedener Variablen oder        
      Strukturen benutzen, um den Systemstatus zum Zeitpunkt des Absturzes zu     
      untersuchen.                                                                
                                                                                  
        Tipp:                                                                     
                                                                                  
      Wenn Sie einen zweiten Rechner haben, ko:nnen Sie kgdb(1) auch fu:r         
      entferntes Debugging konfigurieren, einschliesslich dem Setzen von          
      Haltepunkten und dem Bewegen in Einzelschritten durch den Kernelcode.       
                                                                                  
        Anmerkung:                                                                
                                                                                  
      Wenn Sie DDB aktiviert haben und der Kernel im Debugger landet, ko:nnen Sie 
      eine Panik und einen Crash-Dump erzwingen, indem Sie einfach panic am       
      ddb-Prompt eingeben. Er ko:nnte wa:hrend der Panikphase wieder im Debugger  
      stoppen. Falls er das tut, geben Sie continue ein, dann wird er den         
      Crash-Dump beenden.                                                         
18.6. Wieso funktioniert dlsym() nicht mehr fu:r ELF-Executables?                 
      Die ELF-Werkzeuge machen die in einem Executable definierten Symbole dem    
      dynamischen Linker nicht standardma:ssig sichtbar. Konsequenterweise werden 
      dlsym()-Suchen nach Handlern aus Aufrufen von dlopen(NULL, flags) diese     
      Symbole nicht finden ko:nnen.                                               
                                                                                  
      Wenn Sie mit dlsym() nach im Hauptexecutable eines Prozesses vorhandenen    
      Symbolen suchen wollen, mu:ssen Sie das Executable mit der Option           
      --export-dynamic von ld(1) linken.                                          
18.7. Wie kann ich den Adressraum des Kernels auf i386 vergro:ssern oder          
      verkleinern?                                                                
      Standardma:ssig betra:gt der Adressraum des Kernels 1 GB (2 GB fu:r PAE)    
      auf i386. Wenn Sie einen netzwerkintensiven Server oder ZFS verwenden       
      mo:chten, kann es sein, dass dies nicht ausreichend ist.                    
                                                                                  
      Fu:gen Sie die folgende Zeile zur Kernelkonfigurationsdatei hinzu, um den   
      verfu:gbaren Speicher zu erho:hen und erstellen Sie dann einen neuen        
      Kernel:                                                                     
                                                                                  
      options KVA_PAGES=N                                                         
                                                                                  
      Um den richtigen Wert von N zu bestimmen, teilen Sie den gewu:nschte        
      Gro:sse des Adressraumes (in Megabyte) durch vier (z.B. betra:gt er 512     
      fu:r 2 GB).                                                                 

                             Kapitel 19. Danksagung

   Dieses kleine unschuldige Dokument mit Ha:ufig gestellten Fragen wurde die
   letzten Jahrzehnte von Hunderten, wenn nicht Tausenden, geschrieben, neu
   geschrieben, u:berarbeitet, gefaltet, verdreht, durcheinander gebracht,
   wieder aufgebaut, verstu:mmelt, seziert, durchgekaut, u:berdacht, und
   wiederbelebt. Und das nicht nur einmal.

   Wir mo:chten allen dafu:r Verantwortlichen danken und wir fordern auch Sie
   auf, dieser Gruppe beizutreten, um diese FAQ noch besser zu machen.

                                 Bibliographie

   [biblio-unleashed] FreeBSD Unleashed. Michael Urban und Brian Tiemann.
   Sams. Erste Ausgabe. 992 Seiten. Oktober 2001. ISBN 0-67232-206-4.

   [biblio-44sysman] 4.4BSD System Manager's Manual. Computer Systems
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   [biblio-44userman] 4.4BSD User's Reference Manual. Computer Systems
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   [biblio-44suppman] 4.4BSD User's Supplementary Documents. Computer Systems
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   [biblio-44progman] 4.4BSD Programmer's Reference Manual. Computer Systems
   Research Group, University of California, Berkeley. O'Reilly and
   Associates. Erste Ausgabe. Juni 1994. 866 Seiten. ISBN 1-56592-078-3.

   [biblio-44progsupp] 4.4BSD Programmer's Supplementary Documents. Computer
   Systems Research Group, University of California, Berkeley. O'Reilly and
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   [biblio-44kernel] The Design and Implementation of the 4.4BSD Operating
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   [biblio-nemeth3rd] Unix System Administration Handbook. Evi Nemeth, Garth
   Snyder, Scott Seebass, Trent R. Hein und John Quarterman. Prentice-Hall.
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   Edition. M. K. McKusick, M. J. Karels, S. J. Leffler, W. N. Joy und R. S.
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